Alles zur Versicherung: Unfallversicherung
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Kurz gesagt
Meist nicht. Eine Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr kostet oft das Vier- bis Fünffache eines reinen Tarifs, weil ein großer Teil in einen Sparvertrag fließt. Zurück bekommen Sie den verzinsten Sparanteil, garantiert je nach Tarif etwa 75 bis 100 Prozent der Beiträge. Es lohnt sich fast immer mehr, reinen Unfallschutz zu nehmen und die Differenz selbst anzulegen.
Belegte Beiträge für reinen Unfallschutz und Eckwerte von Kombitarifen, Stand 2026.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Reiner Unfallschutz, 100.000 Euro Grundsumme | etwa 4,33 bis 17,90 Euro im Monat |
| Reiner Unfallschutz, Büroberuf, 100.000 Euro, 350 Prozent Progression | etwa 60 bis 180 Euro im Jahr |
| Kombitarif mit Beitragsrückgewähr | bis zum 4- bis 5-Fachen des reinen Tarifs |
| Garantierte Rückzahlung im Kombitarif | je nach Tarif etwa 75 bis 100 Prozent der Beiträge, abzüglich Versicherungsteuer |
| Versicherungsteuer | 3,8 Prozent im Kombitarif, 19 Prozent im reinen Tarif |
Stand Oktober 2026.
Beiträge für den reinen Schutz aus öffentlich genannten Tarifbeispielen,
Mehrkosten und Garantien aus den genannten Quellen.
Die Beiträge,
die Rendite und die Schwelle im Rechenbeispiel sind Richtwerte aus der Angebotspraxis.
Ihr Beitrag hängt von Alter, Beruf und Umfang ab; das genaue Angebot holen wir ein.
Rechenbeispiel
Gleicher Unfallschutz einmal als Kombitarif, einmal als reiner Tarif mit eigenem Sparplan für die Differenz.
| Kombitarif, 50 Euro im Monat über 20 Jahre | 12.000 Euro eingezahlt |
| Garantierte Rückzahlung bei 90 Prozent | 10.800 Euro, dazu nicht garantierte Überschüsse |
| Reiner Tarif, 10 Euro im Monat | 2.400 Euro für den Schutz |
| Differenz in eigenen Sparplan, 40 Euro im Monat | 9.600 Euro eingezahlt |
| Sparplan bei 3 Prozent Rendite im Jahr | rund 13.100 Euro nach 20 Jahren |
| Sparplan bei 1,2 Prozent Rendite im Jahr | rund 10.800 Euro, gleichauf mit der Garantie |
Ab etwa 1,2 Prozent Rendite liegt der getrennte Weg vorn, bei 3 Prozent um rund 2.300 Euro. Dazu bleibt Ihr Geld jederzeit verfügbar, und der Unfallschutz läuft unabhängig davon weiter.
Eine Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr ist zwei Verträge in einem. Ein Teil Ihres Beitrags bezahlt den Unfallschutz, der andere Teil wird wie bei einer klassischen Kapitallebensversicherung angelegt. Abschluss- und Verwaltungskosten gehen vorab vom Sparanteil ab.
Der Name führt in die Irre. Zurückgezahlt werden nicht alle Beiträge, sondern das, was im Sparteil angespart wurde. Viele Tarife garantieren heute nur einen Teil der Beiträge, etwa 75 Prozent, andere 90 bis 100 Prozent, jeweils abzüglich der Versicherungsteuer. Was darüber hinausgeht, hängt von nicht garantierten Überschüssen ab.
| Teil des Beitrags | Wofür er verwendet wird | Kommt er zurück? |
|---|---|---|
| Risikobeitrag | Invaliditätsleistung, Progression, Bausteine | nein, er ist der Preis für den Schutz |
| Kosten | Abschluss, Vertrieb, Verwaltung | nein |
| Sparbeitrag | Anlage nach Art der Lebensversicherung | ja, verzinst, bis zur garantierten Summe sicher |
| Überschüsse | Erträge über dem Garantiezins | nur wenn sie erwirtschaftet werden |
Der faire Vergleich ist nicht Kombitarif gegen nichts, sondern Kombitarif gegen reinen Unfallschutz mit gleichen Leistungen plus eigene Geldanlage mit dem Rest. Im Beispiel unten liegt die Schwelle bei rund 1,2 Prozent Rendite im Jahr: Bringt Ihre eigene Anlage mehr, fahren Sie getrennt besser.
Dazu kommt die Flexibilität. Ihr eigenes Geld können Sie jederzeit verwenden. Im Kombitarif ist es für 15 oder 20 Jahre gebunden, und wer früher heraus will, bekommt den Rückkaufswert.
Für Verträge, die nach dem 31. Dezember 2004 geschlossen wurden, gilt der Unterschied zwischen Auszahlung und eingezahlten Beiträgen als Einkunft aus Kapitalvermögen. Als Beiträge zählen dabei alle Beiträge, auch der Anteil für den Unfallschutz und die Versicherungsteuer. Deshalb bleibt oft nur ein kleiner steuerpflichtiger Ertrag.
Wird erst nach zwölf Jahren Laufzeit und nach dem 62. Geburtstag ausgezahlt, ist nur die Hälfte des Ertrags anzusetzen, bei Verträgen vor 2012 schon nach dem 60. Geburtstag. Diese Hälfte wird mit Ihrem persönlichen Steuersatz versteuert. Der Versicherer behält zunächst 25 Prozent Kapitalertragsteuer auf den vollen Ertrag ein, die Korrektur erfolgt über die Steuererklärung.
Für wenige Menschen ist der Zwang zum Sparen ein echter Wert: wer erfahrungsgemäß nichts zurücklegt, wenn das Geld frei verfügbar ist, und eine Garantie über die gesamte Laufzeit will. Dann sollten Sie aber vorher die garantierte Rückzahlung in Euro kennen und gegen einen reinen Tarif rechnen.
Ein alter Vertrag, der vor 2005 geschlossen wurde, kann sich lohnen weiterzuführen. Die Auszahlung ist dort unter bestimmten Voraussetzungen steuerfrei, etwa bei mindestens zwölf Jahren Laufzeit und Beitragszahlung über mindestens fünf Jahre.
Kündigen Sie nie, bevor neuer Unfallschutz steht. Mit der Kündigung endet der Schutz sofort, und je nach Alter und Gesundheit ist ein neuer Vertrag teurer oder nur mit Ausschlüssen zu haben.
Statt zu kündigen, können Sie den Vertrag meist beitragsfrei stellen. Das angesparte Kapital bleibt und wird weiter verzinst, der Unfallschutz entfällt dann aber. Den aktuellen Rückkaufswert finden Sie in den jährlichen Mitteilungen oder erfragen ihn beim Versicherer.
| Möglichkeit | Was passiert | Sinnvoll, wenn |
|---|---|---|
| Kündigen | Rückkaufswert wird ausgezahlt, Schutz endet | der Vertrag noch jung ist und neuer Schutz bereits besteht |
| Beitragsfrei stellen | Kapital bleibt stehen, Schutz entfällt | der Rückkaufswert noch deutlich unter den Beiträgen liegt |
| Behalten | Schutz und Sparen laufen weiter | der Vertrag alt ist, nahe am Ablauf liegt oder vor 2005 begann |
Fragen und Antworten
Nein.
Zurück kommt der verzinste Sparanteil.
Garantiert sind je nach Tarif etwa 75 bis 100 Prozent der Beiträge, abzüglich Versicherungsteuer.
Der Anteil für den Unfallschutz ist verbraucht.
UBR steht für Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr.
In Gesetzen heißt sie Unfallversicherung mit Prämienrückgewähr,
beaufsichtigt wird ihr Sparteil nach den Regeln der Lebensversicherung.
Ja, Sie bekommen dann den Rückkaufswert,
in den ersten Jahren meist deutlich weniger als eingezahlt.
Alternativ können Sie den Vertrag beitragsfrei stellen, dann entfällt aber der Unfallschutz.
Bei Verträgen ab 2005 ist der Ertrag steuerpflichtig, also Auszahlung minus alle Beiträge.
Nach zwölf Jahren und ab 62 Jahren nur zur Hälfte.
Alte Verträge vor 2005 sind unter Bedingungen steuerfrei.
Selten.
Für Kinder zählt eine hohe Grundsumme mit Progression.
Das Geld für später ist in einem eigenen Sparplan flexibler, etwa für Ausbildung oder Führerschein.
Für die Unfallversicherung mit Prämienrückgewähr gilt ein eigener Satz von 3,8 Prozent,
weil ein großer Teil des Beitrags auf den Sparteil entfällt.
Der reine Tarif kostet 19 Prozent Versicherungsteuer.
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Alles zur Versicherung: Unfallversicherung
Brauche ich eine private Unfallversicherung?
Was kostet eine private Unfallversicherung?
Für Erwachsene im Büroberuf kostet eine gute Unfallversicherung mit 100.000 Euro Grundsumme…
Wie kündige ich meine Unfallversicherung?
Sie kündigen schriftlich oder in Textform, meist mit einer Frist von drei Monaten zum Ende…
Ist die Unfallversicherung steuerlich absetzbar?
Ja, sie ist absetzbar, aber oft ohne spürbare Wirkung. Als Sonderausgabe zählt der Beitrag…
Ist eine private Unfallversicherung sinnvoll?
Sinnvoll ist sie vor allem für Kinder, Selbstständige, Hausleute, Rentner und alle, die keine…
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