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Pottwal: Segelyacht sinkt nördlich von Norfolk Island
Auf dem Rückweg von Fidschi nach Neuseeland traf vermutlich ein Pottwal eine Segelyacht. Die Steuerung brach, Wasser lief ein, das Boot sank. Ein Containerschiff nahm die vier Segler nach rund 18 Stunden auf, alle unverletzt.
Seenot NAMMERT Assekuradeur GmbH
Am Samstag, dem 26. September 2026, gegen 13 Uhr neuseeländischer Zeit, hörte die Crew der „Tai Tam“ einen lauten Schlag. Die Segelyacht, nach den Quellen eine Beneteau Oceanis 51.1 von rund 16 Metern unter australischer Flagge, war etwa 250 Seemeilen nördlich von Norfolk Island im Südpazifik auf dem Weg von Fidschi nach Ōpua. Ein Wal, vermutlich ein Pottwal, hatte das Boot getroffen.
Der Rumpf hatte Risse, die Steueranlage an Steuerbord war zerstört, und es lief viel Wasser ein. Rund eine halbe Stunde nach dem Stoß lösten die vier Segler die Notfunkbake aus und setzten einen Mayday ab. Die neuseeländische Rettungsleitstelle RCCNZ übernahm die Koordination, zusammen mit den Stellen in Australien und Nouméa, und schickte einen Seefernaufklärer der Luftwaffe zur Unglücksstelle.
Stundenlang hielt die Crew das Boot mit Schöpfen über Wasser. In der Nacht stieg sie in die Rettungsinsel und kappte die Leine zur Yacht, aus Sorge, mit hinuntergezogen zu werden. Kurz darauf sank die Segelyacht. Am Sonntag um 6 Uhr nahm das 143 Meter lange Containerschiff „Sofrana Surville“ alle vier auf, etwa 18 Stunden nach dem Zusammenstoß.
Die Quellen geben die Länge leicht unterschiedlich an, mit 16 Metern und mit 51 Fuß. Verletzt wurde niemand. Die Yacht liegt in der Tiefe des Südpazifiks, an eine Bergung ist dort nicht zu denken.
Der Hergang
- Samstag, 13 Uhr: Ein Wal trifft die Yacht, Steuerung zerstört, Wasser läuft ein
- Eine halbe Stunde später: Notfunkbake und Mayday, Neuseeland koordiniert
- Die Crew schöpft stundenlang, ein Seefernaufklärer fliegt zur Unglücksstelle
- In der Nacht steigen die vier in die Rettungsinsel, die Yacht sinkt
- Sonntag, 6 Uhr: Ein Containerschiff nimmt alle vier unverletzt auf
Wer zahlt was, wenn es Ihr Boot gewesen wäre
Unsere Wassersport-Kasko in drei Tarifen, gelesen am Wortlaut der Bedingungen.
Bergung zahlt die Kasko, wenn eine Behörde sie anordnet.
Rettung und Heimreise stehen in den Assistance-Bedingungen zum Premium-Tarif. Die Bedingungswerke im Wortlaut
Was das für Eigner heißt
Ein Wal, der den Rumpf aufreißt, ist für die Kasko ein Unfall des Fahrzeugs, und Sinken als Folge davon nennen die Bedingungen ausdrücklich. Gedeckt ist das ab Basis Plus, im Basis-Tarif nicht, denn der kennt nur Naturgewalten, Brand und Diebstahl. Wer Langfahrt segelt, sollte deshalb nie Basis wählen. Premium trägt zusätzlich Unterkunft und Heimreise der Crew nach einem Totalschaden und bis 10.000 Euro, wenn Dritte die Rettung in Rechnung stellen.
Unsere Sicht als Assekuradeur, nicht Teil der Meldung. Was Ihr Vertrag leistet, steht im Wortlaut.
Woher wir das haben
- France 24 (AFP): Sperm whale sinks yacht in South Pacific
- gCaptain: CMA CGM ship rescues four after yacht strikes whale
- Boating NZ: Whale strike sinks Opua-bound yacht
Der Text ist unser eigener; aus den Quellen stammen Sachverhalte und Zahlen, keine Formulierungen.