Was ist eine Dienstunfähigkeitsversicherung für Beamte?
Das ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer Zusatzklausel: Sie zahlt schon dann, we …
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Kurz gesagt
Welche Versicherungen Berufsfeuerwehrleute brauchen, hängt vor allem an der Gesundheit: Wer im Einsatzdienst nicht mehr tauglich ist, verliert schnell sein Einkommen. Zuerst kommen daher Krankenversicherung zur Beihilfe und eine Dienstunfähigkeitsabsicherung, dann die Diensthaftpflicht für etwa 71 Euro im Jahr als Baustein oder 129 Euro zusammen mit der Privathaftpflicht.
Richtwerte aus veröffentlichten Beiträgen für Feuerwehr und öffentlichen Dienst.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Diensthaftpflicht Berufsfeuerwehr, Baustein allein | etwa 71 Euro im Jahr |
| Privathaftpflicht mit Diensthaftpflicht Berufsfeuerwehr | etwa 129 Euro im Jahr |
| Dienstunfähigkeit, mittlerer Dienst, 25 Jahre, 1.500 Euro Rente, Verwaltung als Basis | ab etwa 48 Euro im Monat |
| Aufschlag für Polizei oder Feuerwehr mit besonderer Dienstunfähigkeit | oft 20 bis 50 Prozent |
| Krankenversicherung zur Beihilfe, 30 Jahre | etwa 250 bis 400 Euro im Monat |
| Unfallversicherung, 100.000 Euro Grundsumme | etwa 60 bis 260 Euro im Jahr je nach Berufsgruppe |
Die Beiträge stammen aus veröffentlichten Tarifbeispielen; die Gesetzesstellen sind geprüft.
Der Aufschlag für Vollzugsdienste und der Hinweis zu Dienstfahrzeugen sind Richtwerte aus der
Angebotspraxis, ebenso die Werte im Rechenbeispiel.
Ihr Beitrag hängt von Land, Alter und Gesundheit ab; das genaue Angebot holen wir ein.
Rechenbeispiel
Drei Jahre im Dienst, noch Beamter auf Probe, pendelt 40 Kilometer zur Wache.
| Krankenversicherung zur Beihilfe | etwa 230 bis 350 Euro im Monat |
| Dienstunfähigkeit 1.500 Euro Rente mit Aufschlag | etwa 60 bis 75 Euro im Monat |
| Privathaftpflicht mit Dienstbaustein, 129 Euro im Jahr | etwa 11 Euro im Monat |
| Unfallversicherung Freizeit | etwa 10 bis 20 Euro im Monat |
Zusammen etwa 310 bis 455 Euro im Monat. Die Dienstunfähigkeit ist hier wichtiger als jeder andere Baustein, weil noch kein Ruhegehalt besteht.
Die meisten Kräfte der Berufsfeuerwehr sind Beamte im feuerwehrtechnischen Dienst einer Stadt. Ein Unfall im Einsatz, bei Übung oder auf dem direkten Weg zur Wache ist ein Dienstunfall nach Paragraf 31 Beamtenversorgungsgesetz. Behandlung, Unfallausgleich und bei Dienstunfähigkeit ein Unfallruhegehalt kommen dann vom Dienstherrn.
Für Krankheiten gilt das nicht. Ein Ruhegehalt wegen Dienstunfähigkeit aus Krankheit gibt es nach Paragraf 4 Beamtenversorgungsgesetz erst nach fünf Jahren Dienstzeit. Tarifbeschäftigte, etwa in Werkfeuerwehren, sind dagegen in der gesetzlichen Unfallversicherung und haben keine Beihilfe.
Atemschutz, Hitze, Schichtdienst und schweres Heben verlangen eine Gesundheit, die über den Bürodienst hinausgeht. Ob Ihr Land eine eigene Feuerwehrdienstunfähigkeit kennt, regelt jedes Landesbeamtengesetz selbst. Bayern etwa hat für die Polizei in Artikel 128 eine eigene Regel, für die Feuerwehr verweist Artikel 132 nur auf die besondere Altersgrenze.
Für Ihre Absicherung heißt das: Die Berufsunfähigkeitsversicherung braucht eine echte Dienstunfähigkeitsklausel, die ausdrücklich den feuerwehrtechnischen Dienst oder eine besondere Dienstunfähigkeit einschließt. Nur dann zahlt sie, wenn Sie den Einsatzdienst verlieren, aber noch in der Leitstelle arbeiten könnten.
Im Einsatz haftet gegenüber Bürgern zuerst die Stadt nach Artikel 34 Grundgesetz. Bei grober Fahrlässigkeit kann sie sich das Geld nach Paragraf 48 Beamtenstatusgesetz von Ihnen zurückholen, etwa nach einem Unfall mit dem Löschfahrzeug bei Rot ohne Sondersignal.
Deshalb kostet die Diensthaftpflicht für Berufsfeuerwehrleute mehr als für die Verwaltung. Prüfen Sie, ob Schäden an Dienstfahrzeugen und an Geräten wie Drehleiter oder Atemschutz eingeschlossen sind. Viele Tarife decken Dienstfahrzeuge nur eingeschränkt.
Wer im 24-Stunden-Dienst arbeitet, pendelt oft weit zur Wache. Der direkte Weg gilt als Dienstweg, ein Schaden am eigenen Auto ist damit aber nicht gedeckt. Hier hilft nur die eigene Kfz-Versicherung, mit Vollkasko, wenn das Auto neu oder finanziert ist.
Eine private Unfallversicherung lohnt sich für die Freizeit, weil die Dienstunfallfürsorge nur im Dienst zahlt. Achten Sie darauf, dass der Beruf richtig angegeben ist, sonst droht eine Kürzung.
Die Tabelle ordnet nach Dringlichkeit, die Beiträge sind Richtwerte.
| Rang | Versicherung | Richtwert |
|---|---|---|
| 1 | Krankenversicherung zur Beihilfe | etwa 250 bis 400 Euro im Monat mit 30 |
| 2 | Berufsunfähigkeit mit Dienstunfähigkeitsklausel für den Einsatzdienst | oft 20 bis 50 Prozent über dem Verwaltungsdienst |
| 3 | Privathaftpflicht mit Diensthaftpflicht | etwa 129 Euro im Jahr |
| 4 | Unfallversicherung für die Freizeit | etwa 60 bis 180 Euro im Jahr |
| nach Bedarf | Rechtsschutz Privat und Beruf | etwa 250 Euro im Jahr |
Eine Unfallversicherung nur für Einsätze ist überflüssig, dort zahlt die Dienstunfallfürsorge. Viele Gewerkschaften und Verbände schließen eine Diensthaftpflicht für Mitglieder ein, prüfen Sie die Summen vor einem eigenen Vertrag.
Ehrenamtliche Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr und Selbstständige sind nicht Thema dieser Seite. Für Betriebe gibt es eigene Seiten nach Betriebsart.
Fragen und Antworten
Beamte nicht, für sie gilt die Dienstunfallfürsorge.
Tarifbeschäftigte sind in der gesetzlichen Unfallversicherung.
Ja,
der direkte Weg zwischen Wohnung und Dienststelle gilt nach Paragraf 31 Beamtenversorgungsgesetz
als Dienst.
Weil Versicherer das Risiko für den körperlich fordernden Einsatzdienst höher einstufen.
Der Aufschlag liegt oft bei 20 bis 50 Prozent.
Das regelt jedes Land.
In Bayern gilt für den Einsatzdienst die Altersgrenze 62,
auf Antrag ist der Ruhestand ab 60 möglich.
Oft nicht.
Prüfen Sie aber die Summen, besonders für Dienstfahrzeuge und Schlüssel.
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