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Whitsundays in Australien chartern: reicht die Einweisung statt eines Scheins?
Kurze Antwort
Für einen Charter in den Whitsundays verlangen viele Basen keinen bestimmten Schein, prüfen aber die Erfahrung und geben eine ausführliche Einweisung. Das Fahrtgebiet ist begrenzt, im Schutzgebiet des Riffs gelten Regeln für Bojen und Anker.
Die Whitsundays liegen vor der Küste von Queensland in Australien: eine Gruppe von Inseln mit bewaldeten Hügeln, weißen Stränden und geschützten Buchten innerhalb des Great Barrier Reef. Die Charterbasen sitzen vor allem in Airlie Beach auf dem Festland. Die Schläge zwischen den Inseln sind kurz und das Wasser ist meist ruhiger als vor offener Küste, doch zwischen den Inseln laufen kräftige Gezeitenströme. Welche Papiere die Basis verlangt und welche Erfahrung sie erwartet, steht im Chartervertrag. Um Ihre Einreise und das Visum kümmern Sie sich selbst; die Regeln nennt die australische Botschaft oder das Auswärtige Amt. Wer die Whitsundays chartern will, fragt sich oft, ob die Einweisung der Basis statt eines Scheins reicht.
Viele Basen verlangen keinen bestimmten Befähigungsnachweis, sondern prüfen die Erfahrung des Skippers anhand eines Fragebogens oder Lebenslaufs. Dafür geben sie vor dem Ablegen eine ausführliche Einweisung in Yacht, Revier und Funk, manche fahren bei wenig Erfahrung den ersten Abschnitt mit. Das Fahrtgebiet ist im Chartervertrag begrenzt, Nachtfahrten sind in aller Regel untersagt, und häufig müssen Sie sich zu festen Zeiten per Funk bei der Basis melden. Bei Starkwind oder starkem Strom sperrt die Basis bestimmte Durchfahrten und Ankerplätze. Ein Schein wie das ICC schadet trotzdem nicht, er erleichtert die Prüfung.
Die Inseln liegen im Meeresschutzgebiet des Great Barrier Reef. Dort gibt es Zonen mit eigenen Regeln, öffentliche Bojen mit begrenzter Liegezeit und Bereiche, in denen Ankern verboten ist, um die Korallen zu schonen; die aktuellen Karten bekommen Sie bei der Übergabe. Von November bis April ist Zyklonsaison, und in den warmen Monaten treten in Küstennähe häufig giftige Quallen auf, weshalb beim Baden oft ein Schutzanzug empfohlen wird. Klären Sie vor der Buchung schriftlich, was bei Schäden am Riff oder an einer Boje gilt. Für Schäden, die Sie bei anderen anrichten, haften Sie persönlich; eine eigene Skipperhaftpflicht, die auch in Australien gilt, gehört deshalb dazu.
Zum Merken
Papiere
oft kein bestimmter Schein, aber Prüfung der Erfahrung
Revier
begrenztes Fahrtgebiet, feste Funkmeldungen, Bojen im Schutzgebiet
In den Whitsundays ersetzt die Einweisung den Schein, aber nicht die eigene Sorgfalt am Riff.
Fragen und Antworten
Häufige Fragen
Brauche ich für einen Charter in den Whitsundays einen Schein?
Viele Basen verlangen keinen bestimmten Schein, prüfen aber die Erfahrung des Skippers und geben eine ausführliche Einweisung. Was gilt, steht im Chartervertrag; lassen Sie es sich vorher schriftlich bestätigen.
Darf ich in den Whitsundays überall ankern?
Nein. Im Schutzgebiet des Riffs gibt es Bereiche, in denen Ankern verboten ist, und öffentliche Bojen mit begrenzter Liegezeit. Die Basis gibt die aktuellen Karten bei der Übergabe mit.
Wann ist die beste Zeit für einen Charter in den Whitsundays?
Meist zwischen Mai und Oktober, außerhalb der Zyklonsaison. Dann weht der Passat beständig aus Südost, das Wetter ist trockener, und giftige Quallen sind seltener.
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