Haften Softwarefirmen ab Dezember 2026 wie Produkthersteller?
Ja, Softwarefirmen haften für Software, die ab dem 9. Dezember 2026 in Verkehr kommt, wie Pro …
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Kurz gesagt
Ja, es gibt eine Versicherung gegen Fehler von künstlicher Intelligenz, aber nur als Spezialdeckung für Unternehmen: bei einem großen Rückversicherer seit 2018, am Londoner Markt für Chatbot-Fehler seit 2025. Preise werden nicht veröffentlicht. Meist sichern Firmen KI-Fehler über Vermögensschadenhaftpflicht und Cyberversicherung ab, ab etwa 590 bis 1.060 Euro im Jahr.
Öffentlich genannte Beiträge für Deckungen, die KI-Fehler heute meist auffangen, dazu die Spezialdeckung.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| IT-Freelancer, 75.000 bis 100.000 Euro Umsatz, 1 Mio. Euro Vermögensschäden, Cyberbaustein 150.000 Euro | 588 Euro netto, 699 Euro brutto im Jahr |
| Cyberversicherung Softwareentwicklung, 750.000 bis 1 Mio. Euro Umsatz, Summe 250.000 Euro | ab etwa 646 Euro im Jahr |
| Cyberversicherung Softwareentwicklung, 750.000 bis 1 Mio. Euro Umsatz, Summe 1 Mio. Euro | ab etwa 1.061 Euro im Jahr |
| Spezialdeckung für KI-Leistung über einen Partner des Rückversicherers | Kapazität zunächst bis 15 Mio. Euro, Prämie nicht veröffentlicht |
Richtwerte, Stand Oktober 2026, aus öffentlich genannten Beitragsbeispielen;
das Beispiel mit Cyberbaustein kann älter sein.
Die Spanne für die Vermögensschadenhaftpflicht im Rechenbeispiel ist ein Richtwert aus der
Angebotspraxis.
Ihr Beitrag hängt von Umsatz, Summe und KI-Einsatz ab.
Rechenbeispiel
So sichert eine Agentur KI-Fehler ab, die Kundentexte mit KI entwirft und von Menschen prüfen lässt.
| Cyberversicherung, Summe 1 Mio. Euro | ab etwa 1.061 Euro |
| Vermögensschadenhaftpflicht, Summe 1 Mio. Euro | etwa 600 bis 1.000 Euro |
| Eigene KI-Spezialdeckung | nicht nötig, da Menschen jeden Text prüfen |
Zusammen etwa 1.660 bis 2.060 Euro im Jahr. Eine KI-Spezialdeckung würde erst nötig, wenn die Agentur Kunden eine Trefferquote ihrer KI garantiert.
Eine Versicherung gegen KI-Fehler zahlt, wenn ein KI-Modell schlechter arbeitet als zugesagt und daraus ein Geldschaden entsteht. Anders als die Cyberversicherung schaut sie nicht auf Hackerangriffe, sondern darauf, ob die Ergebnisse der KI stimmen.
Ein großer Rückversicherer bietet dafür mehrere Bausteine an: Leistungsgarantien für KI-Anbieter, Eigenschäden für Firmen, die KI einsetzen, und Haftpflicht bei diskriminierenden KI-Entscheidungen oder Urheberrechtsansprüchen. Die erste Police dieser Art gab es dort 2018 für ein Modell zur Betrugserkennung.
| Baustein | Für wen | Was gezahlt wird |
|---|---|---|
| Leistungsgarantie | Anbieter von KI | Schäden der Kunden, wenn die KI die zugesagte Leistung verfehlt |
| Eigenschaden | Firmen, die KI einsetzen | eigener Geldverlust durch schwache KI-Ergebnisse |
| Haftpflicht | Anbieter und Anwender | Ansprüche wegen diskriminierender KI-Entscheidungen |
| Urheberrecht | Anbieter und Anwender generativer KI | Ansprüche und Rechtskosten, wenn KI-Ausgaben fremde Werke verletzen |
Seit Mai 2025 bieten Versicherer am Londoner Markt Policen gegen Fehler von KI-Chatbots an. Gezahlt werden Schadenersatz und Anwaltskosten, wenn ein Unternehmen verklagt wird, weil sein Chatbot Kunden falsch informiert hat.
Ausgelöst wird die Leistung, wenn die Trefferquote des Modells deutlich unter die erwartete Leistung fällt. Ein einzelner Ausrutscher reicht also nicht, es zählt die gemessene Leistung der KI.
Viele Schäden durch KI landen in Verträgen, die Sie schon kennen. Entscheidend ist die Art des Schadens, nicht ob ein Mensch oder eine KI den Fehler gemacht hat.
Lassen Sie sich bei jeder Police schriftlich bestätigen, dass der Einsatz von KI-Werkzeugen nicht ausgeschlossen ist. Ausdrückliche Regeln zu KI stehen bisher selten in den Bedingungen.
| Schaden durch KI | Passende Police |
|---|---|
| KI-gesteuerte Maschine verletzt einen Besucher | Betriebshaftpflicht |
| Falsche KI-Auskunft kostet einen Kunden Geld | Vermögensschadenhaftpflicht oder IT-Haftpflicht |
| Angriff auf Ihr KI-System, Daten gestohlen | Cyberversicherung |
| Ihre KI verfehlt eine vertraglich zugesagte Trefferquote | nur eine KI-Spezialdeckung |
| KI-Bild verletzt fremde Rechte | Medien- oder Vermögensschadenhaftpflicht mit Urheberrecht |
Nutzen Sie KI nur für Entwürfe, die ein Mensch vor dem Versand prüft, reicht meist eine gute Vermögensschadenhaftpflicht, solange sie KI nicht ausschließt. Eine eigene KI-Versicherung ist dann teurer Zusatz ohne echten Mehrwert.
Sinnvoll wird die Spezialdeckung, wenn Sie KI verkaufen und Kunden eine Leistung garantieren, oder wenn Ihre KI ohne menschliche Prüfung entscheidet, etwa über Kredite, Bewerbungen oder Preise.
Die EU-Richtlinie 2024/2853 zählt Software und damit auch KI zu den Produkten. Der Bundestag hat das neue Produkthaftungsgesetz am 08.10.2026 beschlossen; es soll am 09.12.2026 in Kraft treten und gilt für Produkte, die ab dann in Verkehr kommen.
Wer KI-Software anbietet, haftet dann ohne Verschulden für Personenschäden, Sachschäden und zerstörte private Daten. Die Haftungsgrenze von 85 Millionen Euro und die Selbstbeteiligung von 500 Euro fallen weg. Prüfen Sie deshalb, ob Ihre Produkthaftpflicht Software einschließt.
Norman Nammert vermittelt als Versicherungsmakler Haftpflicht- und Cyberdeckungen für Firmen, die KI einsetzen. Die Courtage zahlt der Versicherer, für Sie ist die Beratung kostenlos.
Fragen und Antworten
In der Regel nicht.
Cyberpolicen zielen auf Angriffe, Datenverlust und Betriebsunterbrechung.
Schadenersatz wegen falscher Auskunft ist ein Fall für die Vermögensschadenhaftpflicht.
Für Spezialdeckungen gibt es keine veröffentlichten Preise;
die Prämie richtet sich nach Qualität und Stabilität des Modells.
Cyber und Vermögensschadenhaftpflicht zusammen kosten kleine Firmen ab etwa 1.200 bis 2.000 Euro
im Jahr.
Die bekannten Deckungen richten sich an Unternehmen.
Schäden,
die Sie privat einem anderen zufügen, deckt die Privathaftpflicht,
auch wenn Sie dabei eine KI genutzt haben.
Ja, wenn er in Textform danach fragt.
Nach § 19 VVG müssen Sie gefragte gefahrerhebliche Umstände vollständig angeben,
sonst kann er vom Vertrag zurücktreten.
Gegenüber Ihren Kunden haften zunächst Sie.
Ob Sie beim Anbieter Rückgriff nehmen können, regelt Ihr Vertrag mit ihm;
ab 09.12.2026 kommt bei Personen-, Sach- und privaten Datenschäden die Produkthaftung hinzu.
NAMMERT Versicherungsmakler
Wir vergleichen Versicherer und melden uns.
Kostenlos, die Vergütung zahlt der Versicherer.
Danke, Ihre Anfrage ist bei uns.
Wir melden uns innerhalb eines Werktags. Wenn etwas eilt: 03375 / 29 12 77.
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Ihr Makler: Norman Nammert, unter der Marke NAMMERT.
Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO.
Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37.
Die NAMMERT Assekuradeur GmbH ist ein eigenes Unternehmen.
Sie vermittelt Ihren Vertrag nicht.
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