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Zahlt die Zahnzusatzversicherung bei Parodontose?

Kurz gesagt

Zahlt die Zahnzusatzversicherung bei Parodontose? Nur für das, was die Kasse nicht trägt, und nur wenn die Erkrankung bei Abschluss noch nicht bekannt war. Die systematische Behandlung zahlt die Kasse auf Antrag, samt zwei Jahren Nachsorge. Privat bleiben Zahnreinigung für 80 bis 150 Euro, Laser oder Antibiotika in der Tasche, oft 30 bis 150 Euro je Zahn.

Zahlt die Zahnzusatzversicherung bei Parodontose?

Was es kostet

Kosten rund um die Parodontitis-Behandlung, Stand 2026.

BeispielRichtwert
Grundtherapie, mittelschwere Parodontitisetwa 800 bis 1.200 Euro, Kassenleistung
Professionelle Zahnreinigungetwa 80 bis 150 Euro je Sitzung
Laserunterstützte Behandlungetwa 50 bis 150 Euro je Zahn
Vollständige Therapie für Selbstzahleretwa 1.000 bis 3.000 Euro

Preise Stand 2026 aus den genannten Kostenübersichten.

Die Erstattung durch einen Tarif und die Beträge im Rechenbeispiel sind Richtwerte aus der

Angebotspraxis.

Was Ihr Tarif zahlt, prüfen wir in den Bedingungen; das genaue Angebot holen wir ein.

Rechenbeispiel

Parodontitis drei Jahre nach Vertragsbeginn

Ein Mann, 52, hat seit drei Jahren einen Tarif mit Zahnbehandlung und Prophylaxe. Die Praxis stellt eine Parodontitis fest und empfiehlt Zusatzverfahren an sechs Zähnen.

Grundtherapie und NachsorgeKasse
Zahnreinigung vorab120 Euro
Laser an sechs Zähnen540 Euro
Erstattung 90 Prozent594 Euro

Er zahlt 66 Euro selbst statt 660 Euro. Wäre die Parodontitis schon bei Abschluss bekannt gewesen, bliebe es bei 660 Euro.

Was die Kasse bei Parodontose zahlt

Fachlich heißt die Erkrankung Parodontitis, Parodontose ist der Alltagsbegriff. Seit Juli 2021 regelt die PAR-Richtlinie, was die gesetzliche Kasse zahlt. Die Praxis stellt vor der Behandlung einen Antrag, die Kasse entscheidet.

Bezahlt werden die Reinigung der Zahnfleischtaschen, bei Bedarf eine offene Behandlung und die unterstützende Parodontitistherapie über zwei Jahre. Eine Verlängerung um bis zu sechs Monate ist auf Antrag möglich. Voraussetzung ist, dass Sie bei der Mundhygiene mitarbeiten.

Was privat bleibt

Vor der Behandlung empfehlen viele Praxen eine professionelle Zahnreinigung, die Sie selbst zahlen. Dazu kommen Zusatzverfahren wie Laser, Antibiotika direkt in die Tasche oder der Wiederaufbau von Knochen mit Membranen.

Bei der Parodontose zahlt eine Zahnzusatzversicherung genau diese Posten, wenn sie Zahnbehandlung und Prophylaxe einschließt. Reine Zahnersatztarife zahlen hier nichts.

LeistungKostenWer zahlt
Grundtherapie, mittelschweretwa 800 bis 1.200 EuroKasse nach Genehmigung
Nachsorge zwei Jahreetwa 400 bis 800 EuroKasse
Professionelle Zahnreinigung80 bis 150 Euro je SitzungSie oder Zusatzversicherung
Laser je Zahnetwa 50 bis 150 EuroSie oder Zusatzversicherung
Lokales Antibiotikum je Zahnetwa 30 bis 60 EuroSie oder Zusatzversicherung

Die Hürde bei Abschluss

Fast alle Anträge fragen nach Zahnfleischerkrankungen und laufenden Behandlungen. Ist eine Parodontitis bekannt oder schon behandelt worden, schließen viele Versicherer sie aus oder lehnen ab. Einige Tarife verzichten auf Gesundheitsfragen, zahlen dann aber nur für künftige, neu angeratene Behandlungen.

Beantworten Sie die Fragen genau. Eine verschwiegene Parodontitis kann den ganzen Vertrag kosten, nicht nur die eine Leistung.

Wann sich der Vertrag wegen Parodontose nicht lohnt

Wenn die Diagnose schon steht, zahlt kein neuer Vertrag die laufende Behandlung. Dann bleibt die Kassenleistung, und die Zusatzkosten von einigen hundert Euro tragen Sie selbst.

Sinnvoll ist ein Tarif mit Prophylaxe vorher: Er zahlt jährliche Zahnreinigung und deckt später Zusatzverfahren ab, falls die Parodontose erst nach Abschluss auftritt.

Schritt für Schritt

  1. Diagnose und Antrag an die Kasse abwarten.
  2. Kostenplan für Zusatzleistungen geben lassen.
  3. Im Tarif nachsehen, ob Zahnbehandlung und Prophylaxe eingeschlossen sind.
  4. Leistungszusage des Versicherers vor Beginn einholen.
  5. Nachsorgetermine einhalten, sonst droht ein Rückfall.

Checkliste

  • Parodontitis war bei Abschluss nicht bekannt
  • Tarif zahlt Zahnbehandlung, nicht nur Zahnersatz
  • Prophylaxe mit Jahresbudget eingeschlossen
  • Kassenantrag gestellt und genehmigt
  • Zahnstaffel der ersten Jahre geprüft

Häufige Fehler

  • Den Vertrag nach der Diagnose abschließen und auf Erstattung hoffen
  • Gesundheitsfragen zum Zahnfleisch ungenau beantworten
  • Die Nachsorge abbrechen und damit den Erfolg gefährden

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Ist Parodontose dasselbe wie Parodontitis?

Im Alltag ja.

Gemeint ist die bakterielle Entzündung des Zahnhalteapparats, fachlich Parodontitis.

Muss ich für die Kassenbehandlung etwas zahlen?

Für die genehmigte Therapie nicht.

Zusatzleistungen wie Zahnreinigung oder Laser zahlen Sie selbst.

Braucht die Kassenbehandlung einen Antrag?

Ja, außer bei pflegebedürftigen Menschen und Menschen mit Behinderung.

Zahlt die Zusatzversicherung die Zahnreinigung in der Nachsorge?

Wenn der Tarif Prophylaxe einschließt, meist bis zu einem Jahresbetrag.

Kann ich mit Parodontitis noch eine Zahnzusatz abschließen?

Teils ja, aber oft mit Ausschluss der Erkrankung oder Zuschlag.

Laufende Behandlungen sind nie versichert.

Quellen

NAMMERT Versicherungsmakler

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Mehrere möglich. Zu jeder Sparte erscheinen die Angaben, die ein Versicherer braucht.

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3Angaben zu Ihren Wünschen

Zahnzusatzversicherung

Weisheitszähne und kieferorthopädisch geschlossene Lücken zählen nicht

Zum Beispiel Parodontosebehandlung, Bonusheft seit wann

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Die NAMMERT Assekuradeur GmbH ist ein eigenes Unternehmen.

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