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Versicherungsmakler / Versicherungsfragen / Zahnzusatz

Was übernimmt die Zahnzusatzversicherung?

Kurz gesagt

Die Zahnzusatzversicherung zahlt den Teil, den die Krankenkasse offen lässt. Gute Tarife erstatten beim Zahnersatz 80 bis 100 Prozent der Rechnung inklusive Kassenzuschuss, also auch Implantate und Keramik. Je nach Tarif kommen Füllungen, Wurzel- und Parodontosebehandlung sowie ein Budget von etwa 100 bis 200 Euro im Jahr für die Zahnreinigung dazu.

Was übernimmt die Zahnzusatzversicherung?

Was es kostet

Typische Kosten und Eigenanteile, die eine Zahnzusatzversicherung abfedert.

BeispielRichtwert
Implantat mit Krone, Gesamtkosten rund 5.000 EuroEigenanteil ohne Zusatz etwa 4.300 bis 4.400 Euro
Vollkeramikkrone statt Kassenkrone, rund 800 EuroEigenanteil ohne Zusatz etwa 500 Euro
Keramikinlay, rund 900 EuroEigenanteil ohne Zusatz etwa 800 bis 850 Euro
Professionelle Zahnreinigungetwa 80 bis 120 Euro je Sitzung

Richtwerte, Stand September 2026, aus veröffentlichten Kostenbeispielen. Ihre Rechnung hängt von Praxis, Region und Befund ab. Welcher Tarif Ihre Lücke schließt, prüfen wir im Angebot.

Rechenbeispiel

Implantat im Seitenzahnbereich, Vertrag seit sechs Jahren

So teilt sich eine Rechnung von rund 5.000 Euro auf, wenn der Tarif 90 Prozent inklusive Kassenzuschuss zahlt und die Höchstbeträge der ersten Jahre abgelaufen sind.

Rechnung Implantat mit Kroneetwa 5.000 Euro
Festzuschuss der Kasseetwa 700 Euro
Tarif zahlt bis 90 Prozent der Rechnungetwa 3.800 Euro
Ihr Eigenanteiletwa 500 Euro

Ohne Zusatzversicherung blieben rund 4.300 Euro bei Ihnen, mit gutem Tarif etwa 500 Euro.

Was die Krankenkasse zahlt und was offen bleibt

Beim Zahnersatz zahlt die gesetzliche Kasse einen Festzuschuss. Er beträgt 60 Prozent der sogenannten Regelversorgung, also der einfachsten ausreichenden Lösung. Mit fünf Jahren lückenlosem Bonusheft sind es 70 Prozent, mit zehn Jahren 75 Prozent.

Wählen Sie etwas Besseres als die Regelversorgung, etwa ein Implantat statt einer Brücke oder Keramik statt Metall, bleibt der Zuschuss gleich. Alles darüber zahlen Sie selbst. Genau diese Lücke schließt die Zusatzversicherung.

Die Leistungen im Überblick

Nicht jeder Tarif zahlt alles. Die Tabelle zeigt, was gute Tarife üblicherweise umfassen und wo Sie genau hinsehen sollten.

BehandlungWas gute Tarife zahlenWorauf achten
Kronen, Brücken, Prothesen80 bis 100 Prozent inklusive KassenzuschussErstattung mit oder ohne Kassenanteil gerechnet
Implantatewie ZahnersatzBegrenzung auf eine Zahl von Implantaten je Kiefer
Knochenaufbaubei vielen Tarifen mit drinmanche Tarife schließen ihn aus
Inlays und Kunststofffüllungenoft 80 bis 100 Prozentnur in Tarifen mit Baustein Zahnbehandlung
Wurzel- und Parodontosebehandlungje nach Tarifwenn die Kasse ablehnt, zahlt nicht jeder Tarif
Professionelle ZahnreinigungBudget etwa 100 bis 200 Euro im JahrZahl der Sitzungen oder fester Eurobetrag
Kieferorthopädie Erwachseneselten und begrenztmeist nur nach Unfall oder gegen Aufpreis

Abrechnung über dem Regelsatz

Zahnärzte rechnen private Leistungen nach der Gebührenordnung für Zahnärzte ab, oft mit einem Faktor über dem einfachen Satz. Gute Tarife erstatten bis zum Höchstsatz der Gebührenordnung. Günstige Tarife begrenzen das und lassen Sie auf einem Teil sitzen.

Fragen Sie deshalb nicht nur nach dem Prozentsatz, sondern auch, bis zu welchem Faktor erstattet wird.

Was die Zahnzusatzversicherung nicht übernimmt

Behandlungen, die vor Vertragsbeginn angeraten oder begonnen wurden, sind ausgeschlossen. Fehlende Zähne bei Abschluss sind oft nicht versichert oder kosten Zuschlag. In den ersten Jahren begrenzen Höchstbeträge die Erstattung.

Rein kosmetische Leistungen wie Bleaching zahlen die meisten Tarife nicht. Kieferorthopädie für Erwachsene ist selten eingeschlossen.

Wann Sie keinen großen Tarif brauchen

Sind Ihre Zähne gesund und würden Sie bei Bedarf die Regelversorgung wählen, reicht die Kasse oft weit. Wer nur die Zahnreinigung abdecken will, zahlt mit einem reinen Prophylaxetarif häufig kaum weniger Beitrag, als er erstattet bekommt. Das Risiko liegt beim Zahnersatz, dort sollte der Schutz ansetzen.

Schritt für Schritt

  1. Klären, ob Ihnen Zahnersatz, Zahnbehandlung oder Zahnreinigung am wichtigsten ist.
  2. Erstattung inklusive Kassenzuschuss vergleichen, nicht nur den Prozentsatz.
  3. Nachfragen, bis zu welchem Gebührenfaktor erstattet wird.
  4. Höchstbeträge der ersten Jahre und Grenzen bei Implantaten prüfen.
  5. Angebote mit gleichem Leistungsumfang nebeneinanderlegen.

Checkliste

  • Zahnersatz mit mindestens 80 Prozent inklusive Kassenzuschuss
  • Implantate und Knochenaufbau eingeschlossen
  • Erstattung bis zum Höchstsatz der Gebührenordnung
  • Füllungen und Wurzelbehandlung, wenn Sie das wünschen
  • Höchstbeträge der ersten Jahre bekannt
  • Keine angeratene Behandlung offen

Häufige Fehler

  • Einen reinen Zahnreinigungstarif für einen Zahnersatzschutz halten
  • Erstattung ohne Kassenzuschuss mit Erstattung inklusive verwechseln
  • Grenzen bei Implantaten oder beim Gebührenfaktor übersehen
  • Angeratene Behandlungen im Antrag weglassen

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Zahlt die Zahnzusatzversicherung Implantate?

Gute Tarife ja, wie anderen Zahnersatz. Achten Sie auf Grenzen bei der Zahl der Implantate und beim Knochenaufbau.

Übernimmt sie die professionelle Zahnreinigung?

Viele Tarife ja, meist mit einem festen Jahresbudget von etwa 100 bis 200 Euro oder einer bestimmten Zahl an Sitzungen.

Zahlt sie auch Füllungen?

Nur Tarife mit Baustein Zahnbehandlung. Dann werden Kunststofffüllungen und Inlays oft zu 80 bis 100 Prozent erstattet.

Was ist mit Zahnspangen für Erwachsene?

Das zahlen nur wenige Tarife und meist begrenzt. Für Kinder gibt es eigene Tarife mit Kieferorthopädie.

Zahlt sie auch ohne Kassenzuschuss?

Viele Tarife leisten auch, wenn die Kasse nichts gibt, etwa bei Inlays. Einige ziehen dann aber einen fiktiven Zuschuss ab. Fragen Sie danach.

Muss ich in Vorleistung gehen?

Meist ja. Sie bezahlen die Rechnung und reichen sie mit dem Heil- und Kostenplan ein. Vor größeren Behandlungen lohnt es, den Plan vorab zur Prüfung zu schicken.

Quellen

NAMMERT Versicherungsmakler

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