Startseite / Branche / Technik
US-Wetterdienst bringt die Vorhersagekarten für den Atlantik zurück
Der US-Wetterdienst gibt ab dem 30. September 2026 wieder seine Bodenvorhersagekarten für drei und vier Tage heraus. Sie waren seit dem 1. Juni ausgesetzt, die ganze Hurrikansaison über.
Technik NAMMERT Assekuradeur GmbH
Der National Weather Service, der Wetterdienst der USA, nimmt am Mittwoch, 30. September 2026, die 72- und 96-Stunden-Bodenvorhersagekarten seines Ocean and Tsunami Center wieder auf, das bis vor Kurzem Ocean Prediction Center hieß. Angekündigt hat er das am 31. August 2026 in der Mitteilung Public Information Statement 26-61. Ausgesetzt waren die Karten für Atlantik, Pazifik und Alaska seit dem 1. Juni 2026.
Die Karten zeigen, wie sich Tiefs, Hochs und Fronten nach Einschätzung der Meteorologen drei und vier Tage im Voraus entwickeln und verlagern. Für Fahrtensegler auf hoher See sind sie ein Werkzeug der Törnplanung und des Ausweichens vor Schwerwetter, auch weil eine einfache Grafik sich über eine schmale Satellitenverbindung laden lässt. Die Seven Seas Cruising Association, ein Verband der Fahrtensegler, hatte sich nach eigenen Angaben während der Pause mehrfach an die Behörde gewandt; noonsite berichtete am 25. September 2026 darüber.
Begründet hatte der Wetterdienst die Pause mit kurzfristig höheren Prioritäten und mit Entwicklungsarbeit an seinen Seewetterdiensten. Ob die Eingaben der Segler zur Rückkehr beigetragen haben, sagt die Behörde nicht. Wieder erscheinen sechs Grafiken: je eine Karte für 72 und für 96 Stunden über Atlantik, Pazifik und Alaska.
Die Rückkehr fällt in die Wochen, in denen die Herbstüberquerungen vorbereitet werden. Wer jetzt zu einer Überfahrt ablegt, hat den Blick über drei Tage hinaus wieder in amtlicher Form. Die Rastervorhersagen für Wind, Böen und Wellenhöhe aus der National Digital Forecast Database bietet der Wetterdienst daneben weiter an.
Was das für Eigner heißt
Am Versicherungsschutz ändert die Rückkehr der Karten nichts, an der Sorgfalt vor dem Auslaufen schon: Kommt es auf einer Überfahrt zu einem Schaden, wird regelmäßig gefragt, ob die Wetterlage beim Ablegen erkennbar war. Wer die Vorhersagen vor dem Start und unterwegs auswertet und das im Logbuch festhält, kann das später belegen. Betroffen sind vor allem Segelyachten und Katamarane auf Atlantiküberquerung, dazu Motoryachten und Trawler auf Überführungsfahrt. Für Törns an der Küste bleibt der Seewetterbericht des jeweiligen Küstenstaats die Grundlage.
Dieser Abschnitt ist unsere Sicht als Assekuradeur, nicht Teil der Meldung. Was Ihr eigener Vertrag leistet, steht in Ihren Bedingungen; im Zweifel rufen Sie an.
Woher wir das haben
Der Text oben ist unser eigener. Aus den genannten Quellen stammen die Sachverhalte und Zahlen, keine Formulierungen.