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Versicherungsmakler / Versicherungsfragen

Welche Versicherungen brauche ich, wenn ein Baby kommt?

Kurz gesagt

Wenn ein Baby kommt, brauchen Sie vier Dinge: die Krankenversicherung des Kindes klären, meist beitragsfrei, die Haftpflicht auf einen Familientarif umstellen, etwa 60 bis 180 Euro im Jahr, jeden Elternteil mit einer Risikolebensversicherung absichern, mit 30 Jahren für 200.000 Euro etwa 8 bis 15 Euro im Monat, und eine Kinderinvaliditätsversicherung prüfen.

Welche Versicherungen brauche ich, wenn ein Baby kommt?

Was es kostet

Belegte Beiträge für die Versicherungen, die mit einem Baby wichtig werden.

BeispielRichtwert
Krankenversicherung des Babys in der Familienversicherung0 Euro
Privathaftpflicht, Familie oder Paaretwa 60 bis 180 Euro im Jahr
Risikolebensversicherung, 30 Jahre, Nichtraucher, 200.000 Euro, 25 Jahreetwa 7,59 bis 15,35 Euro im Monat
Kinderinvaliditätsversicherung, gute Tarife im Test 2020etwa 107 bis 421 Euro im Jahr
Kinderunfallversicherung, Grundsumme ab 100.000 Euro mit Progressionoft 40 bis 80 Euro im Jahr

Richtwerte aus veröffentlichten Tarifbeispielen und Tests;

das Beispiel zur Risikolebensversicherung hat den Stand Juli 2024,

der Test zur Kinderinvaliditätsversicherung März 2020.

Ihr Beitrag hängt von Alter, Gesundheit und Umfang ab.

Rechenbeispiel

Paar, beide 30, gesetzlich versichert, erstes Baby

Was die neuen Verträge im ersten Jahr zusammen kosten, wenn Sie alles Wichtige abdecken.

Krankenversicherung des Babys0 Euro
Privathaftpflicht im Familientarifetwa 60 bis 180 Euro im Jahr
Zwei Risikolebensversicherungen, je 200.000 Euroetwa 180 bis 370 Euro im Jahr
Kinderinvaliditätsversicherungetwa 107 bis 421 Euro im Jahr

Zusammen etwa 350 bis 970 Euro im Jahr, rund 29 bis 81 Euro im Monat. Wer nur wenig Geld übrig hat, setzt Haftpflicht und Risikolebensversicherung zuerst.

Die Reihenfolge, wenn ein Baby kommt

Nicht alles muss am ersten Tag erledigt sein, aber zwei Dinge haben Fristen oder Lücken. Die Krankenversicherung des Kindes klären Sie direkt nach der Geburt, die Haftpflicht stellen Sie um, bevor das Kind mobil wird. Danach kommt der Schutz der Eltern, weil das Baby von ihrem Einkommen lebt, und zuletzt der Schutz des Kindes selbst.

Die Tabelle zeigt, welche Versicherung welches Risiko trägt, was sie etwa kostet und wann Sie sich darum kümmern sollten.

VersicherungWofürKosten etwaWann
Krankenversicherung des KindesArzt, Klinik, Vorsorge0 Euro in der Familienversicherungdirekt nach der Geburt
Privathaftpflicht im FamilientarifSchäden, die Sie oder später das Kind anderen zufügen60 bis 180 Euro im Jahrim ersten Lebensjahr
Risikolebensversicherung je ElternteilEinkommen der Familie, wenn ein Elternteil stirbt8 bis 15 Euro im Monat mit 30 Jahrenmöglichst bald, solange Sie gesund sind
Berufsunfähigkeitsversicherung der ElternEinkommen, wenn ein Elternteil nicht mehr arbeiten kannnach Beruf und Altervorhandene Rente prüfen
Kinderinvaliditätsversicherungdauerhafte schwere Beeinträchtigung des Kindes, auch durch Krankheit107 bis 421 Euro im Jahrwenige Wochen nach der Geburt
KinderunfallversicherungUnfälle in Freizeit und zu Hause40 bis 80 Euro im Jahrwenn das Kind mobil wird

Krankenversicherung: die einzige echte Frist

Sind die Eltern gesetzlich versichert, kommt das Baby meist beitragsfrei in die Familienversicherung. Ist ein Elternteil privat versichert, kann das Kind privat versichert werden müssen, dann gilt: Anmeldung spätestens zwei Monate nach der Geburt, sonst drohen Gesundheitsfragen.

Wer bei Mutter oder Vater versichert wird und welche Einkommensgrenze 2026 gilt, steht ausführlich auf unserer Seite zur Krankenversicherung des Babys.

Haftpflicht: vom Single auf den Familientarif

Ein Single-Tarif versichert nur Sie. Mit dem Baby brauchen Sie einen Familientarif, in dem Partner und Kinder mitversichert sind, meist bis zum Ende der ersten Ausbildung. Der Aufpreis ist klein: Familientarife kosten etwa 60 bis 180 Euro im Jahr.

Achten Sie auf einen Punkt, der mit dem Baby wichtig wird. Kinder unter sieben Jahren haften für Schäden nach § 828 BGB nicht. Ohne den Baustein für deliktunfähige Kinder bleibt der Nachbar auf dem Kratzer im Auto sitzen, und das kann Freundschaften kosten. Gute Familientarife zahlen solche Schäden bis zu einer hohen Teilsumme.

Die Eltern absichern, nicht das Baby

Ein Baby kostet über Jahre Geld und verdient keines. Fällt ein Elternteil durch Tod aus, fehlt das Einkommen für Jahrzehnte. Eine Risikolebensversicherung auf jeden Elternteil über das Drei- bis Fünffache des Bruttojahreseinkommens, bis das Kind etwa 25 ist, ist deshalb der wichtigste neue Vertrag. Mit 30 Jahren kosten 200.000 Euro über 25 Jahre etwa 8 bis 15 Euro im Monat.

Haben Sie schon eine Berufsunfähigkeitsversicherung, prüfen Sie, ob die Rente zum Familienbedarf passt. Ob Ihr Vertrag eine Nachversicherungsgarantie hat, die bei der Geburt eines Kindes eine Erhöhung ohne neue Gesundheitsprüfung erlaubt, und in welcher Frist, steht in Ihren Bedingungen.

Für das Kind selbst: Invalidität vor Unfall

In der Kita und bei der Tagesmutter ist Ihr Kind gesetzlich unfallversichert, zu Hause und in der Freizeit nicht. Eine Kinderunfallversicherung kostet nur etwa 40 bis 80 Euro im Jahr, zahlt aber nur nach Unfällen.

Schwere Behinderungen entstehen weit häufiger durch Krankheit. Eine Kinderinvaliditätsversicherung zahlt auch dann, kostet dafür ein Mehrfaches und stellt Gesundheitsfragen. Ein Abschluss wenige Wochen nach der Geburt ist oft möglich und am ehesten ohne Ausschlüsse zu bekommen. Ob sie sich für Sie lohnt, erklären wir auf unserer Seite zur Kinderinvaliditätsversicherung.

Was Sie nicht brauchen, wenn ein Baby kommt

Eine Risikolebensversicherung auf das Baby selbst ist überflüssig, denn von seinem Einkommen lebt niemand. Das Gesetz begrenzt sie bei Kindern unter sieben Jahren ohne ihre Einwilligung ohnehin auf gewöhnliche Beerdigungskosten. Auch Sparverträge mit etwas Unfallschutz obendrauf sind keine Absicherung; trennen Sie Sparen und Versichern.

Die Hausratversicherung ändert sich durch das Baby meist nicht, solange Sie nicht umziehen. Kinderwagen und Babymöbel erhöhen den Wert Ihres Hausrats aber; prüfen Sie nach den ersten Anschaffungen, ob die Versicherungssumme noch reicht.

Schritt für Schritt

  1. Direkt nach der Geburt das Kind bei der Krankenkasse anmelden, bei privater Versicherung binnen zwei Monaten.
  2. Die Privathaftpflicht auf einen Familientarif mit Schutz für deliktunfähige Kinder umstellen.
  3. Für jeden Elternteil eine Risikolebensversicherung abschließen, Laufzeit bis das Kind etwa 25 ist.
  4. Eine vorhandene Berufsunfähigkeitsversicherung auf die Nachversicherung bei Geburt prüfen.
  5. Eine Kinderinvaliditätsversicherung anfragen, solange das Kind gesund ist.

Checkliste

  • Kind bei der Krankenkasse oder beim Versicherer angemeldet
  • Haftpflicht im Familientarif, Baustein für Kinder unter sieben Jahren
  • Risikolebensversicherung für beide Eltern
  • Bezugsrecht der Risikolebensversicherung auf Partner oder Kind gesetzt
  • Berufsunfähigkeitsrente zum Familienbedarf passend
  • Kinderinvaliditätsversicherung geprüft
  • Versicherungssumme der Hausratversicherung nach den Anschaffungen kontrolliert

Häufige Fehler

  • Den Single-Tarif der Haftpflicht weiterlaufen lassen
  • Eine Risikolebensversicherung auf das Baby statt auf die Eltern abschließen
  • Die Unfallversicherung des Kindes für vollen Schutz halten
  • Die zwei Monate für die private Anmeldung des Kindes verpassen
  • Mit der Kinderinvaliditätsversicherung warten, bis eine erste Diagnose vorliegt

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Welche Versicherungen brauche ich vor der Geburt?

Keine ist Pflicht,

aber die Risikolebensversicherung der Eltern lässt sich schon vor der Geburt abschließen.

Je früher, desto jünger und meist gesünder sind Sie bei den Gesundheitsfragen.

Ist das Baby automatisch in meiner Haftpflicht?

Nur im Familientarif.

Im Single-Tarif ist niemand außer Ihnen versichert, dann müssen Sie umstellen.

Welche Versicherungen muss ich über die Geburt informieren?

Krankenkasse oder Krankenversicherer, Haftpflicht bei Single-Tarif,

eine Berufsunfähigkeitsversicherung,

wenn Sie nachversichern wollen,

und bei einer Risikolebensversicherung gegebenenfalls das Bezugsrecht.

Was ist wichtiger, Kinderunfall oder Kinderinvalidität?

Die Kinderinvaliditätsversicherung, weil sie auch bei Krankheit zahlt.

Die Unfallversicherung ist billiger, deckt aber nur die seltenere Ursache.

Brauche ich eine Ausbildungsversicherung für das Baby?

Als Versicherung nein.

Wer für das Kind sparen will, trennt Sparen und Absichern und nutzt dafür einen eigenen Sparplan.

Quellen

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