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Versicherungsmakler / Versicherungsfragen

Welche Versicherungen brauchen Zollbeamte und Justizvollzugsbeamte?

Kurz gesagt

Welche Versicherungen Zollbeamte und Justizvollzugsbeamte brauchen: zuerst eine Dienstunfähigkeitsversicherung, weil ein Ruhegehalt bei Krankheit erst nach fünf Dienstjahren sicher ist. Dann eine private Krankenversicherung für den Teil, den die Beihilfe nicht zahlt, beim Bund 50 Prozent. Dazu eine Diensthaftpflicht ab etwa 33 Euro im Jahr, denn bei grober Fahrlässigkeit haften Sie dem Dienstherrn.

Welche Versicherungen brauchen Zollbeamte und Justizvollzugsbeamte?

Was es kostet

Veröffentlichte Tarifbeispiele, Stand 2025 und 2026.

BeispielRichtwert
Diensthaftpflicht, Baustein alleinetwa 33 Euro im Jahr
Privathaftpflicht mit Diensthaftpflichtetwa 90 Euro im Jahr
Dienstunfähigkeit, mittlerer Dienst, 25 Jahre, 1.500 Euro Rente, Verwaltungab etwa 48 Euro im Monat
Aufschlag für Vollzugsdiensteetwa 30 bis 60 Prozent auf die Werte der Verwaltung
Krankenversicherung zur Beihilfe, 30 Jahre, 50 Prozent Beihilfeetwa 250 bis 400 Euro im Monat

Stand Oktober 2026 aus veröffentlichten Tarifbeispielen; Gesetze des Bundes geprüft.

Für Justizvollzugsbeamte gelten Beihilfesätze und Regeln zur Dienstunfähigkeit des jeweiligen

Landes.

Dass der Aufschlag für Vollzugsdienste auch Zoll und Justizvollzug trifft,

ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis.

Rechenbeispiel

Justizvollzugsbeamter auf Probe, 26 Jahre, mittlerer Dienst, Beihilfe 50 Prozent

Der Grundschutz in der Reihenfolge, in der er wichtig ist.

Dienstunfähigkeit mit Vollzugszuschlag, 1.500 Euro Renteetwa 62 bis 77 Euro im Monat
Private Krankenversicherung zur Beihilfeetwa 250 bis 400 Euro im Monat
Privathaftpflicht mit Diensthaftpflichtetwa 90 Euro im Jahr, rund 8 Euro im Monat

Zusammen etwa 320 bis 485 Euro im Monat. Der Großteil ist die Krankenversicherung, die ohnehin Pflicht ist.

Zoll beim Bund, Justizvollzug beim Land

Zollbeamte sind Bundesbeamte, für sie gelten das Bundesbeamtengesetz und die Bundesbeihilfeverordnung. Justizvollzugsbeamte stehen im Dienst eines Landes, für sie gelten das Beamtenstatusgesetz und das Landesrecht. Das betrifft vor allem Beihilfesätze und die Regeln zur Dienstunfähigkeit.

Nach Paragraf 26 Beamtenstatusgesetz kann das Landesrecht für Gruppen von Beamten besondere Voraussetzungen der Dienstunfähigkeit festlegen. Für Justizvollzugsbeamte lohnt deshalb ein Blick ins Landesbeamtengesetz, bevor Sie eine Dienstunfähigkeitsversicherung wählen.

RisikoWas der Dienstherr trägtWas Zoll- und Justizvollzugsbeamten bleibt
KrankheitBeihilfe, beim Bund ab 50 ProzentRestkosten über private Krankenversicherung
Dienstunfähigkeit in den ersten fünf Jahren durch Krankheitmeist nur Nachversicherung in der Rentenversicherungfast das ganze Einkommen
Dienstunfall, etwa durch Angriff im VollzugDienstunfallfürsorgeAbstand zum bisherigen Netto
Schaden am Dienstherrn bei grober Fahrlässigkeitnichtsvoller Betrag
Strafanzeige nach Zwangsmaßnahmeabhängig vom Dienstherrneigene Anwaltskosten

Dienstunfähigkeit als erste Priorität

Dienstunfähig ist nach Paragraf 44 Bundesbeamtengesetz, wer wegen seines Gesundheitszustands seine Dienstpflichten dauernd nicht mehr erfüllen kann. Ein Ruhegehalt gibt es nach Paragraf 4 Beamtenversorgungsgesetz aber erst nach fünf Jahren Dienstzeit, außer die Ursache liegt im Dienst. Beamte auf Probe und Anwärter im Zoll oder Justizvollzug sind deshalb besonders gefährdet.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit echter Dienstunfähigkeitsklausel zahlt schon bei Versetzung in den Ruhestand wegen Dienstunfähigkeit. Für Vollzugsdienste mit Schicht und Waffengebrauch verlangen Versicherer Zuschläge, Tarifbeispiele liegen 30 bis 60 Prozent über der Verwaltung.

Krankenversicherung und Beihilfe

Beim Bund zahlt die Beihilfe nach Paragraf 46 Bundesbeihilfeverordnung 50 Prozent der beihilfefähigen Kosten, mit zwei oder mehr berücksichtigungsfähigen Kindern 70 Prozent, im Ruhestand ebenfalls 70 Prozent. Den Rest versichern Zollbeamte privat. Justizvollzugsbeamte richten sich nach der Beihilfeverordnung ihres Landes.

Eine Krankenversicherung zur Beihilfe kostet mit 30 Jahren bei 50 Prozent Beihilfe etwa 250 bis 400 Euro im Monat. Prüfen Sie bei Vorerkrankungen die Öffnungsaktion für Beamte, die einen Zugang ohne Ablehnung bietet.

Diensthaftpflicht und Rechtsschutz im Vollzug

Nach Paragraf 75 Bundesbeamtengesetz und Paragraf 48 Beamtenstatusgesetz ersetzen Beamte dem Dienstherrn Schäden, die sie vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachen. Für Zollbeamte und Justizvollzugsbeamte kann das ein beschädigtes Dienstfahrzeug, verlorene Schlüssel oder Ausrüstung sein.

Eine Diensthaftpflicht kostet als Baustein etwa 33 Euro im Jahr, mit Privathaftpflicht rund 90 Euro. Wer im Vollzug Zwang anwendet, wird manchmal angezeigt. Ein Rechtsschutz mit Strafrecht für den Dienst ergänzt das, prüfen Sie aber zuerst Leistungen von Dienstherr und Gewerkschaft.

Was Zollbeamte und Justizvollzugsbeamte meist nicht brauchen

Ein Krankentagegeld ist für Beamte überflüssig, die Bezüge laufen bei Krankheit weiter. Eine private Unfallversicherung ist kein Ersatz für die Dienstunfähigkeit, weil sie Krankheiten nicht abdeckt. Und eine zweite Diensthaftpflicht bringt nichts, wenn die Gewerkschaft schon eine stellt.

Schritt für Schritt

  1. Dienstherrn und Beihilfesatz klären, beim Land auch die Regeln zur Dienstunfähigkeit.
  2. Dienstunfähigkeitsversicherung mit echter Klausel zuerst abschließen.
  3. Private Krankenversicherung passend zum Beihilfesatz wählen.
  4. Diensthaftpflicht ergänzen und Leistungen der Gewerkschaft abgleichen.
  5. Rechtsschutz mit Strafrecht für den Dienst prüfen.

Checkliste

  • Dienstunfähigkeitsklausel gilt schon auf Probe
  • Tätigkeit im Antrag als Vollzugsdienst angegeben
  • Krankenversicherung deckt den Teil außerhalb der Beihilfe
  • Diensthaftpflicht mit Schlüsselverlust
  • Keine doppelte Haftpflicht über die Gewerkschaft

Häufige Fehler

  • Sich in den ersten fünf Jahren auf das Ruhegehalt verlassen
  • Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ohne Dienstunfähigkeitsklausel wählen
  • Im Antrag nur Beamter angeben statt Zoll- oder Vollzugsdienst
  • Beihilfesatz des Bundes für den Landesdienst annehmen

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Sind Zollbeamte Bundesbeamte?

Ja, der Zoll gehört zur Bundesverwaltung.

Es gelten Bundesbeamtengesetz und Bundesbeihilfeverordnung.

Wer ist Dienstherr im Justizvollzug?

Das jeweilige Land.

Beihilfe und Regeln zur Dienstunfähigkeit richten sich nach Landesrecht.

Brauche ich als Justizvollzugsbeamter eine Diensthaftpflicht?

Ja, sie ist günstig und schützt vor Rückgriffen des Dienstherrn bei grober Fahrlässigkeit.

Was zahlt der Dienstherr bei einem Angriff im Dienst?

Ein Dienstunfall ist über die Dienstunfallfürsorge abgesichert, auch vor Ablauf der fünf Jahre.

Warum ist die Dienstunfähigkeit für Vollzugsdienste teurer?

Schichtdienst, Waffengebrauch und Gewalt erhöhen das Risiko.

Tarifbeispiele liegen 30 bis 60 Prozent über der Verwaltung.

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