Alles zur Versicherung: Sterbegeld
Lohnt sich eine Sterbegeldversicherung?
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Kurz gesagt
Nein. Die gesetzliche Krankenkasse zahlt seit dem 1. Januar 2004 kein Sterbegeld mehr, die Vorschriften im SGB V sind weggefallen. Zuletzt waren es 525 Euro. Sterbegeld gibt es noch von der Unfallversicherung nach einem Arbeitsunfall, 2026 rund 6.780 Euro, und für Hinterbliebene von Beamten. Rentner hinterlassen dem Ehepartner oft das Sterbevierteljahr.
Staatliche Leistungen im Todesfall 2026 und Richtwerte für die private Vorsorge.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Sterbegeld der Krankenkasse bis Ende 2003 | 525 Euro, heute 0 Euro |
| Sterbegeld der Unfallversicherung 2026 | rund 6.780 Euro |
| Sterbegeldversicherung, Eintritt mit 60, Summe 7.000 Euro | etwa 35 bis 39 Euro im Monat |
| Feuerbestattung im Urnenreihengrab | etwa 4.000 bis 6.000 Euro |
Stand Oktober 2026.
Das Unfall-Sterbegeld ist aus der Bezugsgröße 2026 selbst gerechnet.
Beiträge und Bestattungskosten sind Richtwerte aus öffentlich genannten Tarifbeispielen;
das genaue Angebot holen wir ein.
Rechenbeispiel
Der Ehemann bezog 1.500 Euro Rente. Die Beerdigung kostet 6.500 Euro, eine Sterbegeldversicherung gab es nicht.
| Sterbegeld der Krankenkasse | 0 Euro |
| Vorschuss Sterbevierteljahr, drei Monatsrenten | 4.500 Euro |
| Rechnung Bestatter und Friedhof | 6.500 Euro |
| Rest aus Erspartem | 2.000 Euro |
Das Sterbevierteljahr deckt hier gut zwei Drittel. Beim zweiten Todesfall gibt es diesen Vorschuss nicht mehr. Die Beerdigungskosten sind ein Richtwert aus der Angebotspraxis.
Mit dem Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung ist das Sterbegeld zum 1. Januar 2004 aus dem Leistungskatalog verschwunden. Die früheren §§ 58 und 59 SGB V stehen heute nur noch als „weggefallen“ im Gesetz. Zuletzt gab es 525 Euro beim Tod eines Mitglieds und 262,50 Euro beim Tod eines familienversicherten Angehörigen.
Daran ändert auch eine private Zusatzversicherung bei der Krankenkasse nichts: Sterbegeldtarife, die Krankenkassen mit Partnern bewerben, sind private Lebensversicherungen mit eigenem Beitrag.
Staatliches Sterbegeld gibt es nur noch in Sonderfällen. Die Tabelle zeigt, wer zahlt und unter welchen Voraussetzungen.
| Stelle | Voraussetzung | Höhe 2026 |
|---|---|---|
| Krankenkasse | keine, Leistung abgeschafft | 0 Euro |
| Gesetzliche Unfallversicherung | Tod durch Arbeitsunfall oder Berufskrankheit | ein Siebtel von 47.460 Euro, rund 6.780 Euro |
| Dienstherr bei Beamten | Tod im Dienst oder im Ruhestand | zweifache Dienst- oder Versorgungsbezüge |
| Rentenversicherung | Ehepartner eines Rentners | drei Monate die volle Rente des Verstorbenen |
| Sozialamt | Verpflichtete können nicht zahlen | erforderliche Kosten einer Bestattung |
Stirbt jemand an den Folgen eines Arbeitsunfalls, eines Wegeunfalls oder einer Berufskrankheit, zahlt die Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse Sterbegeld nach § 64 SGB VII. Es beträgt ein Siebtel der Bezugsgröße. Für 2026 ist sie auf 47.460 Euro festgesetzt, das Sterbegeld liegt damit bei rund 6.780 Euro.
Gezahlt wird an den, der die Bestattung bezahlt. Zusätzlich können Überführungskosten erstattet werden, wenn der Tod nicht am Wohnort eintrat.
Stirbt ein Rentner, bekommt der Ehepartner für drei Monate die volle Rente des Verstorbenen weiter, statt der geringeren Witwen- oder Witwerrente. Auf Antrag beim Renten Service der Post innerhalb von 30 Tagen gibt es einen Vorschuss in Höhe von drei Monatsrenten. Das ist kein Sterbegeld, deckt aber oft einen Teil der Beerdigung.
Für die meisten Familien kommt im Todesfall kein Geld von einer Kasse. Eine Beerdigung kostet etwa 4.000 bis 12.000 Euro. Wer das nicht aus Erspartem zahlen kann, sorgt mit einem Sparkonto, einer Sterbegeldversicherung oder einem Treuhandvertrag beim Bestatter vor. Welcher Weg sich lohnt, hängt vor allem von Alter und Gesundheit ab.
Liegen 5.000 bis 8.000 Euro auf einem Konto, das Sie nicht anrühren, und ist ein Angehöriger als Verfügungsberechtigter eingetragen, ist die Beerdigung bezahlt. Dann brauchen Sie keine Sterbegeldversicherung, nur weil die Krankenkasse nichts mehr zahlt.
Fragen und Antworten
Seit dem 1.
Januar 2004.
Seitdem gibt es diese Leistung in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht mehr.
Nur wenn es im Tarif ausdrücklich vereinbart ist.
Üblich ist es nicht, sehen Sie in Ihren Tarifbedingungen nach.
Nein.
Können die Angehörigen die Bestattung nicht bezahlen,
übernimmt das Sozialamt nach § 74 SGB XII die erforderlichen Kosten.
Ja, Hinterbliebene erhalten die zweifachen Dienst- oder Versorgungsbezüge.
Das regelt § 18 BeamtVG für den Bund, die Länder haben eigene Regeln.
Der Ehepartner eines Rentners bekommt drei Monate lang die volle Rente des Verstorbenen.
Ein Vorschuss ist innerhalb von 30 Tagen möglich.
Manche Tarif- oder Arbeitsverträge sehen eine Sterbebeihilfe vor.
Einen gesetzlichen Anspruch gibt es nicht.
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