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Charter auf den Bahamas: was gilt für Einklarierung, Papiere und flache Gewässer?
Kurze Antwort
Für einen Charter auf den Bahamas verlangt die Basis in aller Regel Erfahrung als Skipper und oft einen Befähigungsnachweis wie das ICC. Die Einklarierung der Yacht ist meist Sache der Basis; entscheidend sind flache Gewässer, Navigation auf Sicht und die Hurrikansaison.
Ein Charter auf den Bahamas führt meist durch die Abacos oder die Exumas, Inselketten mit kurzen Schlägen, geschützten Ankerplätzen und sehr flachen, klaren Gewässern. Die Charterbasen sitzen vor allem dort und in Nassau. Die Yacht ist im Land zugelassen, Einklarierung und Genehmigungen für das Boot sind deshalb in aller Regel Sache der Basis. Selbst einklarieren muss, wer mit einem Boot aus dem Ausland ankommt, und zwar im ersten Hafen mit Zoll und Einwanderungsbehörde. Was für Ihre Papiere und Ihre eigene Einreise gilt, nennt die Basis beziehungsweise die Botschaft der Bahamas oder das Auswärtige Amt.
Die Basen verlangen in aller Regel nachweisbare Erfahrung als Skipper, viele zusätzlich einen Befähigungsnachweis wie das ICC oder einen gleichwertigen nationalen Schein, manche ein Funkzeugnis. Oft prüft die Basis vor der Buchung einen ausführlichen Lebenslauf als Skipper. Das Besondere ist das Wasser: Zwischen den Inseln ist es häufig nur wenige Meter tief, Sandbänke und Korallenköpfe liegen im Weg, und Seekarten sind nicht überall genau. Navigiert wird deshalb auf Sicht, nach der Farbe des Wassers, und das geht nur mit hoch stehender Sonne. Viele Basen untersagen Fahrten in der Dunkelheit und begrenzen das Fahrtgebiet.
Planen Sie die Reise außerhalb der Hurrikansaison, die im Atlantik offiziell vom 1. Juni bis zum 30. November dauert; im Spätsommer und Herbst ist das Risiko am größten. Klären Sie vor der Buchung schriftlich, welche Papiere die Basis anerkennt, wie weit das Fahrtgebiet reicht und was bei einer Grundberührung gilt, denn Schäden an Rumpf, Ruder und Propeller sind im flachen Wasser ein typisches Risiko. Beachten Sie die Regeln der Schutzgebiete, etwa in den Exumas, wo Fischen und Ankern beschränkt sein können. Für Schäden, die Sie mit der gecharterten Yacht bei anderen anrichten, haften Sie persönlich; eine eigene Skipperhaftpflicht, die auch in der Karibik und im Atlantik gilt, gehört deshalb dazu.
Zum Merken
Papiere
Erfahrung als Skipper, oft ICC oder gleichwertiger Schein
Wasser
flach, Navigation auf Sicht, nur bei gutem Licht
Auf den Bahamas entscheidet das Licht über die Route: Wer die Farben des Wassers lesen kann, kommt sicher durch.
Fragen und Antworten
Häufige Fragen
Muss ich die Charteryacht auf den Bahamas selbst einklarieren?
In aller Regel nicht. Die Yacht ist im Land zugelassen, Genehmigungen für das Boot erledigt die Basis. Einklarieren muss, wer mit einem Boot aus dem Ausland ankommt.
Welche Papiere verlangt eine Charterbasis auf den Bahamas?
Meist nachweisbare Erfahrung als Skipper, oft einen Befähigungsnachweis wie das ICC oder einen gleichwertigen Schein und manchmal ein Funkzeugnis. Was anerkannt wird, lassen Sie sich vorher schriftlich bestätigen.
Warum darf ich auf den Bahamas nachts oft nicht fahren?
Weil im flachen Wasser auf Sicht navigiert wird. Sandbänke und Korallenköpfe erkennt man nur an der Farbe des Wassers, und die sieht man nur bei gutem Licht. Viele Basen untersagen deshalb Fahrten in der Dunkelheit.
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