Alles zur Versicherung: Berufsunfähigkeit
Brauche ich eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
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Kurz gesagt
Eine Schwere-Krankheiten-Versicherung zahlt einmalig eine vereinbarte Summe, wenn bei Ihnen eine im Vertrag genannte Krankheit wie Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall im festgelegten Schweregrad festgestellt wird. Für 50.000 Euro zahlt ein gesunder 42-Jähriger rund 35 Euro im Monat. Psyche und Rücken sind meist nicht versichert, deshalb ersetzt sie keine Berufsunfähigkeitsversicherung.
Veröffentlichtes Beitragsbeispiel für einen angestellten Nichtraucher, 42 Jahre, Laufzeit bis 67, ohne Vorerkrankungen, Stand Januar 2026.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Versicherungssumme 10.000 Euro | rund 13 Euro im Monat |
| Versicherungssumme 50.000 Euro | rund 35 Euro im Monat |
| Versicherungssumme 100.000 Euro | rund 61 Euro im Monat |
| Übliche Spanne je nach Alter und Summe | etwa 10 bis 60 Euro im Monat |
| Zum Vergleich: Berufsunfähigkeitsversicherung | etwa 50 bis 300 Euro im Monat |
Beitragsbeispiele aus einer veröffentlichten Marktübersicht, Stand 27.01.2026.
Die Rechnung im Beispiel ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis.
Ihr Beitrag hängt von Alter, Gesundheit, Summe und Rauchen ab; das genaue Angebot holen wir ein.
Rechenbeispiel
Sie bekommt wegen einer früheren Depression keine Berufsunfähigkeitsversicherung und wählt eine Schwere-Krankheiten-Versicherung über 75.000 Euro bis 67.
| Beitrag laut Beispiel | rund 47 Euro im Monat |
| Beitrag über 25 Jahre | rund 14.100 Euro |
| Herzinfarkt mit 50, nach drei Monaten Karenz | 75.000 Euro auf einmal |
| Erneute Depression mit 50 | 0 Euro |
Bei einer versicherten Diagnose deckt die Summe gut fünf Jahre Kreditrate von 1.200 Euro. Gegen die häufigste Ursache in ihrem Fall schützt sie nicht.
Die Schwere-Krankheiten-Versicherung, oft auch Dread-Disease-Versicherung genannt, zahlt eine feste Summe aus, sobald eine versicherte Krankheit festgestellt ist. Ob Sie noch arbeiten können, spielt dabei keine Rolle. Das Geld steht Ihnen frei zur Verfügung, etwa für den Kredit, einen Umbau oder eine Auszeit.
Bezahlt wird nur, wenn die Krankheit den im Bedingungswerk beschriebenen Schweregrad erreicht. Krebs im frühen Stadium führt deshalb oft zu keiner Zahlung. Zwischen Diagnose und Auszahlung liegt meist eine Karenzzeit von 14 oder 28 Tagen, die Sie überleben müssen; bei Herzinfarkt, Schlaganfall oder Koma sind es oft drei Monate.
Jeder Tarif hat eine eigene Liste. Krebs, Herzinfarkt und Schlaganfall sind fast immer dabei, weil auf sie die meisten Leistungsfälle entfallen. Entscheidend ist aber nicht die Zahl der Krankheiten auf der Liste, sondern wie eng jede einzelne definiert ist.
| Diagnose | Worauf Sie in den Bedingungen achten |
|---|---|
| Krebs | ab welchem Stadium gezahlt wird; frühe Formen sind oft ausgenommen |
| Herzinfarkt und Schlaganfall | welche Nachweise verlangt werden und wie lange die Karenzzeit ist |
| Nierenversagen | oft nur versichert, wenn beide Nieren betroffen sind |
| Taubheit | oft erst ab 80 Prozent Hörverlust trotz Hörgerät |
| Unfallfolgen | Verlust von Gliedmaßen oder schwere Verbrennungen, teils doppelt zur Unfallversicherung |
Die häufigsten Gründe, warum Menschen nicht mehr arbeiten können, deckt eine Schwere-Krankheiten-Versicherung gerade nicht ab: psychische Erkrankungen wie Depressionen sowie Rücken, Gelenke und Rheuma. Psychische Leiden machen nach Marktanalysen mehr als ein Drittel aller Fälle von Berufsunfähigkeit aus.
Dazu kommt: Mit der Auszahlung endet der Vertrag meist. Erkranken Sie später ein zweites Mal schwer, gibt es kein Geld mehr. Und eine Einmalsumme von 50.000 Euro ersetzt kein Einkommen über zwanzig Jahre.
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt eine Monatsrente bei jeder gesundheitlichen Ursache, auch bei Psyche und Rücken. Sie kostet je nach Beruf und Gesundheit etwa 50 bis 300 Euro im Monat. Wer sie bekommt, ist damit besser geschützt.
Die Schwere-Krankheiten-Versicherung ist sinnvoll, wenn weder Berufsunfähigkeits- noch Erwerbsunfähigkeitsversicherung zu bekommen sind, etwa nach psychischen Vorerkrankungen. Auch hier gibt es Gesundheitsfragen: Bei Vorerkrankungen kann der Versicherer einen Zuschlag verlangen, die Krankheit ausschließen oder ablehnen.
Haben Sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung und genug Rücklagen für Behandlung und Umbau, bringt eine zusätzliche Schwere-Krankheiten-Versicherung wenig. Eine reine Krebsversicherung, die nur bei einer einzigen Krankheit zahlt, ist als alleiniger Schutz nicht zu empfehlen.
Sinnvoll kann die Einmalsumme als Ergänzung sein: für Selbstständige, die den Betrieb überbrücken müssen, oder für Familien mit Immobilienkredit.
Fragen und Antworten
In aller Regel nicht.
Psychische Erkrankungen gehören nicht zu den versicherten schweren Krankheiten.
Nein, die Einmalsumme aus der Schwere-Krankheiten-Versicherung ist in der Regel steuerfrei.
Meist endet der Vertrag.
Eine spätere zweite Erkrankung ist dann nicht mehr versichert.
Ja.
Vorerkrankungen können zu Zuschlag, Ausschluss oder Ablehnung führen.
Als einziger Schutz kaum, weil sie bei allen anderen Krankheiten nichts zahlt.
Als kleine Ergänzung zur BU kann sie passen.
So hoch, dass Kreditrest, Umbau und eine Auszeit von ein bis zwei Jahren bezahlt sind,
oft 50.000 bis 100.000 Euro.
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Was kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
Für 1.500 Euro Monatsrente bis 67 zahlen Sie mit 30 Jahren im Büro oft rund 70 Euro im Monat. …
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Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37.
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