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Versicherungsmakler / Versicherungsfragen / Kfz-Versicherung

Bin ich beim Carsharing versichert?

Kurz gesagt

Bin ich beim Carsharing versichert? Ja, das Auto hat eine Haftpflicht und meist eine Vollkasko des Anbieters. Ihr Risiko ist die Selbstbeteiligung: je nach Anbieter und Wagenklasse etwa 1.400 bis 2.500 Euro je Schaden. Gegen eine Gebühr senken viele Anbieter sie, etwa auf 300 Euro für 60 Euro im Jahr. Ihre eigenen Verletzungen als Fahrer deckt die Haftpflicht nicht.

Bin ich beim Carsharing versichert?

Was es kostet

Veröffentlichte Selbstbeteiligungen und Gebühren von Carsharing-Anbietern in Deutschland.

BeispielRichtwert
Selbstbeteiligung Klein- und Mittelklasse1.400 Euro je Schaden
Selbstbeteiligung große Wagen2.500 Euro je Schaden
Höchstbetrag ohne Schutzpaket bei einem Stationsanbieter1.800 Euro je Schaden
Schutzpaket60 Euro im Jahr, danach höchstens 300 Euro je Schaden
Pauschale Unfallbearbeitung130 Euro

Stand Oktober 2026 aus Preislisten zweier Anbieter.

Andere Anbieter haben andere Beträge, maßgeblich sind die AGB bei Buchung.

Rechenbeispiel

Parkrempler mit dem Carsharing-Kleinwagen

Beim Ausparken streifen Sie einen Poller. Schaden am Carsharing-Auto 2.200 Euro.

Ohne Schutzpaket1.400 Euro Selbstbeteiligung
Unfallbearbeitung130 Euro
Mit Jahrespaket bei einem Stationsanbieterhöchstens 300 Euro
Ihre eigene SF-Klasseunverändert

Ein einziger Rempler kostet ohne Paket gut 1.500 Euro. Wer regelmäßig fährt, spart mit einem Schutzpaket schnell.

Was beim Carsharing versichert ist

Jedes Carsharing-Auto hat eine Kfz-Haftpflicht. Sie zahlt Schäden, die Sie anderen zufügen, an Autos, Radfahrern oder Fußgängern. Dazu kommt bei den meisten Anbietern eine Vollkasko für Schäden am Carsharing-Auto selbst.

Die Versicherung läuft auf den Anbieter. Ein Unfall belastet deshalb nicht Ihre eigene Schadenfreiheitsklasse, falls Sie privat ein Auto versichert haben.

SchadenWer zahlt
Sie fahren einem anderen Auto aufHaftpflicht des Anbieters
Delle am Carsharing-AutoVollkasko des Anbieters, Sie zahlen die Selbstbeteiligung
Sie werden selbst verletzt, Unfall selbst verschuldetnicht die Haftpflicht, nur eigene Unfall- oder Fahrerschutzversicherung
Knöllchen und BlitzerSie, oft mit Bearbeitungsgebühr

Die Selbstbeteiligung ist Ihr eigentliches Risiko

Die Selbstbeteiligung im Carsharing ist deutlich höher als in einer privaten Vollkasko. Veröffentlichte Preislisten nennen 1.400 Euro für Klein- und Mittelklasse, 1.750 Euro für Premiumautos und 2.500 Euro für große Wagen. Ein anderer Anbieter nennt bis zu 1.800 Euro je Schadenfall.

Dazu kommen Gebühren: etwa 130 Euro Pauschale für die Unfallbearbeitung oder rund 30 Euro, wenn Sie einen Schaden zu spät oder unvollständig melden.

Selbstbeteiligung senken oder absichern

Viele Anbieter bieten ein Schutzpaket gegen Aufpreis an. Bei einem Anbieter senkt ein Jahrespaket für 60 Euro die Selbstbeteiligung von bis zu 1.800 Euro auf höchstens 300 Euro. Wer mehrmals im Monat fährt, ist damit meist besser dran.

Wer selten fährt, zahlt das Paket oft umsonst. Dann lohnt eher ein Blick auf eigene Policen, die Selbstbeteiligungen bei Mietwagen und Carsharing erstatten. Ob Carsharing dort eingeschlossen ist, steht in den Bedingungen.

Wo Carsharing-Schutz endet

Die Haftpflicht zahlt nie für Ihre eigenen Verletzungen, wenn Sie den Unfall selbst verursacht haben. Dafür brauchen Sie eine Unfallversicherung oder eine Fahrerschutzversicherung, die ausdrücklich auch fremde Autos abdeckt.

Ihre Privathaftpflicht hilft beim Carsharing nicht: Die Musterbedingungen schließen Schäden durch den Gebrauch eines Kraftfahrzeugs aus. Und bei grober Fahrlässigkeit, etwa unter Alkohol, können die AGB Sie über die Selbstbeteiligung hinaus haften lassen.

Schritt für Schritt

  1. Vor der ersten Fahrt die Selbstbeteiligung in den AGB nachlesen.
  2. Prüfen, ob ein Schutzpaket angeboten wird und was es kostet.
  3. Vor dem Losfahren das Auto auf Schäden prüfen und in der App melden.
  4. Nach einem Unfall sofort den Anbieter informieren, bei Fremdschaden die Polizei rufen.
  5. Eigene Unfall- oder Fahrerschutzversicherung auf fremde Autos prüfen.

Checkliste

  • Selbstbeteiligung bekannt
  • Schutzpaket geprüft
  • Vorschäden vor Fahrtbeginn gemeldet
  • Meldefrist für Schäden bekannt
  • Eigener Personenschutz als Fahrer geklärt

Häufige Fehler

  • Vorschäden nicht melden und später dafür haften
  • Annehmen, die Privathaftpflicht zahle die Selbstbeteiligung
  • Schaden zu spät melden und Gebühren riskieren

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Brauche ich eine eigene Versicherung für Carsharing?

Nein, Haftpflicht und meist Vollkasko sind beim Anbieter dabei.

Sinnvoll kann eine Absicherung der Selbstbeteiligung sein.

Verliere ich nach einem Carsharing-Unfall SF-Klassen?

Nein, der Vertrag läuft beim Anbieter, nicht bei Ihnen.

Wer zahlt meine Verletzungen?

Bei einem selbst verschuldeten Unfall nur eine Unfall- oder Fahrerschutzversicherung,

nicht die Haftpflicht des Autos.

Zahlt die Privathaftpflicht Schäden am Carsharing-Auto?

Nein, Schäden durch den Gebrauch eines Kraftfahrzeugs sind dort ausgeschlossen.

Lohnt das Schutzpaket?

Bei regelmäßigen Fahrten meist ja.

Bei einer Fahrt im Jahr eher nicht.

Quellen

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Sie vermittelt Ihren Vertrag nicht.

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