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Charter zwischen Korsika und Sardinien: was gilt in der Straße von Bonifacio?
Kurze Antwort
Wer zwischen Korsika und Sardinien chartert, quert die Straße von Bonifacio: eine Meerenge, in der Westwind deutlich zulegt. Auf beiden Seiten liegen Schutzgebiete; was dort gilt, steht in den Revierunterlagen.
Ein Charter zwischen Korsika und Sardinien führt fast immer durch die Straße von Bonifacio, die Meerenge zwischen der Südspitze Korsikas und dem Norden Sardiniens. Auf der französischen Seite liegt das Naturschutzgebiet der Bouches de Bonifacio mit den Lavezzi-Inseln, auf der italienischen der Nationalpark des La-Maddalena-Archipels. Beide Länder gehören zur EU und zum Schengenraum, Grenzformalitäten gibt es beim Übersetzen in aller Regel nicht. Was in der Straße gilt, hängt deshalb weniger an der Grenze als an Wind, Verkehr und den Regeln der Schutzgebiete.
Der Wind ist das Erste, worauf es ankommt. Weht er aus West, wird er zwischen den beiden Inseln wie in einer Düse beschleunigt, und in der Meerenge steht dann deutlich mehr Wind und Welle als an der Küste davor. Dazu kommen Fähren und Frachter, die die Straße queren oder durchfahren. In den Schutzgebieten gelten Zonen, in denen Ankern, Fischen oder Fahren eingeschränkt oder verboten ist, und für den Nationalpark La Maddalena verlangt die Parkverwaltung für Sportboote eine gebührenpflichtige Erlaubnis. Welche Zonen und Gebühren aktuell gelten, steht in den Revierunterlagen der Basis und bei den Parkverwaltungen.
Fragen Sie vor der Buchung, ob die Basis das Übersetzen auf die andere Insel erlaubt und welche Papiere sie dafür an Bord gibt. Planen Sie die Querung bei ruhigem Wetter und mit einem Ausweichhafen, und lesen Sie den Wetterbericht für die Straße selbst, nicht nur für die Küste. Kümmern Sie sich vor der Einfahrt in La Maddalena um die Erlaubnis und halten Sie sich an die Ankerzonen. Für Schäden, die Sie mit dem gecharterten Boot bei anderen anrichten, haften Sie persönlich, in Frankreich wie in Italien; eine eigene Skipperhaftpflicht gehört deshalb zur Vorbereitung.
Zum Merken
Grenze
zwischen Frankreich und Italien in aller Regel ohne Formalitäten
Wind und Schutzgebiete
Düseneffekt bei Westwind, Zonen und Parkerlaubnis
In der Straße von Bonifacio hält Sie nicht die Grenze auf, sondern der Wind und die Regeln der Schutzgebiete.
Fragen und Antworten
Häufige Fragen
Brauche ich für die Fahrt von Sardinien nach Korsika Grenzpapiere?
In aller Regel nicht, beide Inseln liegen in der EU und im Schengenraum. Ausweise für alle an Bord, die Crewliste und die Bootspapiere gehören trotzdem an Bord, und ob die Basis das Übersetzen erlaubt, steht im Chartervertrag.
Warum ist die Straße von Bonifacio bei Westwind so unruhig?
Weil der Wind zwischen den beiden Inseln wie in einer Düse beschleunigt wird. In der Meerenge stehen dann deutlich mehr Wind und Welle als an der Küste davor. Planen Sie die Querung deshalb für ruhiges Wetter.
Was kostet die Einfahrt in den Nationalpark La Maddalena?
Die Parkverwaltung verlangt für Sportboote eine gebührenpflichtige Erlaubnis, deren Höhe von Bootsgröße und Dauer abhängt. Die aktuellen Sätze und Zonen nennt die Parkverwaltung, die Basis weiß in aller Regel, wie man die Erlaubnis bekommt.
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