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Kurz gesagt
Die OP-Deckung ist günstig und zahlt nur bei Operationen, dafür samt Voruntersuchung, Narkose und Nachbehandlung. Der Vollschutz kostet etwa das Zwei- bis Dreifache und zahlt auch Behandlung, Diagnostik und Medikamente ohne Operation. Für ein gesundes Tier mit Rücklage für kleine Rechnungen reicht die OP-Deckung. Wer chronische Leiden erwartet, braucht den Vollschutz.
Beiträge und Behandlungskosten aus veröffentlichten Tarifübersichten, Tests und Kostenlisten, Stand September 2026.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| OP-Deckung Hund, junger kleiner Hund | etwa 4 bis 8 Euro im Monat |
| OP-Deckung Hund, große Rasse | etwa 7 bis 12 Euro im Monat, mit gutem Umfang bis 30 Euro |
| Vollschutz Hund | etwa 11 bis 35 Euro im Monat, große Rassen bis 70 Euro |
| OP-Deckung Katze | etwa 7 bis 25 Euro im Monat |
| Vollschutz Katze | etwa 16 bis 50 Euro im Monat |
| Kreuzbandriss mit Diagnostik, Operation und Nachbehandlung | etwa 2.500 bis 4.500 Euro |
| Fremdkörper im Magen oder Darm, Operation | etwa 1.500 bis 3.500 Euro |
| Zahnsanierung mit Narkose, Röntgen und Extraktionen | etwa 300 bis 2.000 Euro |
| Kaiserschnitt | etwa 1.300 bis 2.600 Euro |
| Übliche Erstattungssätze und Selbstbeteiligungen | 80 bis 100 Prozent Erstattung, Selbstbeteiligung 0, 150, 250 oder 500 Euro oder 20 bis 30 Prozent |
Richtwerte, Stand September 2026, aus veröffentlichten Tarifübersichten, Tests und Kostenlisten. Der chronische Verlauf im Rechenbeispiel ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis, weil solche Jahressummen selten veröffentlicht werden. Ihr Beitrag hängt von Tier, Alter, Rasse und Umfang ab; das genaue Angebot holen wir für Sie ein.
Rechenbeispiel
Gerechnet mit einer OP-Deckung für 10 Euro im Monat und einem Vollschutz für 28 Euro im Monat, beide mit 90 Prozent Erstattung.
| Fall 1, Kreuzbandriss: Rechnung mit Diagnostik, Operation und Nachbehandlung | etwa 3.500 Euro |
| Fall 1, Erstattung OP-Deckung | 3.150 Euro bei 120 Euro Beitrag im Jahr |
| Fall 1, Erstattung Vollschutz | 3.150 Euro bei 336 Euro Beitrag im Jahr |
| Fall 2, chronische Hauterkrankung: Untersuchungen, Allergietest, Kontrollen, Dauermedikament über ein Jahr | etwa 1.400 Euro |
| Fall 2, Erstattung OP-Deckung | 0 Euro, weil nicht operiert wurde |
| Fall 2, Erstattung Vollschutz nach 150 Euro Selbstbeteiligung | 1.125 Euro |
Im ersten Fall leistet die OP-Deckung dasselbe wie der Vollschutz und kostet 216 Euro weniger Beitrag im Jahr. Im zweiten Fall zahlt sie nichts, während der Vollschutz 1.125 Euro erstattet. Die Wahl hängt damit nicht am Preis, sondern daran, welchen Verlauf Sie für Ihr Tier für wahrscheinlicher halten.
Die OP-Deckung greift, wenn Ihr Tier unter Narkose operiert wird. Bezahlt werden dann die Voruntersuchung zur Operation, die Narkose, der Eingriff selbst, der Klinikaufenthalt und die Nachbehandlung bis zu einer im Vertrag genannten Frist, meist einige Wochen bis wenige Monate.
Alles, was ohne Operation bleibt, zahlt sie nicht. Eine Ultraschalluntersuchung, ein Allergietest, ein Dauermedikament gegen Arthrose oder eine Zahnbehandlung ohne Extraktion fallen heraus. Das ist kein Kleingedrucktes, sondern der Kern des Produkts: Sie versichern das Operationsrisiko, nicht die Gesundheit.
Der Vollschutz enthält die Operationen und nimmt die Behandlung dazu: Untersuchung, Röntgen, Ultraschall, Labor, Medikamente, oft auch Physiotherapie. Viele Tarife bringen ein Vorsorgebudget für Impfung, Entwurmung und Zahnsteinentfernung mit, üblich sind etwa 50 bis 150 Euro im Jahr.
Bezahlt wird das mit drei Stellschrauben: Erstattungssatz von 80 bis 100 Prozent, Jahreshöchstgrenze und Selbstbeteiligung. Lesen Sie diese drei Zahlen immer zusammen. Ein Vollschutz mit 80 Prozent Erstattung und einer Jahresgrenze von 2.000 Euro ist bei einer Operation über 3.500 Euro schwächer als eine gute OP-Deckung ohne Grenze.
| Merkmal | OP-Deckung | Vollschutz |
|---|---|---|
| Beitrag Hund im Monat | etwa 4 bis 12 Euro | etwa 11 bis 35 Euro, große Rassen bis 70 Euro |
| Beitrag Katze im Monat | etwa 7 bis 25 Euro | etwa 16 bis 50 Euro |
| Operation, Narkose, Nachbehandlung | ja | ja |
| Untersuchung und Beratung ohne Operation | nein | ja |
| Röntgen, Ultraschall, Labor ohne Operation | nein | ja |
| Medikamente bei chronischem Leiden | nein | ja |
| Vorsorge, Impfung, Entwurmung | nein | oft mit Jahresbudget von 50 bis 150 Euro |
| Zahnbehandlung ohne Extraktion | in der Regel nein | je nach Tarif |
| Passt zu | gesundes Tier, Rücklage für kleine Rechnungen | anfällige Rasse, planbare Kosten gewünscht |
Drei Verläufe kosten viel Geld und enthalten keine Operation. Erstens die chronische Erkrankung: Allergie, Arthrose, Schilddrüse, Herz oder Epilepsie werden über Jahre mit Medikamenten und Kontrollen behandelt, nicht mit dem Messer. Zweitens die lange Diagnostik: Ist unklar, warum das Tier lahmt oder erbricht, entstehen Kosten für Röntgen, Ultraschall, Labor und Überweisungen, bevor überhaupt jemand über eine Operation entscheidet.
Drittens die Zahnbehandlung ohne Extraktion. Eine Zahnsanierung mit Narkose und Röntgen, bei der am Ende nur gereinigt und geglättet wird, gilt in vielen Verträgen nicht als Operation. Fragen Sie vor dem Abschluss ausdrücklich, ab wann Zähne als operativer Eingriff zählen, und lassen Sie sich die Antwort schriftlich geben.
Zur OP-Deckung greifen Sie, wenn Sie kleine Rechnungen von 100 bis 500 Euro selbst tragen können und nur die eine große fürchten. Das trifft auf viele gesunde Mischlinge und auf Wohnungskatzen zu. Sie zahlen deutlich weniger Beitrag und behalten den Schutz gegen den Fall, der wirklich weh tut.
Zum Vollschutz greifen Sie, wenn die Rasse bekannte Erbkrankheiten mitbringt, wenn das Tier ohnehin regelmäßig zum Tierarzt muss oder wenn Sie planbare Kosten wollen. Bei einem Tier mit Allergieneigung ist der Vollschutz der einzige der beiden Verträge, der überhaupt etwas zahlt.
Vorerkrankungen sind in beiden Formen ausgeschlossen, und beide haben Wartezeiten: meist 30 Tage allgemein, bei bestimmten Krankheiten bis zu sechs Monate, bei Unfällen oft keine. Ein Abschluss nach der ersten Diagnose hilft für genau diese Krankheit nicht mehr.
Auch staffeln beide den Beitrag nach Alter. Ein Wechsel von der OP-Deckung in den Vollschutz nach fünf Jahren ist möglich, wird aber nach dem dann erreichten Alter berechnet, und alles bis dahin Behandelte bleibt draußen. Halten Sie den Vollschutz für wahrscheinlich, nehmen Sie ihn von Anfang an.
Fragen und Antworten
Die OP-Versicherung zahlt nur Operationen samt Voruntersuchung, Narkose und Nachbehandlung. Der Vollschutz zahlt zusätzlich Behandlung, Diagnostik und Medikamente auch ohne Operation.
Nur die Untersuchung, die unmittelbar zur Operation gehört. Röntgen und Labor, die am Ende zu keiner Operation führen, tragen Sie selbst.
Das hängt vom Vertrag ab. Eine Extraktion gilt meist als Operation, eine reine Reinigung unter Narkose oft nicht. Fragen Sie vor dem Abschluss nach.
Bei einem jungen Hund etwa das Zwei- bis Dreifache: rund 11 bis 35 Euro im Monat gegen 4 bis 12 Euro. Bei Katzen liegt der Abstand ähnlich.
Meist ja, aber zum dann erreichten Alter und ohne alles, was bis dahin behandelt wurde. Wer den Vollschutz für wahrscheinlich hält, sollte ihn gleich nehmen.
Für gesunde Tiere ohne bekannte Rassekrankheiten, wenn Sie kleine Rechnungen von 100 bis 500 Euro selbst tragen können.
Viele Tarife enthalten ein Jahresbudget von etwa 50 bis 150 Euro für Impfung, Entwurmung und Zahnsteinentfernung. Das ist ein Zuschuss, keine volle Erstattung.
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