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Versicherungsmakler / Versicherungsfragen / Zahnzusatz

Zahlt die Zahnzusatzversicherung eine Aufbissschiene?

Kurz gesagt

Zahlt die Zahnzusatzversicherung eine Aufbissschiene? Oft muss sie gar nicht: Ist die Schiene medizinisch nötig, etwa bei Knirschen oder Kiefergelenkbeschwerden, zahlt die Krankenkasse sie nach Genehmigung. Die Zahnzusatzversicherung kommt bei privater Abrechnung ins Spiel, etwa für Funktionsanalyse und aufwendigere Schienen, zusammen oft 250 bis 600 Euro. Ob sie zahlt, steht in ihrem Leistungskatalog.

Zahlt die Zahnzusatzversicherung eine Aufbissschiene?

Was es kostet

Gebühren nach der amtlichen Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ), Punktwert 5,62421 Cent.

BeispielRichtwert
Aufbissbehelf mit adjustierter Oberfläche, GOZ 7010, 800 Punkte, 2,3fachetwa 103 Euro ohne Labor
Aufbissbehelf ohne adjustierte Oberfläche, GOZ 7000, 270 Punkte, 2,3fachetwa 35 Euro ohne Labor
Klinische Funktionsanalyse, GOZ 8000, 500 Punkte, 2,3fachetwa 65 Euro
Laborkosten für eine Schieneetwa 150 bis 350 Euro

Honorare aus Punktzahl und Punktwert der GOZ berechnet.

Laborkosten und Gesamtsummen sind Richtwerte aus der Angebotspraxis, Stand Oktober 2026.

Was Ihr Tarif übernimmt, prüfen wir im Bedingungswerk.

Rechenbeispiel

Private Schiene mit Funktionsanalyse

Eine Patientin knirscht nachts und wünscht vor der Schiene eine Funktionsanalyse. Der Zahnarzt rechnet privat ab.

Klinische Funktionsanalyseetwa 65 Euro
Schiene GOZ 7010, Honoraretwa 103 Euro
Laboretwa 150 bis 350 Euro
Zwei Kontrollen mit Einschleifenetwa 40 bis 60 Euro

Zusammen etwa 360 bis 580 Euro. Zahlt der Tarif 80 Prozent, bleiben etwa 70 bis 115 Euro. Richtwerte aus der Angebotspraxis.

Was die Krankenkasse bei der Aufbissschiene zahlt

Im Leistungskatalog der Kassen steht das Eingliedern eines Aufbissbehelfs mit adjustierter Oberfläche. Angezeigt ist er bei Kiefergelenkstörungen, Myoarthropathien, also Beschwerden der Kaumuskeln, und zur Behebung von Fehlgewohnheiten wie dem Knirschen. Gemeint sind individuell angepasste Schienen, etwa die sogenannte Michigan-Schiene.

Abrechnen darf der Zahnarzt diese Aufbissschiene nur, wenn die Krankenkasse vorher die Kostenübernahme erklärt hat. Er schickt dafür einen Plan an die Kasse. Kontrollen und Korrekturen der Schiene sind ebenfalls Kassenleistungen.

LeistungKassePrivat nach GOZ, 2,3fach
Aufbissschiene mit adjustierter OberflächeKassenleistung nach Genehmigungetwa 103 Euro Honorar plus Labor
Einfache Schiene ohne adjustierte Oberflächebei akuten Schmerzenetwa 35 Euro Honorar plus Labor
Klinische Funktionsanalysenicht im Kassenkatalogetwa 65 Euro
Instrumentelle Funktionsanalysenicht im Kassenkatalogje nach Umfang mehrere hundert Euro

Wann privat abgerechnet wird

Privat wird es, wenn Sie Leistungen wünschen, die nicht im Kassenkatalog stehen. Das betrifft vor allem die Funktionsanalyse, mit der der Zahnarzt Biss und Kiefergelenk vermisst, und besonders aufwendige Schienen.

Lassen Sie sich vor der Behandlung einen schriftlichen Kostenplan geben. Den reichen Sie bei der Zahnzusatzversicherung ein, bevor die Aufbissschiene angefertigt wird.

Was die Zahnzusatzversicherung zahlt

Ob die Zahnzusatzversicherung eine Aufbissschiene zahlt, hängt vom Bedingungswerk ab. Achten Sie in der Leistungsbeschreibung auf Begriffe wie funktionsanalytische und funktionstherapeutische Leistungen oder Aufbissbehelfe. Manche Tarife zählen sie zur Zahnbehandlung, andere zum Zahnersatz, einige schließen sie aus.

Dazu kommen die üblichen Grenzen: Höchstbeträge in den ersten Jahren, Wartezeiten und kein Schutz für Behandlungen, die bei Abschluss schon angeraten waren.

Wann Sie keine Zusatzversicherung dafür brauchen

Brauchen Sie nur eine Knirscherschiene und ist sie medizinisch begründet, zahlt die Kasse. Eine Zahnzusatzversicherung allein wegen der Aufbissschiene abzuschließen, lohnt sich deshalb selten.

Haben die Beschwerden schon begonnen, ist es für einen neuen Vertrag meist zu spät, weil die Behandlung bereits angeraten ist.

Schritt für Schritt

  1. Zahnarzt fragen, ob die Schiene als Kassenleistung möglich ist.
  2. Bei privater Abrechnung einen schriftlichen Kostenplan verlangen.
  3. Plan vor Beginn bei der Zahnzusatzversicherung einreichen.
  4. Leistungsbeschreibung auf Funktionsanalyse und Aufbissbehelfe prüfen.
  5. Höchstbeträge und Wartezeit abgleichen.

Checkliste

  • Kostenübernahme der Kasse geprüft
  • Privatvereinbarung schriftlich
  • Tarif nennt Funktionstherapie oder Aufbissbehelfe
  • Höchstbetrag im aktuellen Vertragsjahr reicht
  • Behandlung war bei Abschluss nicht angeraten

Häufige Fehler

  • Privat zahlen, obwohl die Kasse die Schiene übernommen hätte
  • Die Zusatzversicherung erst abschließen, wenn der Zahnarzt die Schiene schon empfohlen hat
  • Die Rechnung einreichen, ohne vorher die Leistungszusage zu holen

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Zahlt die Krankenkasse eine Knirscherschiene?

Ja, wenn sie medizinisch angezeigt ist und die Kasse vorher die Kostenübernahme erklärt hat.

Zahlt die Zahnzusatzversicherung eine Aufbissschiene immer?

Nein.

Es hängt vom Tarif ab.

Manche zahlen Funktionsanalyse und Schiene, andere nicht.

Was kostet eine Aufbissschiene privat?

Etwa 103 Euro Honorar beim 2,3fachen Satz plus Laborkosten, zusammen oft 250 bis 450 Euro.

Gilt die Schiene als Zahnersatz?

Das ordnet jeder Tarif anders ein.

Davon hängt ab, welcher Prozentsatz und welcher Höchstbetrag gilt.

Hilft eine Schiene aus dem Sportgeschäft?

Sie ist kein individuell angepasster Aufbissbehelf und wird weder von der Kasse noch üblicherweise

vom Zusatztarif bezahlt.

Quellen

NAMMERT Versicherungsmakler

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Zahnzusatzversicherung

Weisheitszähne und kieferorthopädisch geschlossene Lücken zählen nicht

Zum Beispiel Parodontosebehandlung, Bonusheft seit wann

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