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Motorboot mieten: Welche Versicherung braucht der Mieter?
Kurze Antwort
Ein Mietboot ist in aller Regel versichert, aber für den Vermieter. Beim Mieter bleiben Kaution und Selbstbehalt, bei grober Fahrlässigkeit oft mehr, und die Privathaftpflicht schließt fremde Motorboote meist aus.
Ein Motorboot für einen Tag mieten, am See zu Hause oder im Urlaub in Kroatien, Italien oder auf Mallorca, ist schnell erledigt: Ausweis zeigen, Kaution hinterlegen, kurze Einweisung, los. Das Boot ist dabei fast immer versichert, in vielen Ländern ist die Haftpflicht für Mietboote sogar vorgeschrieben, und oft hat der Vermieter auch eine Kasko. Beide Verträge hat aber der Vermieter für sich geschlossen. Was davon beim Mieter ankommt, steht im Mietvertrag, und den unterschreibt man meist am Steg, ohne ihn zu lesen. Neu in Spanien seit dem 1. Oktober 2026: Wer dort ein Motorboot mietet, braucht einen Bootsführerschein, auch für kleine Boote bis 5 Meter und 15 PS, die Eigner weiter ohne Schein fahren dürfen (Real Decreto 1188/2025).
Drei Stellen sind für Mieter teuer. Erstens Kaution und Selbstbehalt: Beschädigen Sie das Boot, behält der Vermieter die Kaution ein, und bei einem größeren Schaden kann der Selbstbehalt darüber liegen. Zweitens grobe Fahrlässigkeit: Wer mit Alkohol fährt, in eine Badezone fährt, das erlaubte Fahrtgebiet verlässt oder nachts unterwegs ist, obwohl der Vertrag das verbietet, verliert oft den Schutz, und dann holt sich der Versicherer des Vermieters sein Geld beim Mieter. Drittens die eigene Privathaftpflicht: Sie schließt Boote mit Motor meist aus, und Schäden an gemieteten Sachen sind dort in der Regel ebenfalls nicht versichert.
Vor der Fahrt hilft wenig Aufwand: im Mietvertrag Selbstbehalt, erlaubtes Fahrtgebiet und Zahl der Fahrer lesen, das Boot von allen Seiten fotografieren, auch Rumpf, Propeller und Tankanzeige, und nachfragen, welche Versicherung für das Boot besteht. Wer selbst ein Boot bei NAMMERT versichert hat, ist als Mieter über die Skipperhaftpflicht abgesichert: ab Basis-Plus für gecharterte oder geliehene Boote bis zur Größe des eigenen Bootes, im Premium ohne Größenbegrenzung, wenn der Mietvertrag auf Ihren Namen läuft und höchstens 30 Tage dauert, in Europa und im gesamten Mittelmeer. Sie greift nachrangig und für Schäden an anderen, Schäden am Mietboot selbst bleiben Sache von Kaution und Vertrag.
Zum Merken
Der Vermieter
versichert sein Boot
Der Mieter
trägt Kaution und Selbstbehalt
Ein versichertes Mietboot heißt nicht, dass Sie versichert sind. Das steht im Mietvertrag.
Fragen und Antworten
Häufige Fragen
Ist ein Mietboot versichert?
Fast immer, mit einer Haftpflicht und oft einer Kasko des Vermieters. Beide schützen zuerst den Vermieter. Sie als Mieter tragen in der Regel Kaution und Selbstbehalt.
Zahlt meine Privathaftpflicht, wenn ich mit dem Mietboot einen Schaden verursache?
Meist nicht. Viele Verträge schließen Boote mit Motor aus, und Schäden an gemieteten Sachen sind dort in der Regel nicht versichert. Lesen Sie die Bedingungen vor der Reise.
Bin ich als Kunde von NAMMERT auf dem Mietboot versichert?
Ab Basis-Plus über die Skipperhaftpflicht für Schäden an anderen, für Boote bis zur Größe Ihres eigenen, im Premium ohne Größenbegrenzung. Der Mietvertrag muss auf Ihren Namen laufen und darf höchstens 30 Tage dauern.
Was sollte ich vor dem Ablegen mit dem Mietboot tun?
Selbstbehalt und erlaubtes Fahrtgebiet im Vertrag lesen, das Boot rundum fotografieren und Vorschäden im Übergabeprotokoll vermerken lassen.
NAMMERT Assekuradeur GmbH, Karl-Marx-Straße 4, 15711 Königs Wusterhausen, 03375 / 29 12 77
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