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Herbststurm in Marblehead: 16 Boote von der Boje gerissen
Ein früher Herbststurm hat im Hafen von Marblehead bei Boston mindestens 16 Boote losgerissen, versenkt oder an Land geworfen. Keine Boje ist verrutscht, keine Kette gerissen. Nach vier, fünf Tagen Stampfen waren die Leinen am Bug durchgescheuert.
Seenot NAMMERT Assekuradeur GmbH
Am 26. und 27. September 2026 zog ein Nordoststurm über die Küste von Massachusetts und Rhode Island. In Marblehead nördlich von Boston, einem der großen Bojenfelder Neuenglands, trieben am Wochenende mindestens sieben Boote auf Riverhead Beach und bei Glover's Landing an Land. Eine 37 Fuß lange Segelyacht kenterte und sank.
Der Hafenmeister sprach vom schwersten Sturm im Hafen seit 2018. Seine Bilanz vom 6. Oktober: mindestens 16 Boote losgerissen, gesunken oder gestrandet, dazu weitere, die von treibenden Booten getroffen wurden. Betroffen waren Segel- und Motorboote etwa zur Hälfte, einige Motorboote schlugen sogar an der Boje um.
Bemerkenswert ist die Ursache. Keine Boje sei verrutscht, keine Kette gerissen, sagte der Hafenmeister. Gebrochen seien die Leinen zwischen Boje und Bug, weil das ständige Auf und Ab vier bis fünf Tage lang an den Beschlägen scheuerte. Scheuerschutz verrutscht dabei und legt das Tauwerk frei.
Auch in Narragansett schlug ein Boot nach gerissener Leine auf Felsen, in einer Marina bei Westerly brachen Festmacher an den Stegen. Erschwerend kam die Jahreszeit hinzu: Die Werften waren mit dem Kranen schon ausgelastet, viele Eigner bekamen ihr Boot nicht mehr rechtzeitig an Land. Windmessungen nennen die Quellen nicht, Verletzte gab es keine.
Der Hergang
- Ab 26. September: Nordoststurm und schwere See, tagelanges Stampfen an der Boje
- Am Bug scheuern die Leinen an den Beschlägen, der Scheuerschutz verrutscht
- Die Leinen brechen, Boote treiben auf Strand und Felsen, eines sinkt
- Bilanz am 6. Oktober: mindestens 16 Boote, keine Kette gerissen
Wer zahlt was, wenn es Ihr Boot gewesen wäre
Unsere Wassersport-Kasko in drei Tarifen, gelesen am Wortlaut der Bedingungen.
Bergung zahlt die Kasko, wenn eine Behörde sie anordnet.
Rettung und Heimreise stehen in den Assistance-Bedingungen zum Premium-Tarif. Die Bedingungswerke im Wortlaut
Was das für Eigner heißt
Sturmschäden am Boot zahlt die Kasko in allen drei Tarifen, sobald der Wind Stärke 8 erreicht. Mangelhafte Wartung schließen die Bedingungen aber aus, und eine Leine, die schon vor dem Sturm durchgescheuert war, kann genau diese Frage aufwerfen. Vor einem angekündigten Sturm hilft deshalb doppelt Belegen, frischer Scheuerschutz und ein Foto davon. Ordnet der Hafen an, ein gesunkenes Boot zu heben, trägt die Kasko die Bergung, im Basis-Tarif bis zur Versicherungssumme.
Unsere Sicht als Assekuradeur, nicht Teil der Meldung. Was Ihr Vertrag leistet, steht im Wortlaut.
Woher wir das haben
- Marblehead Current: At least seven boats wash ashore in nor'easter
- Marblehead Current: Nor'easter damaged at least 16 boats
- New England Boating: The toll of the September nor'easter
Der Text ist unser eigener; aus den Quellen stammen Sachverhalte und Zahlen, keine Formulierungen.