Wie versichere ich ein privates Flugzeug?
Ein privates Flugzeug versichern Sie in drei Teilen. Pflicht ist die Halterhaftpflicht nach § …
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Kurz gesagt
Einen privaten Hubschrauber versichert man zuerst mit der Halterhaftpflicht, die nach § 43 Luftverkehrsgesetz Pflicht ist. Für eine Robinson R44 mit 1.090 Kilogramm verlangt das EU-Recht mindestens 3 Millionen Sonderziehungsrechte, rund 3,6 Millionen Euro. Ein veröffentlichter Tarif nennt dafür ab 390 Euro im Jahr bei 4 Millionen Euro. Passagiere, Kasko und Sitzplatzunfall kommen dazu.
Veröffentlichte Jahresbeiträge für Hubschrauberversicherungen in Deutschland, Stand Oktober 2026, inklusive 19 Prozent Versicherungsteuer.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Halterhaftpflicht Robinson R44, 1.090 kg, 4 Millionen Euro | ab etwa 390 Euro im Jahr |
| Passagierhaftpflicht Robinson R44, drei Gastplätze, 5 Millionen Euro | ab etwa 1.137 Euro im Jahr |
| Sitzplatzunfall, 20.000 Euro Tod und Invalidität, je Pilotensitz | ab etwa 54 Euro im Jahr |
| Sitzplatzunfall, 20.000 Euro Tod und Invalidität, je Gastsitz | ab etwa 42 Euro im Jahr |
| Kasko Kolbenmotor-Hubschrauber, vereinbarter Wert 400.000 Euro | etwa 8.000 bis 16.000 Euro im Jahr |
Die Haftpflicht- und Unfallbeiträge sind Einstiegspreise aus veröffentlichten Tarifen.
Der Kaskowert ist Richtwert aus der Angebotspraxis, rund 2 bis 4 Prozent des vereinbarten Werts,
und hängt stark von Typ, Pilotenerfahrung und Selbstbeteiligung ab.
Die Euro-Werte der Sonderziehungsrechte sind mit rund 1,20 Euro gerechnet.
Ein konkretes Angebot holt Norman Nammert als Versicherungsmakler ein.
Rechenbeispiel
So setzt sich der Jahresbeitrag zusammen, wenn Sie Haftpflicht, Passagiere, vier Sitzplätze und Kasko versichern.
| Halterhaftpflicht, 4 Millionen Euro | ab etwa 390 Euro |
| Passagierhaftpflicht, 5 Millionen Euro | ab etwa 1.137 Euro |
| Sitzplatzunfall, ein Pilotensitz und drei Gastsitze | ab etwa 180 Euro |
| Kasko, Richtwert aus der Angebotspraxis | etwa 8.000 bis 16.000 Euro |
Ohne Kasko ab etwa 1.707 Euro im Jahr. Mit Kasko ist beim Hubschrauber eher mit 10.000 Euro und mehr zu rechnen.
Wer einen Hubschrauber hält, muss nach § 43 Luftverkehrsgesetz eine Haftpflichtversicherung haben. Sie zahlt, wenn der Hubschrauber Menschen am Boden verletzt oder fremde Sachen beschädigt, etwa durch den Abwind beim Landen auf einer Wiese oder bei einem Rollschaden am Platz.
Die Mindestsumme richtet sich nach der höchstzulässigen Abflugmasse und steht in Artikel 7 der EU-Verordnung 785/2004. Gerechnet wird in Sonderziehungsrechten (SZR), einer Rechnungseinheit des Internationalen Währungsfonds; Ende September 2026 entsprach ein SZR rund 1,20 Euro.
| Höchstzulässige Abflugmasse | Mindestdeckung je Unfall | Etwa in Euro | Beispiel |
|---|---|---|---|
| unter 1.000 kg | 1,5 Millionen SZR | 1,8 Millionen | leichter Zweisitzer |
| unter 2.700 kg | 3 Millionen SZR | 3,6 Millionen | Robinson R44, 1.090 kg |
| unter 6.000 kg | 7 Millionen SZR | 8,4 Millionen | größere Turbinenhubschrauber |
Die Halterhaftpflicht deckt nur Schäden außerhalb des Hubschraubers. Für Menschen an Bord gilt Artikel 6 der EU-Verordnung 785/2004: Die Mindestsumme beträgt 250.000 SZR je Fluggast. Für private Flüge mit Luftfahrzeugen bis 2.700 Kilogramm dürfen die Mitgliedstaaten eine niedrigere Summe festlegen.
Ein veröffentlichter Tarif für die Passagierhaftpflicht einer Robinson R44 mit drei Gastplätzen beginnt bei etwa 1.137 Euro im Jahr für 5 Millionen Euro. Wer nie Gäste mitnimmt, spart diesen Teil, muss das aber im Vertrag so festhalten.
Die Kasko zahlt Schäden am eigenen Hubschrauber, etwa nach einer harten Landung, einem Rotorschlag am Hindernis, Feuer, Sturm oder Diebstahl. Gerechnet wird mit einem vereinbarten Wert und einer Selbstbeteiligung je Schaden.
Für Hubschrauber ist die Kasko deutlich teurer als für Flächenflugzeuge mit ähnlichem Wert, weil schon kleine Fehler am Boden teure Schäden an Rotor und Getriebe auslösen. Veröffentlichte Tarife gibt es dafür nicht; jede Prämie wird nach Typ, Wert und Flugerfahrung einzeln gerechnet.
Die Musterbedingungen der Versicherungswirtschaft für die private Unfallversicherung (AUB 2020, Stand Juni 2025) schließen Unfälle als Führer eines Luftfahrzeugs aus, wenn dafür nach deutschem Recht eine Erlaubnis nötig ist. Als Hubschrauberpilot sind Sie damit ohne besondere Vereinbarung oft nicht versichert.
Abhilfe schafft eine Sitzplatzunfallversicherung für den Hubschrauber oder ein Einschluss des Luftfahrtrisikos in Ihre Unfallpolice. Ein veröffentlichter Tarif nennt 20.000 Euro für Tod und Invalidität ab 54 Euro je Pilotensitz und ab 42 Euro je Gastsitz im Jahr.
Ist der Hubschrauber bezahlt und könnten Sie einen Totalschaden aus Rücklagen tragen, reicht oft die Pflicht mit Haftpflicht und Passagierschutz. Bei einem älteren Hubschrauber mit niedrigem Marktwert frisst die Kaskoprämie sonst schnell einen großen Teil des Werts.
Ist der Hubschrauber finanziert oder geleast, verlangt der Geldgeber in aller Regel eine Kasko und einen Sicherungsschein. Teilen sich mehrere Halter einen Hubschrauber, gehören alle Piloten mit ihren Stunden in die Pilotenklausel.
Ihre private Haftpflichtversicherung hilft beim Hubschrauber nicht. Private Policen schließen bemannte Luftfahrzeuge aus; versichert sind dort allenfalls kleine Drohnen und Modelle bis zu einer Gewichtsgrenze.
Auch Charter oder Rundflüge gegen Geld sind mit einer privaten Halterpolice nicht gedeckt. Wer den Hubschrauber gewerblich nutzt, braucht andere Bedingungen und andere Summen.
Fragen und Antworten
Dann ist der Vercharterer Halter und hat die Pflichtversicherung.
Fragen Sie nach der Selbstbeteiligung, die Sie bei einem Schaden tragen,
und ob es dafür eine eigene Absicherung gibt.
Eine Rechnungseinheit des Internationalen Währungsfonds aus mehreren Währungen.
Ende September 2026 entsprach ein Sonderziehungsrecht rund 1,20 Euro.
Rotor, Getriebe und Triebwerk sind teuer,
und schon kleine Fehler beim Landen oder Rangieren führen zu großen Schäden.
Viel Erfahrung auf dem Muster senkt die Prämie.
Ja.
Die Mindestsumme für Fluggäste nach Artikel 6 der EU-Verordnung 785/2004 gilt auch für private
Flüge;
die Staaten dürfen sie bei Luftfahrzeugen bis 2.700 Kilogramm nur senken.
Nur im vereinbarten Geltungsbereich.
Prüfen Sie vor Flügen ins Ausland, ob das Zielland eingeschlossen ist und die Summen dort reichen.
Norman Nammert vermittelt als Versicherungsmakler.
Die Courtage zahlt der Versicherer, für Sie ist die Vermittlung kostenlos.
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