Alles zur Versicherung: Berufsunfähigkeit
Brauche ich eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
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Kurz gesagt
Bekomme ich mit ADHS eine Berufsunfähigkeitsversicherung? Meist ja, aber selten ohne Auflage. Die Diagnose führt fast immer zu einer genaueren Prüfung; bei gut eingestellter ADHS ohne Begleiterkrankung ist eine Annahme mit Ausschluss realistisch. Für 1.500 Euro Rente zahlen Sie im Büro mit 30 Jahren rund 70 Euro im Monat, mit Zuschlag mehr.
Was eine Berufsunfähigkeitsversicherung kostet und womit Sie mit ADHS rechnen sollten.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| 30 Jahre, Büro, 1.500 Euro Rente, ohne Vorerkrankung | rund 70 Euro im Monat |
| Spanne über alle Berufe | etwa 20 bis über 200 Euro im Monat |
| Gleicher Vertrag mit Ausschluss für ADHS | meist kein Aufschlag, rund 70 Euro |
| Gleicher Vertrag mit Zuschlag | etwa 25 bis 50 Prozent mehr, rund 90 bis 105 Euro |
Beiträge ohne Vorerkrankung aus öffentlich genannten Tarifbeispielen, Stand Oktober 2026.
Die Werte mit Ausschluss oder Zuschlag sind ein Richtwert aus der Angebotspraxis;
welches Ergebnis Sie bekommen, zeigt erst die Voranfrage.
Rechenbeispiel
Diagnose mit 9 Jahren, Medikament bis 19, seitdem ohne Behandlung, keine Krankschreibungen. Der Makler fragt bei fünf Versicherern anonym an.
| Zwei Versicherer | Ausschluss aller psychischen Erkrankungen |
| Ein Versicherer | Ausschluss nur für ADHS |
| Ein Versicherer | Annahme ohne Auflage, Behandlung lag vor dem Zeitraum |
| Ein Versicherer | Zurückstellung um ein Jahr |
| Beitrag für 1.500 Euro Rente | etwa 65 Euro im Monat |
Er wählt die Annahme ohne Auflage, weil die Behandlung außerhalb des Zeitraums lag, und hat vollen Schutz.
Psychische Erkrankungen sind die häufigste Ursache für eine BU-Rente, nach Branchendaten mehr als 32 Prozent der Leistungsfälle. ADHS ist eine psychiatrische Diagnose, deshalb schauen Versicherer bei ihr genau hin, auch wenn sie seit der Kindheit besteht und Sie gut damit leben.
Eine ADHS-Diagnose schließt den Schutz aber nicht aus. Wie der Versicherer entscheidet, hängt vom Verlauf ab: seit wann die Diagnose besteht, ob und welche Medikamente Sie nehmen, ob eine Therapie läuft und ob Schule, Ausbildung oder Beruf darunter gelitten haben.
Bei gut eingestellter ADHS ohne Begleiterkrankungen wie Depression oder Angststörung ist eine Annahme mit Ausschlussklausel ein realistisches Ergebnis. Bei ausgeprägtem Verlauf stellen Versicherer den Antrag eher zurück, etwa bis zum Berufsstart. Ein Zuschlag statt Ausschluss ist seltener, aber möglich.
Lesen Sie den Wortlaut eines Ausschlusses genau. Er kann eng auf ADHS formuliert sein oder weit auf alle psychischen Erkrankungen. Ein weiter Ausschluss nimmt Ihnen ausgerechnet den Schutz für die häufigste BU-Ursache.
| Ergebnis | Was es für Sie bedeutet |
|---|---|
| Annahme ohne Auflage | voller Schutz zum normalen Beitrag, bei ADHS eher die Ausnahme |
| Ausschluss nur für ADHS | Schutz bleibt für Depression, Burnout, Rücken, Krebs |
| Ausschluss aller psychischen Erkrankungen | große Lücke, nur nach Vergleich annehmen |
| Zurückstellung | neue Anfrage nach festgelegter Zeit |
Nach § 19 VVG müssen Sie alles angeben, wonach der Versicherer in Textform fragt, und nur das. Liegt eine ADHS-Behandlung außerhalb des abgefragten Zeitraums, gehört sie bei diesem Versicherer nicht in den Antrag. Bei Psychotherapie reichen die Fragen meist fünf bis zehn Jahre zurück, bei Medikamenten oft nur wenige Jahre.
Maßgeblich ist, was in Ihren Akten steht. Fordern Sie bei der Krankenkasse die gespeicherten Diagnosen an (§ 305 SGB V). Steht dort eine ADHS-Diagnose aus der Jugend, die Sie längst vergessen haben, muss sie trotzdem in den Antrag, wenn der Zeitraum sie erfasst.
Stellen Sie mit ADHS keinen Antrag auf gut Glück. Eine Ablehnung oder Zurückstellung kann im Hinweis- und Informationssystem der Versicherer vermerkt werden. Bei der anonymen Risikovoranfrage gehen Ihre Befunde ohne Namen an mehrere Versicherer, und Sie sehen, wer Sie zu welchen Bedingungen nimmt.
Norman Nammert vermittelt als Versicherungsmakler. Die Vergütung zahlt der Versicherer, für Sie ist die Voranfrage kostenlos. Hilfreich ist ein aktueller Arztbrief, der Verlauf, Medikation und Ihre heutige Arbeitsfähigkeit beschreibt.
Wenn alle Angebote einen weiten Ausschluss für die Psyche enthalten, prüfen Sie die Alternativen nüchtern. Eine Grundfähigkeitsversicherung zahlt bei Verlust körperlicher Fähigkeiten, deckt psychische Ursachen aber meist nicht. Eine BU mit engem ADHS-Ausschluss ist fast immer besser als keine BU.
Fragen und Antworten
Nur wenn der Antrag einen Zeitraum abfragt, in dem Diagnose oder Behandlung liegen.
Außerhalb davon nicht.
Ja.
Versicherer fragen nach Medikation.
Eine stabile Einstellung ohne Krankschreibungen wird besser bewertet als ein wechselnder Verlauf.
Ein enger Ausschluss nur für ADHS lässt den übrigen Schutz bestehen.
Ein Ausschluss aller psychischen Erkrankungen ist eine große Lücke.
Manche Versicherer bieten eine Überprüfung nach einigen beschwerdefreien Jahren an.
Fragen Sie danach, bevor Sie annehmen.
Oft ja, teils werden Anträge bis zum Berufsstart zurückgestellt.
Eine Voranfrage klärt das vorher.
NAMMERT Versicherungsmakler
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Alles zur Versicherung: Berufsunfähigkeit
Brauche ich eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
Bekomme ich nach einer Psychotherapie noch eine BU?
Ja, oft bekommen Sie nach einer Psychotherapie noch eine BU, manchmal mit Zuschlag oder Aussc …
Worauf muss ich bei den Gesundheitsfragen achten?
Worauf es ankommt: Geben Sie an, was Ihre Ärzte dokumentiert haben, nicht was Sie selbst für …
Was tun, wenn der BU-Antrag abgelehnt wurde?
Klären Sie zuerst, was abgelehnt wurde. Beim Antrag geht es um die Gesundheitsprüfung: Begrün …
Zahlt die BU-Versicherung bei psychischen Erkrankungen?
Ja. Psychische Erkrankungen sind der häufigste Grund für eine BU-Rente, rund 36 Prozent der F …
Ihr Makler: Norman Nammert, unter der Marke NAMMERT.
Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO.
Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37.
Die NAMMERT Assekuradeur GmbH ist ein eigenes Unternehmen.
Sie vermittelt Ihren Vertrag nicht.
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