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Charter auf der deutschen Ostsee: welcher Schein und welche Erfahrung reichen?
Kurze Antwort
Auf der deutschen Ostsee braucht der Skipper für die üblichen Charteryachten den Sportbootführerschein See, weil ihr Motor mehr als 11,03 kW leistet. Viele Basen verlangen darüber hinaus Erfahrung oder weitere Nachweise, und das klären Sie vor der Buchung.
Wer einen Charter auf der deutschen Ostsee plant, ob in der Kieler Bucht, auf der Flensburger Förde, rund um Fehmarn oder vor Rügen, fragt sich zuerst, welcher Schein und welche Erfahrung reichen. Beim Schein ist die Antwort an der Küste klarer als im Ausland: Auf den Seeschifffahrtsstraßen braucht der Schiffsführer den Sportbootführerschein See, sobald der Motor des Bootes mehr als 11,03 kW leistet. Das gilt auch für Segelyachten, und praktisch jede Charteryacht liegt über dieser Grenze. Für einzelne Gewässer hinter der Küste gelten eigene Abgrenzungen; die Basis sagt Ihnen, was in ihrem Revier gilt.
Bei der Erfahrung haben die Basen eigene Regeln. Manche geben eine kleinere Yacht mit dem Sportbootführerschein See und etwas Praxis heraus, andere verlangen für größere Boote weitere Scheine, einen Meilennachweis oder ein Gespräch vor der Übergabe. Für das UKW-Funkgerät an Bord brauchen Sie ein Funkbetriebszeugnis wie das SRC, viele Basen verlangen es mindestens von einer Person der Crew. Wer sich unsicher ist, kann einen Skipper mitbuchen oder den ersten Törn mit kurzen Schlägen planen. Lassen Sie sich vor der Buchung schriftlich geben, was die Basis für das gebuchte Boot verlangt.
Im Revier selbst kommt es auf drei Dinge an. Die Ostsee hat kaum Gezeiten, aber der Wasserstand kann bei anhaltendem Wind deutlich steigen oder fallen, und in flachen Häfen und Boddengewässern wird das schnell zur Frage der Wassertiefe. Vor der Küste liegen Übungsgebiete der Marine mit Sperrzeiten, die öffentlich bekannt gegeben werden; die Revierunterlagen der Basis nennen sie. Und kurze, steile Wellen bei frischem Wind sind anstrengender, als die Seekarte vermuten lässt. Für Schäden, die Sie mit dem gecharterten Boot bei anderen anrichten, haften Sie persönlich; eine eigene Skipperhaftpflicht gehört deshalb zur Vorbereitung.
Zum Merken
SBF See
Pflicht ab 11,03 kW, also für fast jede Charteryacht
Erfahrung
legt die Basis fest, je nach Boot und Revier
Den Schein verlangt das Gesetz, die Erfahrung verlangt die Basis. Klären Sie beides vor der Buchung.
Fragen und Antworten
Häufige Fragen
Reicht der Sportbootführerschein Binnen für die Ostsee?
Nein. Auf den Seeschifffahrtsstraßen an der Küste braucht der Schiffsführer für ein Boot mit mehr als 11,03 kW Motorleistung den Sportbootführerschein See. Der Binnenschein gilt dort nicht.
Verlangt die Basis den Sportküstenschifferschein?
Gesetzlich vorgeschrieben ist er für einen privaten Charter an der Küste nicht. Manche Basen verlangen ihn oder einen Meilennachweis für größere Boote. Fragen Sie vor der Buchung und lassen Sie sich die Antwort schriftlich geben.
Brauche ich auf der Ostsee ein Funkzeugnis?
Wer das UKW-Seefunkgerät an Bord bedient, braucht ein Funkbetriebszeugnis wie das SRC. Viele Basen verlangen, dass mindestens eine Person der Crew es besitzt.
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