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Coronado: Skipper aus gestrandeter Segelyacht befreit
Vor Coronado in Kalifornien lief am Sonntagmorgen eine Segelyacht auf Grund und nahm Wasser über. Der Skipper saß in der halb gefluteten Kajüte fest, bis ein Retter der US-Küstenwache aus dem Hubschrauber das Kajütdach aufriss.
Seenot NAMMERT Assekuradeur GmbH
Am Sonntag, dem 11. Oktober 2026, ging um 4 Uhr morgens ein Notruf ein: Ein Mann meldete, dass seine Segelyacht vor Coronado bei San Diego in Kalifornien auf Grund saß und Wasser nahm. Der Anruf lief über die allgemeine Notrufnummer 911 und wurde an die gemeinsame Hafenleitstelle in San Diego (Joint Harbor Operations Center) weitergegeben.
Ein Boot der Station San Diego fand die Yacht, kam wegen des flachen Wassers und der gefährlichen Lage aber nicht heran. Erst ein Hubschrauber vom Typ MH-60 Jayhawk der Air Station Ventura brachte Hilfe. Er setzte einen Retter ab, der den Skipper eingeschlossen in der teilweise überfluteten Kajüte fand, während Wellen über das Boot liefen. Der Mann bekam kaum noch Luft.
Der Retter gab ihm seinen Schnorchel, dann riss er einen Teil des Kajütdachs auf und befreite ihn. Der Hubschrauber flog den Skipper zur Küstenwache nach San Diego, wo er gegen 7.25 Uhr an den Rettungsdienst übergeben wurde. Wie es ihm geht, welcher Bootstyp es war und warum die Yacht auf Grund lief, nennen weder die Küstenwache noch YACHT.
Der Fall zeigt, wie schnell eine Kajüte bei einer Grundberührung in der Brandung zur Falle wird: Das Boot liegt fest, jede Welle läuft über Deck, Wasser dringt ein, und Helfer vom Wasser aus kommen nicht heran. Zwischen Notruf und Übergabe an den Rettungsdienst lagen gut drei Stunden.
Der Hergang
- Sonntag, 11.10.2026, 4 Uhr: Notruf, die Segelyacht sitzt auf Grund und macht Wasser
- Ein Boot der Küstenwache findet die Yacht, kommt im flachen Wasser aber nicht heran
- Aus dem Hubschrauber wird ein Retter abgesetzt, er gibt dem Skipper seinen Schnorchel
- Er reißt das Kajütdach auf, gegen 7.25 Uhr ist der Mann bei den Sanitätern in San Diego
Wer zahlt was, wenn es Ihr Boot gewesen wäre
Unsere Wassersport-Kasko in drei Tarifen, gelesen am Wortlaut der Bedingungen.
nicht gedeckt
Basis kennt keinen Unfall des Fahrzeugs
gedeckt
Unfall des Fahrzeugs, A.3.1.1
gedeckt
Unfall des Fahrzeugs, A.3.1.1
nicht gedeckt
folgt dem Schaden am Boot
gedeckt
bis 1 Mio. Euro, auf Anordnung
gedeckt
bis 2,5 Mio. Euro, auf Anordnung
nicht gedeckt
nur im Premium-Tarif
nicht gedeckt
nur im Premium-Tarif
gedeckt
bis 10.000 Euro, gleich wer schuld war
Bergung zahlt die Kasko, wenn eine Behörde sie anordnet.
Rettung und Heimreise stehen in den Assistance-Bedingungen zum Premium-Tarif.
Was das für Eigner heißt
Was zahlt die Versicherung in so einem Fall? Auf Grund laufen und Stranden sind ein Unfall des Fahrzeugs, den Schaden am Boot tragen die Kasko Basis Plus und Premium (A.3.1.1), die Basis nicht. Ordnet eine Behörde an, das Boot zu bergen oder das Wrack zu beseitigen, zahlt Basis Plus dafür bis 1.000.000 Euro und Premium bis 2.500.000 Euro (A-5.2). Rettungskosten, die Dritte in Rechnung stellen, übernimmt nur Premium mit der Assistance, bis 10.000 Euro und gleich, wer die Seenot verschuldet hat. Betroffen sind vor allem Kielyachten und Motorboote, die nah an der Küste fahren oder vor offenem Strand ankern. Die Themenseite Seenotrettung erklärt das ausführlich.
Unsere Sicht als Assekuradeur, nicht Teil der Meldung. Was Ihr Vertrag leistet, steht im Wortlaut.
Woher wir das haben
- U.S. Coast Guard: Coast Guard rescues man from grounded sailboat near Coronado, Calif. (11.10.2026)
- YACHT: Hurrikans 2026, Segler gerettet, El Niño prägt die Sturmsaison (13.10.2026)
Der Text ist unser eigener; aus den Quellen stammen Sachverhalte und Zahlen, keine Formulierungen.