Welche Krankenversicherung brauchen Beamte?
Was die meisten Beamten brauchen, ist die Beihilfe zusammen mit einer privaten Restkostenvers …
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Kurz gesagt
Welche Versicherungen Beamte im Verwaltungsdienst brauchen, lässt sich klar ordnen: zuerst die private Krankenversicherung zur Beihilfe, dann eine Privathaftpflicht mit Diensthaftpflicht für etwa 90 Euro im Jahr und eine Absicherung gegen Dienstunfähigkeit, solange noch kein Ruhegehalt besteht. Mit 30 Jahren kostet die Krankenversicherung meist 250 bis 400 Euro im Monat.
Richtwerte aus veröffentlichten Tarifbeispielen für Beamte, Stand 2025 und 2026.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Diensthaftpflicht Verwaltung, Baustein allein | etwa 33 Euro im Jahr |
| Privathaftpflicht mit Diensthaftpflicht Verwaltung | etwa 90 Euro im Jahr |
| Geldschäden von 3.000 auf 250.000 Euro erhöhen | etwa 105 Euro im Jahr zusätzlich, netto |
| Krankenversicherung zur Beihilfe, 30 Jahre, 50 Prozent Beihilfe | etwa 250 bis 400 Euro im Monat |
| Dienstunfähigkeit, gehobener Dienst, 30 Jahre, 2.000 Euro Rente | ab etwa 78 Euro im Monat |
| Rechtsschutz Privat und Beruf, eine Person | etwa 250 Euro im Jahr |
Richtwerte aus öffentlich genannten Beiträgen;
die Gesetzesstellen und die Musterbedingungen sind geprüft.
Ihr Beitrag hängt von Dienstherr, Alter, Gesundheit und Summen ab;
das genaue Angebot holen wir ein.
Rechenbeispiel
So setzt sich der Schutz zusammen, wenn sie mit den wichtigsten Bausteinen beginnt.
| Krankenversicherung zur Beihilfe | etwa 250 bis 400 Euro im Monat |
| Dienstunfähigkeit, 2.000 Euro Rente | ab etwa 78 Euro im Monat |
| Privathaftpflicht mit Dienstbaustein, 90 Euro im Jahr | etwa 7,50 Euro im Monat |
| Rechtsschutz Privat und Beruf, 250 Euro im Jahr | etwa 21 Euro im Monat |
Zusammen etwa 360 bis 510 Euro im Monat, den größten Teil macht die Krankenversicherung aus.
Beamte im Verwaltungsdienst bekommen keinen Arbeitgeberanteil zur Krankenversicherung, sondern Beihilfe: Der Dienstherr erstattet einen festen Teil der Arzt- und Klinikkosten. Beim Bund sind das 50 Prozent für Aktive und 70 Prozent ab zwei Kindern oder im Ruhestand. Den Rest versichern Sie privat.
Unfälle im Dienst und auf dem direkten Weg zur Dienststelle gelten als Dienstunfall nach Paragraf 31 Beamtenversorgungsgesetz. Dafür zahlt die Dienstunfallfürsorge. Deshalb sind Beamte nach Paragraf 4 SGB VII nicht in der gesetzlichen Unfallversicherung. Unfälle in der Freizeit deckt keiner von beiden.
Schädigen Sie im Dienst einen Bürger, haftet nach Artikel 34 Grundgesetz zuerst der Staat. Bei grober Fahrlässigkeit holt er sich das Geld von Ihnen zurück. Für Schäden am Dienstherrn selbst gilt Paragraf 75 Bundesbeamtengesetz beim Bund und Paragraf 48 Beamtenstatusgesetz in Ländern und Kommunen.
In der Verwaltung sind es selten Sachschäden, sondern verlorene Generalschlüssel und reine Geldschäden, etwa eine versäumte Frist bei Fördermitteln oder ein fehlerhafter Bescheid. Grundtarife der Diensthaftpflicht decken Geldschäden oft nur mit wenigen Tausend Euro. Wer mit Haushalt, Vergabe oder Kasse zu tun hat, sollte die Summe erhöhen.
Ein Ruhegehalt gibt es nach Paragraf 4 Beamtenversorgungsgesetz erst nach fünf Jahren Dienstzeit. Wer als Beamter auf Probe im Verwaltungsdienst krank wird, wird in der Regel entlassen und in der gesetzlichen Rente nachversichert. Dann bleibt meist nur eine kleine Erwerbsminderungsrente.
Diese Lücke schließt eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit echter Dienstunfähigkeitsklausel. Sie zahlt, sobald der Dienstherr Sie wegen Dienstunfähigkeit entlässt oder in den Ruhestand versetzt. Für Lebenszeitbeamte mit vielen Dienstjahren wird sie weniger wichtig, weil das Ruhegehalt dann höher ist.
Streit um Beförderung, Versetzung, Beihilfe oder Versorgung läuft vor dem Verwaltungsgericht. Nach den Musterbedingungen des Versicherungsverbands deckt der Arbeits-Rechtsschutz auch öffentlich-rechtliche Dienstverhältnisse, soweit es um dienst- und versorgungsrechtliche Ansprüche geht.
Ein Disziplinarverfahren ist ein eigener Baustein, der Disziplinar- und Standes-Rechtsschutz. Er hat nach den Musterbedingungen keine Wartezeit, der Arbeits-Rechtsschutz dagegen meist drei Monate. Wer bereits Streit absehen kann, schließt also zu spät ab.
Die Tabelle ordnet nach Dringlichkeit. Die Krankenversicherung ist faktisch Pflicht, die übrigen Bausteine richten sich nach Dienstjahren und Aufgaben.
| Rang | Versicherung | Richtwert |
|---|---|---|
| 1 | Private Krankenversicherung zur Beihilfe | etwa 250 bis 400 Euro im Monat mit 30 |
| 2 | Privathaftpflicht mit Diensthaftpflicht | etwa 90 Euro im Jahr |
| 3 | Berufsunfähigkeit mit Dienstunfähigkeitsklausel | ab etwa 78 Euro im Monat für 2.000 Euro Rente |
| 4 | Rechtsschutz Privat und Beruf | etwa 250 Euro im Jahr |
| später | Unfallversicherung für die Freizeit | etwa 60 bis 180 Euro im Jahr |
Eine Unfallversicherung nur für den Dienst ist doppelt, weil die Dienstunfallfürsorge dort schon zahlt. Sinnvoll ist sie höchstens für die Freizeit. Eine Vermögensschadenhaftpflicht als eigener Vertrag braucht nur, wer im Verwaltungsdienst über größere Geldbeträge entscheidet; sonst reicht der Baustein.
Für Selbstständige gibt es eigene Seiten nach Betriebsart. Diese Seite betrifft nur Beamte und Tarifbeschäftigte im Verwaltungsdienst.
Fragen und Antworten
Vorgeschrieben ist sie nicht.
Da Sie bei grober Fahrlässigkeit voll haften,
ist sie für rund 33 Euro im Jahr als Baustein aber fast immer sinnvoll.
Ja,
der direkte Weg zwischen Wohnung und Dienststelle zählt nach Paragraf 31 Beamtenversorgungsgesetz
zum Dienst.
Umwege sind nur in bestimmten Fällen gedeckt, etwa für die Kinderbetreuung.
Meist nur in Ländern mit pauschaler Beihilfe,
etwa für Familien mit einem Verdiener oder bei schweren Vorerkrankungen.
Ohne sie zahlen Sie den vollen Kassenbeitrag allein.
Nach fünf Jahren Dienstzeit.
Vorher nur, wenn die Dienstunfähigkeit auf einem Dienstunfall beruht.
Wenn der Arbeits-Rechtsschutz öffentlich-rechtliche Dienstverhältnisse einschließt, ja,
soweit es um dienst- und versorgungsrechtliche Ansprüche geht.
Prüfen Sie den Wortlaut Ihres Vertrags.
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