Alles zur Versicherung: Privathaftpflicht
Was kostet eine Privathaftpflichtversicherung?
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Kurz gesagt
Ja, wenn ich ein fremdes Handy beschädige und dafür hafte, zahlt die Privathaftpflicht: die Reparatur oder bei Totalschaden den Zeitwert. Ein neues Display für ein aktuelles iPhone kostet bei Apple 339 bis 489 Euro. Hatten Sie das Handy geliehen in der Hand, zahlt die Haftpflicht nur, wenn Ihr Tarif Leihsachen einschließt.
Was ein Handyschaden kostet und was der Schutz dagegen kostet, nach veröffentlichten Preisen.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Displaytausch iPhone 16 bei Apple | 339 Euro |
| Displaytausch iPhone 16 Plus oder 16 Pro bei Apple | 405 Euro |
| Displaytausch iPhone 16 Pro Max bei Apple | 488,99 Euro |
| Privathaftpflicht für Singles | etwa 40 bis 120 Euro im Jahr |
| Privathaftpflicht für Familien | etwa 60 bis 180 Euro im Jahr |
| Handyversicherung für das eigene Gerät | etwa 6 bis 20 Prozent des Kaufpreises |
Stand Oktober 2026.
Displaypreise sind die von Apple veröffentlichten Preise ohne Zusatzschutz;
freie Werkstätten sind oft günstiger.
Ihr Beitrag hängt vom Tarif und vom Umfang ab, das genaue Angebot holen wir ein.
Rechenbeispiel
Ein zwei Jahre altes Smartphone, Neupreis 900 Euro, Display gesprungen, sonst intakt. Sie hielten es in der Hand, es gilt als geliehen.
| Displaytausch in einer Fachwerkstatt | etwa 250 bis 340 Euro (Richtwert aus der Angebotspraxis) |
| Tarif ohne Leihsachen | 0 Euro, Sie zahlen selbst |
| Tarif mit Leihsachen, ohne Selbstbeteiligung | Reparatur wird voll gezahlt |
| Tarif mit Leihsachen, Selbstbeteiligung 300 Euro | praktisch nichts, die Reparatur liegt unter der Selbstbeteiligung |
Ob Sie 0 oder rund 300 Euro selbst tragen, entscheidet allein die Klausel zu Leihsachen. Hätten Sie das Handy nur angestoßen, ohne es zu halten, wäre es ein normaler Haftpflichtfall.
Die Privathaftpflicht zahlt, wenn Sie gesetzlich haften. Nach § 823 Abs. 1 BGB muss Schadensersatz leisten, wer fahrlässig das Eigentum eines anderen verletzt. Wer beim Gestikulieren das Handy der Kollegin vom Tisch fegt, haftet also, und die Versicherung übernimmt das für Sie.
Sie prüft dabei auch, ob Sie überhaupt haften. Läuft jemand in Sie hinein und lässt dabei sein Handy fallen, ohne dass Sie unachtsam waren, wehrt Ihre Versicherung die Forderung ab. Auch das gehört zur Leistung.
| Fall | Zahlt die Privathaftpflicht? |
|---|---|
| Sie stoßen das Handy eines Freundes vom Tisch | ja, Reparatur oder Zeitwert |
| Sie rempeln jemanden an, sein Handy fällt aufs Pflaster | ja, wenn Sie unaufmerksam waren |
| Sie lassen ein geliehenes Handy fallen | nur wenn Leihsachen im Tarif eingeschlossen sind |
| Ein geliehenes Handy geht verloren oder wird gestohlen | meist nein, Abhandenkommen ist oft ausgeschlossen |
| Ihr Kind unter 7 Jahren wirft ein fremdes Handy herunter | nur mit Baustein für nicht haftende Kinder |
| Sie beschädigen das Handy Ihres mitversicherten Partners | meist nein, Ansprüche untereinander sind eng begrenzt |
Viele Handyschäden passieren, wenn man das Gerät gerade in der Hand hat: Sie wollten nur kurz ein Foto zeigen lassen oder telefonieren. Dann gilt das Handy als geliehen. Ältere und einfache Bedingungen schließen Schäden an geliehenen, gemieteten oder geleasten Sachen ausdrücklich aus.
Bessere Tarife zahlen für Leihsachen bis zu einer eigenen Grenze, meist 10.000 oder 50.000 Euro, einzelne bis 100.000 Euro. Manche verlangen dafür eine Selbstbeteiligung, etwa 300 Euro. Verlieren oder Diebstahl eines geliehenen Handys bleiben trotzdem oft außen vor.
Ist das Handy reparierbar, zahlt die Versicherung die Reparatur. Ist es zerstört, zahlt sie den Zeitwert, also den Wert am Tag des Schadens. Weil Smartphones schnell an Wert verlieren, bekommt die geschädigte Person dann oft nur einen Bruchteil des Kaufpreises.
Das sorgt unter Freunden oft für Ärger. Sagen Sie deshalb gleich, dass ein drei Jahre altes Handy nicht zum Neupreis ersetzt wird. Den Unterschied müssen Sie rechtlich nicht tragen.
Für Ihr eigenes Handy ist die Privathaftpflicht nie zuständig. Ein gesprungenes eigenes Display zahlen Sie selbst, über eine Handyversicherung oder über eine Herstellergarantie mit Bruchschutz.
Leihen Sie sich nie fremde Geräte und haben Sie eine Haftpflicht mit hoher Grundsumme, reicht diese für fremde Handys schon aus. Der Leihsachen-Baustein lohnt sich vor allem für Menschen, die oft Kameras, Laptops oder Handys von anderen nutzen.
Wer noch nicht sieben Jahre alt ist, ist nach § 828 Abs. 1 BGB für einen Schaden nicht verantwortlich. Wirft Ihr vierjähriges Kind das Handy der Nachbarin herunter, muss rechtlich niemand zahlen. Viele Familientarife zahlen dann trotzdem, meist bis 10.000 oder 25.000 Euro.
Schäden innerhalb der Familie sind dagegen meist nicht versichert. Ansprüche zwischen Personen, die im selben Vertrag stehen, sind in vielen Bedingungen ausgeschlossen oder nur in engen Fällen gedeckt.
Fragen und Antworten
Nur wenn Ihr Tarif Schäden an geliehenen Sachen einschließt.
Einfache und ältere Tarife schließen sie aus.
Nein.
Gezahlt wird die Reparatur oder bei Totalschaden der Zeitwert.
Den Unterschied zum Neupreis trägt er selbst.
Unter sieben Jahren haftet Ihr Kind rechtlich nicht.
Viele Familientarife zahlen trotzdem, meist bis 10.000 oder 25.000 Euro.
Verlust und Diebstahl sind auch in guten Tarifen oft ausgeschlossen.
Gezahlt wird meist nur die Beschädigung.
Ja.
Versicherer verlangen oft, das Gerät oder einen Kostenvoranschlag zu sehen, bevor sie zahlen.
Bei Beträgen um 100 Euro zahlen viele selbst, damit der Vertrag ohne Schaden bleibt.
Bei einem Displaytausch über 300 Euro lohnt sich die Meldung meist.
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Alles zur Versicherung: Privathaftpflicht
Was kostet eine Privathaftpflichtversicherung?
Sind geliehene Sachen über die Haftpflicht versichert?
Nur wenn Ihr Tarif es ausdrücklich einschließt. Ältere und einfache Verträge schließen Schäde …
Haftpflicht zahlt nur den Zeitwert: Wer zahlt den Rest?
Die Haftpflicht zahlt nur den Zeitwert, weil die geschädigte Person rechtlich nur diesen Wert …
Zahlt die Haftpflicht bei Gefälligkeitsschäden?
Ja, wenn Ihr Tarif Gefälligkeitsschäden ausdrücklich einschließt. Dann zahlt die Privathaftpf …
Was kostet eine private Haftpflichtversicherung?
Eine private Haftpflichtversicherung kostet Singles meist 40 bis 120 Euro im Jahr, Familien e …
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Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO.
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Die NAMMERT Assekuradeur GmbH ist ein eigenes Unternehmen.
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