Berufshaftpflicht
Gesetzliche Pflicht nach § 45 PAO für die gesamte Dauer der Zulassung; sie deckt Vermögensschäden der Mandanten aus Fristen, Anmeldungen und Beratung.
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Eine nicht gezahlte Jahresgebühr, eine verpasste Prioritätsfrist, ein Einspruch einen Tag zu spät: In Patentanwaltskanzleien entsteht der teure Schaden fast immer am Fristenkalender, und er trifft Schutzrechte, an denen ganze Produktlinien hängen. Hier steht, was die Patentanwaltsordnung vorschreibt, warum die Mindestsumme oft knapp ist und was Kanzleien darüber hinaus brauchen.
Die Frage, die hier fast jeder zuerst stellt
Für die Zulassung ja, für viele Mandate nicht. Geht ein Patent für ein Kernprodukt verloren, weil eine Frist versäumt wurde, liegt der Schaden des Mandanten schnell im Millionenbereich. Dazu kommt: Die Jahresleistung darf auf das Vierfache der Mindestsumme begrenzt werden. Wer Industriemandanten betreut, sollte deshalb 1 bis 5 Mio. Euro je Fall prüfen; der Aufpreis ist deutlich kleiner als der Gewinn an Deckung.
Fristen
Prioritätsfristen, Jahresgebühren, Einspruchs- und Beschwerdefristen laufen bei mehreren Ämtern parallel. Ein Fehler im Fristenkalender kann ein Schutzrecht endgültig kosten.
Ausländische Verfahren
Anmeldungen in den USA, China oder Japan laufen über Korrespondenzanwälte. Fehler dort und Beratung im außereuropäischen Recht sind nicht in jedem Vertrag gedeckt.
Fehlerhafte Anmeldung
Zu enge Ansprüche, eine unvollständige Beschreibung oder eine übersehene Vorveröffentlichung: Der Mandant merkt es oft erst Jahre später im Verletzungsstreit.
Recherchen und Gutachten
Ein Freedom to Operate Gutachten übersieht ein Patent, der Mandant bringt sein Produkt auf den Markt und wird verklagt.
Erfindungen im Postfach
Unveröffentlichte Erfindungen, Zeichnungen und Laborberichte sind für Angreifer wertvoll. Ein Datenleck kann Neuheit und Vertrauen zugleich zerstören.
Gebührenzahlungen
Kanzleien zahlen Amtsgebühren für Mandanten in großer Zahl. Eine gefälschte Zahlungsanweisung lenkt Geld auf fremde Konten.
Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.
Unverzichtbar
Gesetzliche Pflicht nach § 45 PAO für die gesamte Dauer der Zulassung; sie deckt Vermögensschäden der Mandanten aus Fristen, Anmeldungen und Beratung.
Dringend empfohlen
Zahlt Forensik, Wiederherstellung von Fristendatenbank und Akten sowie Meldepflichten nach einem Angriff, und je nach Vertrag Betrug mit gefälschten Zahlungsanweisungen.
Für Personen- und Sachschäden in der Kanzlei oder beim Mandanten, etwa wenn bei einer Besichtigung ein Prototyp beschädigt wird.
Ersetzt Einrichtung, Technik und die Kosten der Aktenwiederherstellung nach Brand, Leitungswasser oder Einbruch.
Die lange Ausbildung mit technischem Studium und Kanzleizeit zahlt sich nur aus, solange Sie arbeiten können.
Sinnvoll je nach Betrieb
Für Geschäftsführer einer Patentanwaltsgesellschaft, die gegenüber der Gesellschaft persönlich haften.
Für Arbeitsrechtsstreit mit Mitarbeitern und Streit um Kanzleiräume.
Der Beitrag der Berufshaftpflicht richtet sich nach Honorarumsatz, Zahl der Berufsträger, gewählter Summe und dem Anteil an Auslandsmandaten. Öffentlich genannte Tarife für Patentanwälte gibt es kaum.
| Versicherung | Beispiel | Richtwert |
|---|---|---|
| Berufshaftpflicht | Einzelpatentanwalt, Pflichtdeckung 250.000 Euro je Fall | etwa 600 bis 1.500 Euro im Jahr |
| Berufshaftpflicht | Einzelkanzlei mit 2 Mio. Euro je Fall und Auslandsmandaten | etwa 2.000 bis 4.500 Euro im Jahr |
| Berufshaftpflicht | Kanzlei mit fünf Patentanwälten, 5 Mio. Euro je Fall | etwa 10.000 bis 25.000 Euro im Jahr |
| Cyberversicherung | Kanzlei mit zehn Arbeitsplätzen, 500.000 Euro Deckung | etwa 800 bis 2.000 Euro im Jahr |
| Inhaltsversicherung | Einrichtung und Technik im Wert von 60.000 Euro | etwa 150 bis 400 Euro im Jahr |
Zum Vergleich: Die Pflichtversicherung eines Einzelpatentanwalts kostet im Jahr ungefähr so viel wie wenige abrechenbare Stunden.
Richtwerte aus der Angebotspraxis ohne Versicherungsteuer, Stand Oktober 2026.
Die Quelle belegt die gesetzlichen Vorgaben; Ihren Beitrag ermitteln wir aus Honorar,
Mandantenstruktur und gewünschter Summe.
01
Zulassung
Für: Einzelpatentanwalt oder angestellter Patentanwalt mit eigenen Mandaten
Zusammen etwa 600 bis 1.500 Euro im Jahr
Dieses Paket anfragen02
Kanzlei
Für: Einzelkanzlei oder kleine Sozietät mit Mitarbeitern und eigenen Räumen
Zusammen etwa 3.000 bis 7.000 Euro im Jahr
Dieses Paket anfragen03
Industriekanzlei
Für: Gesellschaft mit mehreren Berufsträgern, Auslandsmandaten und hohen Summen
Zusammen etwa 12.000 bis 35.000 Euro im Jahr
Dieses Paket anfragenSechs Dinge, die in Patentkanzleien wirklich passieren, hier alle an einem Mittwoch. Gehen Sie den Tag durch und sehen Sie, wer zahlt.
Die Jahresgebühr für ein Patent eines Maschinenbauers wurde nicht rechtzeitig gezahlt. Das Schutzrecht ist erloschen, ein Wettbewerber baut nach.
Bei einer Nachanmeldung in den USA wurde die Priorität nicht wirksam beansprucht. Der Mandant verliert den Zeitrang.
Eine gefälschte E-Mail ändert die Bankverbindung eines Korrespondenzanwalts, Gebühren für zwanzig Anmeldungen gehen an Betrüger.
Beim Termin im Unternehmen stößt ein Mitarbeiter der Kanzlei einen Prototyp vom Tisch.
Ein Angriff verschlüsselt den Server mit Fristendatenbank. Forensik, Wiederherstellung und Datenschutzmeldung.
Ein Wasserschaden aus dem Stockwerk darüber trifft Archiv, Drucker und zwei Arbeitsplätze.
Welches Paket hätten Sie gehabt?
Beispielhafte Summen ohne Selbstbeteiligung.
Was gezahlt wird, regeln die Bedingungen.
Wir lesen die Ausschlüsse
Norman Nammert vergleicht als Versicherungsmakler mehrere Versicherer und zeigt Ihnen, wo Auslandsrecht, Serienschäden und Jahreshöchstleistung voneinander abweichen.
Summen nach Ihren Mandanten
Wir rechnen die Deckung mit Ihnen aus Ihren größten Schutzrechtsportfolios, statt beim gesetzlichen Minimum stehen zu bleiben.
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Fragen und Antworten
Die Berufshaftpflicht für Vermögensschäden nach § 45 PAO.
Sie muss während der gesamten Zulassung bestehen und mindestens 250.000 Euro je Versicherungsfall
betragen.
Ja, auf das Vierfache der Mindestsumme, also 1 Mio.
Euro für alle Schäden eines Versicherungsjahres.
Wer höhere Summen wählt, sollte auch die Jahresleistung anheben.
Für einen Einzelpatentanwalt mit Pflichtdeckung meist etwa 600 bis 1.500 Euro im Jahr, mit 2 Mio.
Euro je Fall eher 2.000 bis 4.500 Euro.
Das sind Richtwerte aus der Angebotspraxis.
Ja.
Der Versicherer muss der Patentanwaltskammer Beginn, Ende, Kündigung und Änderungen,
die den Schutz beeinträchtigen, unverzüglich mitteilen.
Wechseln Sie deshalb lückenlos.
Unter anderem wissentliche Pflichtverletzung, Tätigkeit über Kanzleien in anderen Staaten,
Beratung im außereuropäischen Recht und Veruntreuung durch Personal.
Gute Verträge schließen davon mehr ein, als sie müssten.
Nach § 45 Abs.
5 PAO höchstens 1 Prozent der Mindestsumme, also 2.500 Euro je Fall.
NAMMERT Versicherungsmakler
Die empfohlenen Versicherungen sind angekreuzt.
Ändern Sie, was nicht passt; wir vergleichen.
Danke, Ihre Anfrage ist bei uns.
Wir melden uns innerhalb eines Werktags. Wenn etwas eilt: 03375 / 29 12 77.

Reicht die gesetzliche Mindestsumme von 250.000 Euro?

Bin ich als angestellter Ingenieur über das Büro versichert?

Sind unsere Proben versichert, wenn der Tiefkühlschrank ausfällt?

Sind meine Mitarbeiter in der Lohn- und Finanzbuchhaltung mitversichert?
Boot oder Yacht? Dafür gibt es eigene Deckungskonzepte, ebenfalls über Ihren Makler.
Zur BootsversicherungIhr Makler: Norman Nammert, unter der Marke NAMMERT.
Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO.
Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37.
Die NAMMERT Assekuradeur GmbH ist ein eigenes Unternehmen.
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