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Interboot schrumpft: 36.100 Besucher, gut ein Viertel weniger als 2022
Die Interboot in Friedrichshafen hat 2026 nach Angaben des Veranstalters 36.100 Besucher gezählt. Die Messe schrumpft damit zum vierten Mal in Folge und liegt gut ein Viertel unter 2022, als noch 49.800 kamen.
Messen NAMMERT Assekuradeur GmbH
- 2022 49.8009 Tage
- 2023 41.2009 Tage
- 2024 40.1005 Tage
- 2025 37.9005 Tage
- 2026 36.1005 Tage
Quellen: BOOTE (2022, 2023), YACHT (2024, 2025), Veranstalter (2026). Bis 2023 dauerte die Messe neun Tage, seit 2024 fünf.
Die 65. Interboot lief vom 23. bis 27. September 2026 in Friedrichshafen. Der Veranstalter meldet in seinem Schlussbericht vom 27. September 36.100 Besucher und nennt die Zahl selbst geringer als im Vorjahr. Eine zweite Quelle für die Zahl lag bis zur Veröffentlichung nicht vor, wir geben sie deshalb ausdrücklich als Angabe des Veranstalters wieder.
Der Verlauf der vergangenen Jahre zeigt eine Richtung. 2022 kamen 49.800 Besucher, 2023 waren es 41.200, rund 17 Prozent weniger. 2024 folgten 40.100, 2025 dann 37.900. Für 2025 nannte der Veranstalter die wirtschaftliche und die geopolitische Lage als Grund. Mit 36.100 liegt 2026 damit gut ein Viertel unter 2022.
Ein Teil des Rückgangs erklärt sich aus dem Format. Bis 2023 dauerte die Messe neun Tage, seit 2024 sind es fünf. Rechnerisch kamen 2023 rund 4.600 Besucher je Messetag, 2026 rund 7.200. Kürzer geworden ist auch die Ausstellerliste: Der Veranstalter nennt 308 Aussteller, etwas unter dem Vorjahr, dafür mehr Boote auf dem Gelände als 2025. Den Rückgang bei den Ausstellern führt er vor allem auf die geopolitische Lage und Veränderungen im Charterbereich zurück, eine genaue Zahl der Boote nennt er nicht. Weniger Aussteller, mehr Boote, vollere Tage: Die Messe ist dichter geworden, aber nicht größer.
Beim Branchengespräch am 24. September bestätigte der Verband Maritime Wirtschaft Deutschland das Bild aus seiner Umfrage, über die wir am 11. September berichtet haben: Mehr als 60 Prozent der Betriebe sehen ihre Lage schlechter als im Vorjahr, Gebrauchtboote und Service tragen. Neu ist, dass bereits erste Bestellungen für 2027 vorliegen. Veranstalter und Deutscher Motoryachtverband sprechen von vorsichtigem Optimismus, Zahlen zu den Bestellungen nennen beide nicht.
Nach dieser Ausgabe übernimmt Zuzanna Sroda die Projektleitung von Felix Klarmann. Sie gehört seit vielen Jahren zum Interboot-Team und hat die Verkürzung auf fünf Tage 2024 mitgetragen. Aus unserer Sicht liegt ihr wichtigster Hebel nicht bei der Zahl der Aussteller, die an Markt und Chartergeschäft hängt, sondern im Hafen: Probefahrten, Programm auf dem Wasser und ein Abend am Steg, der Besucher länger hält als bis zur nächsten Halle. Dort kann eine neue Leitung am schnellsten zeigen, wohin sie will. Der erste Gradmesser ist die Interboot vom 22. bis 26. September 2027.
Was das für Eigner heißt
Für den Versicherungsschutz ändert die Besucherzahl nichts. Sie zeigt aber, dass Käufer heute gezielter auf die Messe kommen und dort eher unterschreiben. Wer auf der Messe oder jetzt für 2027 bestellt, sollte klären, ab wann das Boot auf ihn übergeht und wie die Überführung vom Messehafen oder vom Händler ins Heimatrevier abgesichert ist. Das betrifft Trailerboote und Elektroboote ebenso wie Segelyachten, die auf eigenem Kiel nach Hause gehen.
Unsere Sicht als Assekuradeur, nicht Teil der Meldung. Was Ihr Vertrag leistet, steht im Wortlaut.
Woher wir das haben
- Interboot (Veranstalter), Schlussbericht vom 27.09.2026
- Interboot (Veranstalter), Branchengespräch vom 24.09.2026
- Interboot (Veranstalter), Vorbericht vom 23.09.2026
- YACHT, Bilanz der Interboot 2025
- YACHT, Bilanz der Interboot 2024 vom 30.09.2024
- BOOTE, Bilanz der Interboot 2023 vom 05.10.2023
- Deutscher Motoryachtverband (DMYV), 24.09.2026
- float Magazin, neue Projektleitung der Interboot
Der Text ist unser eigener; aus den Quellen stammen Sachverhalte und Zahlen, keine Formulierungen.