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Versicherungsmakler / Versicherungsfragen / Berufsunfähigkeit

Lohnt sich eine BU-Versicherung für Kinder und Schüler?

Kurz gesagt

Eine BU-Versicherung für Kinder und Schüler lohnt sich vor allem, um die heutige Gesundheit festzuschreiben. Abschließen können Sie meist ab 10 Jahren, für 1.000 Euro Monatsrente zahlen Sie mit 12 bis 15 Jahren etwa 24 bis 47 Euro im Monat. Für jüngere Kinder ist eine Kinderinvaliditätsversicherung der passendere Schutz.

Lohnt sich eine BU-Versicherung für Kinder und Schüler?

Was es kostet

Veröffentlichte Beitragsbeispiele für Schüler, Endalter 67, gesunde Kinder, Stand 2025 und 2026.

BeispielRichtwert
10 Jahre, Gymnasium oder Realschule, 350 Euro Renteetwa 13,41 Euro im Monat
10 Jahre, Grund-, Haupt- oder Mittelschule, 350 Euro Renteetwa 15,82 Euro im Monat
12 Jahre, Gymnasium, 1.000 Euro Rente, Startphase 10 Jahre24,25 Euro im Monat, danach 47,12 Euro
15 Jahre, Abitur angestrebt, 1.000 Euro Rente, günstigstes Angebot im Test440 Euro im Jahr, rund 37 Euro im Monat, höchstens 628 Euro im Jahr
Kinderinvaliditätsversicherung, 1.000 Euro Monatsrenteetwa 300 Euro im Jahr

Beitragsbeispiele aus Tarifunterlagen und einem Verbrauchertest,

Stand September 2025 bis September 2026.

Ihr Beitrag hängt von Alter, Schulform, Rente und Gesundheit ab; das genaue Angebot holen wir ein.

Rechenbeispiel

Schülerin, 12 Jahre, Gymnasium

Die Eltern schließen 1.000 Euro Rente bis 67 mit Startphase ab und erhöhen nach dem Studium über die Nachversicherung.

Beitrag in den ersten 10 Jahren24,25 Euro im Monat
Beitrag ab dem 11. Jahr47,12 Euro im Monat
Gesundheitsfrageneinmal, mit 12 Jahren
Mit 17 Diagnose Asthmafür den bestehenden Vertrag ohne Folgen
Nach dem StudiumErhöhung ohne neue Gesundheitsprüfung, je nach Tarif

Die Familie zahlt in der Schulzeit unter 300 Euro im Jahr und sichert sich einen Vertrag, den die junge Frau mit Asthma später nur mit Zuschlag oder Ausschluss bekommen hätte.

Was eine Schüler-BU leistet

Die BU-Versicherung für Schüler zahlt eine Monatsrente, wenn Ihr Kind voraussichtlich mindestens sechs Monate lang weniger als die Hälfte des Unterrichts schaffen kann. Gute Tarife schauen auf den konkreten Schulalltag, also Schulform, Schulweg, Hausaufgaben und Lernzeit, und verweisen nicht auf eine leichtere Schulform.

Nach dem Schulabschluss läuft der Vertrag weiter, und mit dem Beginn von Ausbildung oder Studium gilt der neue Beruf als Maßstab. Viele Tarife erlauben dann eine Erhöhung der Rente ohne neue Gesundheitsfragen.

Warum der Staat bei Schülern fast nichts zahlt

Kinder sind in Kita, Schule und auf dem Schulweg gesetzlich unfallversichert. Wird Ihr Kind dagegen krank, zum Beispiel durch Rheuma, Epilepsie, eine Krebserkrankung oder eine Depression, zahlt die gesetzliche Unfallversicherung nichts.

Eine Erwerbsminderungsrente gibt es erst nach fünf Beitragsjahren, in jungen Jahren unter erleichterten Bedingungen nach einer Ausbildung und mindestens einem Jahr Pflichtbeiträgen. Ein Schulkind erfüllt das nicht. Bei Erwerbsunfähigkeit bleibt ab 18 meist nur die Grundsicherung.

Der eigentliche Grund: die Gesundheit von heute

Den größten Wert hat die Schüler-BU nicht durch den niedrigen Beitrag, sondern durch die Gesundheitsfragen. Wer mit 12 gesund ist und abschließt, behält den Schutz, auch wenn mit 16 Asthma, eine Essstörung oder eine Psychotherapie dazukommt. Wer erst mit 25 fragt, bekommt dann oft Ausschluss, Zuschlag oder Ablehnung.

Die Kehrseite: Die Gesundheitsfragen gelten auch für Kinder. Ist eine Diagnose wie ADHS, Asthma oder eine Psychotherapie schon da, wird es schwierig. Ehrliche und vollständige Antworten sind Pflicht, sonst kann der Versicherer später vom Vertrag zurücktreten.

Schüler-BU oder Kinderinvaliditätsversicherung

Für Kinder unter 10 gibt es meist keine BU. Dort schützt eine Kinderinvaliditätsversicherung vor den finanziellen Folgen einer Behinderung durch Unfall und Krankheit, oft mit lebenslanger Rente. Sie kostet für 1.000 Euro Monatsrente etwa 300 Euro im Jahr.

Ab 10 Jahren ist die Schüler-BU der bessere Weg, wenn das Ziel ein späterer Einkommensschutz ist. Die Kinderinvaliditätsversicherung endet meist mit 18 und lässt sich nicht ohne Weiteres in eine BU umwandeln.

PunktSchüler-BUKinderinvaliditätsversicherung
Ab welchem Altermeist 10 Jahreab Geburt oder wenigen Monaten
Zahlt beiSchulunfähigkeit, später BerufsunfähigkeitBehinderung ab einem Grad, oft 50
Laufzeitbis 65 oder 67meist bis 18, danach Umstellung
Rolle für den späteren BerufSchutz läuft weiterSchutz endet oder wird umgestellt

Wann sich eine BU für Kinder und Schüler nicht lohnt

Wenn das Familienbudget knapp ist, kommen Privathaftpflicht und ein Schutz gegen Invalidität des Kindes zuerst. Eine Schüler-BU läuft 50 Jahre und länger, die Beiträge summieren sich auf mehrere Zehntausend Euro.

Sie lohnt sich auch nicht, wenn die Rente zu niedrig angesetzt ist und keine Nachversicherung enthalten ist. 350 Euro Rente sichern später kein Einkommen ab. Achten Sie darauf, dass die Rente ohne Gesundheitsprüfung auf mindestens 1.500 bis 2.000 Euro steigen kann.

Schritt für Schritt

  1. Klären, ob Ihr Kind gesund ist und die Gesundheitsfragen sauber beantwortet werden können.
  2. Vor dem 10. Geburtstag eine Kinderinvaliditätsversicherung prüfen.
  3. Ab 10 Jahren Angebote mit Schülerklausel vergleichen.
  4. Rente von mindestens 1.000 Euro und eine Nachversicherung bis 2.000 Euro oder mehr wählen.
  5. Startphase oder Dynamik bewusst entscheiden, nicht nach dem niedrigsten Einstiegsbeitrag.
  6. Unterlagen von Kinderarzt und Krankenkasse für die Gesundheitsfragen besorgen.

Checkliste

  • Schülerklausel mit Blick auf den konkreten Schulalltag
  • Keine Verweisung auf eine andere Schulform
  • Nachversicherung ohne Gesundheitsprüfung bei Ausbildung und Studium
  • Endalter 65 oder 67
  • Gesundheitsfragen vollständig und mit Unterlagen beantwortet

Häufige Fehler

  • Nur 350 Euro Rente ohne Nachversicherung abschließen
  • Arztbesuche wie Allergietests oder Logopädie bei den Gesundheitsfragen vergessen
  • Den Startbeitrag mit dem dauerhaften Beitrag verwechseln
  • Erst nach einer Diagnose an die BU denken

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Ab welchem Alter kann ich eine BU für mein Kind abschließen?

Bei den meisten Anbietern ab 10 Jahren, vereinzelt schon ab 6 oder 8 Jahren.

Für jüngere Kinder ist eine Kinderinvaliditätsversicherung gedacht.

Wann gilt ein Schüler als berufsunfähig?

Wenn er voraussichtlich mindestens sechs Monate lang weniger als die Hälfte des Unterrichts

schafft.

Gute Tarife berücksichtigen dabei Schulweg, Hausaufgaben und Lernzeit.

Was passiert nach dem Schulabschluss?

Der Vertrag läuft weiter, der neue Beruf wird Maßstab.

Je nach Tarif dürfen Sie die Rente bei Ausbildung oder Studium ohne neue Gesundheitsfragen erhöhen.

Wird der Beitrag teurer, wenn mein Kind später einen körperlichen Beruf lernt?

Nein, die Einstufung als Schüler bleibt in der Regel bestehen.

Manche Tarife senken den Beitrag sogar, wenn ein Beruf mit geringerem Risiko folgt.

Können Großeltern den Beitrag zahlen?

Ja.

Versicherungsnehmer können Eltern oder Großeltern sein, versicherte Person ist das Kind.

Später lässt sich der Vertrag meist auf das Kind übertragen.

Ist eine Kinderunfallversicherung nicht genug?

Nein.

Die meisten schweren Behinderungen bei Kindern entstehen durch Krankheit, nicht durch Unfall.

Die Unfallversicherung deckt nur einen kleinen Teil des Risikos.

Quellen

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