Scheinbarer Wind: was an Bord ankommt
Der Wetterbericht meldet den wahren Wind. An Bord spüren Sie etwas anderes, den scheinbaren Wind: die Summe aus wahrem Wind und Fahrtwind. Stellen Sie Wind, Einfallswinkel und Fahrt ein und sehen Sie, was an Bord ankommt und wohin Verklicker und Segel zeigen.
Drei Dinge, die der scheinbare Wind erklärt
Am Wind fühlt es sich stärker an
Wer gegen den Wind kreuzt, addiert den Fahrtwind. Auf der Kreuz kommt an Bord mehr an, als gemeldet ist, und die Gischt fliegt einem ins Gesicht.
Vor dem Wind wird es trügerisch ruhig
Mit dem Wind zieht der Fahrtwind ab: 20 Knoten wahrer Wind fühlen sich bei 6 Knoten Fahrt wie 14 an. Wer dann anluvt, hat plötzlich die volle Stärke und mehr. Deshalb wird vor dem Kurswechsel gerefft, nicht danach.
Schnelle Boote holen den Wind nach vorn
Katamarane, Foiler und Eisyachten segeln raumschots mit scheinbarem Wind von schräg vorn. Und ein Motorboot spürt bei Flaute genau so viel Gegenwind, wie es fährt.
Verklicker und Windanzeige an Bord zeigen immer den scheinbaren Wind. Gute Instrumente rechnen mit Fahrt und Kurs daraus den wahren Wind zurück, der sich dann mit dem Wetterbericht vergleichen lässt.