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Grand Pavois zeigt Refit und Umbau auf Elektro

In La Rochelle beginnt am 22. September 2026 die Bootsmesse Grand Pavois. Ein eigener Bereich mit 40 Ausstellern widmet sich der Überholung älterer Boote und dem Umbau vom Verbrenner auf Elektro oder Hybrid.

Messen NAMMERT Assekuradeur GmbH

Blick in den offenen Motorraum einer älteren Segelyacht am Schwimmsteg: ein kompakter grauer Elektromotor, orange Kabel und zwei schwarze Batteriekästen auf frischem Holz.

Der Grand Pavois La Rochelle öffnet vom 22. bis 27. September 2026 im Port des Minimes, sechs Tage lang und als Messe zu Wasser. Ehrengast der Ausgabe ist Japan. Neu sind zwei Bereiche: Unter dem Namen Sortez en mer können Besucher auf Segel- und Motorbooten zu kurzen Ausfahrten mitfahren, ein zweiter Bereich gehört dem Wassertourismus.

Für Eigner älterer Boote ist ein anderer Teil interessanter. Nach Angaben des Veranstalters zeigen 40 Unternehmen und junge Firmen im Bereich Eco-navigation & Innovations durables ihre Produkte an Land und im Wasser, einige Boote stehen für Probefahrten bereit. Darin sitzt ein wachsender Schwerpunkt Refit: Werkstätten, die ältere Fahrten- und Regattaboote überholen, Umrüster, die einen Verbrenner durch einen Elektro- oder Hybridantrieb ersetzen, dazu Antifouling mit geringerer Umweltlast und der Rückbau ausgedienter Boote. Der Veranstalter begründet den Schwerpunkt mit den Preisen für Neuboote und mit der Lebensdauer: Ein Sportboot hält in Europa im Schnitt 30 bis 40 Jahre.

Praktisch heißt das: Wer sein Boot behalten und modernisieren will, findet in La Rochelle gebündelt, was sonst auf viele Werften verteilt ist. Am Donnerstag, dem 24. September 2026, werden dort außerdem die Trophées Innovation Nautisme Nouvelle-Aquitaine vergeben, Preise für Neuerungen rund ums Boot. Zur erwarteten Besucherzahl nennen die Quellen unterschiedliche Werte, deshalb steht hier keine.

Was das für Eigner heißt

Ein Umbau vom Diesel auf Elektro ist versicherungstechnisch kein Zubehörwechsel, sondern eine Änderung am Boot. Neuer Antrieb, Lithiumbatterien und neue Leitungen verändern Wert, Brandlast und Einbauort, und das gehört dem Versicherer vor der ersten Fahrt gemeldet, samt Rechnung und Einbaunachweis der Werkstatt. Betroffen sind vor allem ältere Segelyachten und Motorboote mit Einbaumotor, bei Außenbordern und Trailerbooten ist der Tausch meist einfacher. Wer die Versicherungssumme nach dem Refit nicht anpasst, riskiert im Totalschaden eine Unterversicherung. Und weil Lithiumbatterien und neue Leitungen die Brandgefahr an Bord verändern, ist der Einbau durch einen Fachbetrieb mit schriftlichem Nachweis mehr als eine Formsache.

Dieser Abschnitt ist unsere Sicht als Assekuradeur, nicht Teil der Meldung. Was Ihr eigener Vertrag leistet, steht in Ihren Bedingungen; im Zweifel rufen Sie an.

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