Was ist eine Dienstunfähigkeitsversicherung für Beamte?
Das ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer Zusatzklausel: Sie zahlt schon dann, we …
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Kurz gesagt
Welche Versicherungen Polizisten brauchen: zuerst eine Dienstunfähigkeitsversicherung, die ausdrücklich die Polizeidienstunfähigkeit einschließt, dann eine Diensthaftpflicht für etwa 33 Euro im Jahr. Wer Heilfürsorge bekommt, sollte mit einer Anwartschaft vorsorgen, weil im Ruhestand die Beihilfe gilt und der Rest privat versichert werden muss.
Veröffentlichte Beiträge und Tarifbeispiele, Stand 2025 und 2026.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Diensthaftpflicht Polizei ohne technische Tätigkeit, Baustein allein | etwa 33 Euro im Jahr |
| Privathaftpflicht mit Diensthaftpflicht Polizei | etwa 90 Euro im Jahr |
| Dienstunfähigkeit, mittlerer Dienst, 25 Jahre, 1.500 Euro Rente, Verwaltung | ab etwa 48 Euro im Monat |
| Aufschlag für Vollzugsdienste wie Polizei | etwa 30 bis 60 Prozent auf die Werte der Verwaltung |
| Kleine Anwartschaft in der privaten Krankenversicherung | etwa 5 bis 10 Prozent des späteren Beitrags |
| Große Anwartschaft | etwa 30 bis 45 Prozent des späteren Beitrags |
Stand Oktober 2026, aus veröffentlichten Tarifbeispielen; die Gesetzesstellen sind geprüft.
Die Einstufung in Gefahrengruppen der Unfallversicherung und der Nutzen des Strafrechtsschutzes
sind Richtwerte aus der Angebotspraxis.
Ihr Beitrag hängt von Laufbahn, Alter und Gesundheit ab; das genaue Angebot holen wir ein.
Rechenbeispiel
Der Grundschutz in der Reihenfolge, in der er wichtig ist.
| Dienstunfähigkeit mit Polizeidienstklausel, 1.500 Euro Rente | etwa 62 bis 77 Euro im Monat |
| Privathaftpflicht mit Diensthaftpflicht | etwa 90 Euro im Jahr, rund 8 Euro im Monat |
| Anwartschaft für die Krankenversicherung im Ruhestand | je nach Tarif und Art der Anwartschaft |
| Private Unfallversicherung, freiwillig | nach Gefahrengruppe |
Die beiden ersten Punkte kosten zusammen etwa 70 bis 85 Euro im Monat. Der Wert für die Dienstunfähigkeit ergibt sich aus dem Tabellenwert von 48 Euro plus 30 bis 60 Prozent für den Vollzugsdienst.
Für Polizisten gilt ein strengerer Maßstab als für andere Beamte. Nach Paragraf 4 Bundespolizeibeamtengesetz ist polizeidienstunfähig, wer die besonderen gesundheitlichen Anforderungen des Vollzugsdienstes nicht mehr erfüllt und die volle Einsatzfähigkeit voraussichtlich nicht binnen zwei Jahren zurückgewinnt. Die Länder haben ähnliche Regeln.
Das bedeutet: Sie können aus dem Vollzugsdienst ausscheiden, obwohl Sie am Schreibtisch noch arbeiten könnten. Eine normale Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt dann nicht unbedingt. Polizisten brauchen deshalb eine Klausel, die ausdrücklich die Polizeidienstunfähigkeit absichert.
Ein Ruhegehalt gibt es erst nach fünf Jahren Dienstzeit, außer die Dienstunfähigkeit beruht auf einer Verletzung oder Krankheit aus dem Dienst. Polizeianwärter und Beamte auf Probe, die durch eine private Erkrankung ausscheiden, werden meist entlassen und nur in der Rentenversicherung nachversichert.
Krankheitskosten trägt im aktiven Dienst häufig die Heilfürsorge. Für die Bundespolizei ist sie in Paragraf 70 Bundesbesoldungsgesetz geregelt, in den Ländern durch eigene Verordnungen. Mit dem Ruhestand endet sie, dann gilt die Beihilfe.
| Risiko | Was der Dienstherr trägt | Was bleibt |
|---|---|---|
| Krankheit im Dienst | Heilfürsorge, je nach Dienstherr | Wahlleistungen, Angehörige |
| Krankheit im Ruhestand | Beihilfe, meist 70 Prozent | Restkosten privat, Anwartschaft nötig |
| Dienstunfähigkeit in den ersten fünf Jahren durch Krankheit | meist nur Nachversicherung | fast das ganze Einkommen |
| Dienstunfall | Unfallfürsorge, keine Wartezeit | Abstand zum bisherigen Netto |
| Schaden am Dienstherrn bei grober Fahrlässigkeit | nichts, Sie haften | voller Betrag |
Wer Heilfürsorge bekommt, braucht im Dienst keine private Krankenversicherung für sich selbst. Im Ruhestand zahlt die Beihilfe aber nur einen Teil, und wer dann erst einen privaten Tarif sucht, ist älter und oft nicht mehr gesund.
Eine Anwartschaftsversicherung sichert Ihnen den späteren Tarif ohne neue Gesundheitsprüfung. Die kleine Anwartschaft kostet etwa 5 bis 10 Prozent des späteren Beitrags, die große etwa 30 bis 45 Prozent, weil sie zusätzlich Alterungsrückstellungen aufbaut.
Wer den Dienstwagen grob fahrlässig beschädigt, Ausrüstung verliert oder einen Dienstschlüssel liegen lässt, haftet dem Dienstherrn nach Paragraf 48 Beamtenstatusgesetz oder Paragraf 75 Bundesbeamtengesetz. Bei leichter Fahrlässigkeit haften Polizisten nicht.
In einem veröffentlichten Tarif kostet der Baustein für Polizei ohne technische Tätigkeit rund 33 Euro im Jahr. Lesen Sie nach, ob Schäden an Dienstfahrzeugen und der Umgang mit der Dienstwaffe eingeschlossen sind, denn das regeln die Tarife unterschiedlich.
Ein Dienstunfall ist über die Unfallfürsorge abgesichert. Eine private Unfallversicherung ergänzt das für die Freizeit. Manche Versicherer stufen Vollzugsbeamte in eine höhere Gefahrengruppe ein, fragen Sie das vor dem Abschluss.
Polizisten stehen häufiger als andere Beamte im Verdacht einer Straftat im Dienst, etwa nach Gewaltanwendung bei einer Festnahme. Ein Rechtsschutz mit Strafrechtsschutz für den Dienst kann dann die Anwaltskosten tragen. Prüfen Sie, ob Gewerkschaft oder Dienstherr schon Rechtsschutz gewähren.
Ein Krankentagegeld ist für Polizisten überflüssig, die Bezüge laufen im Krankheitsfall weiter. Auch eine zweite Diensthaftpflicht, wenn die Gewerkschaft schon eine einschließt, bringt wenig. Für Selbstständige gibt es bei uns eigene Seiten zu den Betriebsarten, etwa für Sicherheitsdienste.
Fragen und Antworten
Nicht überall.
Bei der Bundespolizei ist sie gesetzlich vorgesehen, in den Ländern regelt das jedes Land selbst.
Weil der Maßstab der Polizeidienstunfähigkeit strenger ist und Vollzugsdienste körperlich
riskanter sind.
Tarifbeispiele liegen etwa 30 bis 60 Prozent über der Verwaltung.
Ja, sie ist günstig und schützt vor Rückgriffen des Dienstherrn bei grober Fahrlässigkeit,
etwa an Dienstwagen oder Ausrüstung.
Sie endet.
Dann zahlt die Beihilfe einen Teil, den Rest müssen Sie privat versichern.
Ein Dienstunfall ist über die Unfallfürsorge des Dienstherrn abgesichert.
Eine private Unfallversicherung kann zusätzlich zahlen, wenn der Beruf richtig angegeben ist.
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