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Sea-Doo RXT X 260 RS im Versicherungs-Check: Trailer, Slip, Liegeplatz, Winterlager und Urlaub
Ein Jetski verbringt viele Stunden auf dem Trailer, am Slip und im Winterlager. Teil 4 des Versicherungs-Checks zeigt, was dort und im Urlaub nach den Bedingungen gilt.
6. November 20268 min LesezeitNAMMERT Assekuradeur GmbH
Mit dem vierten Teil endet der Versicherungs-Check zum Sea-Doo RXT X 260 RS. Nach Vertrag, Wert und typischen Schäden geht es um die Zeit, in der der Jetski nicht fährt oder unterwegs ist: auf dem Trailer, am Slip, am Liegeplatz, im Winterlager und im Urlaub, dazu Rennen. Wir bleiben beim Blick aus Versicherungssicht, gefahren sind wir das Gerät nicht. Ein Jetski von gut drei Metern ist ein typisches Trailergerät, er wird oft öfter verladen als ein Motorboot gleicher Größe. Gerade deshalb lohnt der Blick darauf, was zwischen Garage und Wasser im Vertrag geregelt ist und welche Pflichten der Eigner dort hat.
Der Geltungsbereich der Kasko reicht über das Wasser hinaus. Nach A-2.1 besteht Schutz auch an Land, beim An-Land-Ziehen und Zu-Wasser-Lassen und während Transporten mit geeigneten Transportmitteln. Slippen und Kranen gehören also dazu. Welche Ereignisse dort versichert sind, bestimmt aber der Tarif: Ein Unfallschaden am Slip oder auf der Straße ist erst ab Basis-Plus gedeckt, in der Basis nur bei Naturgewalten, Brand, Explosion oder Diebstahl. Ausgeschlossen sind in allen Tarifen Schäden durch nicht sachgerechte Verladung und Befestigung während des Transports (A-5.2 l in Basis, A-6.2 l in Basis-Plus und Premium). Gurte, Bugstopper und Auflagen gehören vor jeder Fahrt geprüft.
Für den Trailer gelten zwei Regeln. In der Haftpflicht ist ab Basis-Plus der Gebrauch eines nicht versicherungspflichtigen Bootsanhängers mitversichert, wenn er im Antrag benannt ist und soweit nicht die Kfz-Haftpflicht des Zugfahrzeugs eintritt. Gegen Diebstahl muss er gesichert sein: angekoppelt mit zusätzlicher Kette oder Stahlseil und Schloss gegen Abkuppeln, abgekoppelt mit Sicherung gegen Ankuppeln oder Radkralle (A-5.5 in Basis, A-6.6 in Basis-Plus, A-6.4 im Premium). Für den Diebstahl des getrailerten Jetskis verlangen Basis-Plus und Premium zusätzlich ein Kastenschloss am Trailer und eine Kette oder ein Schloss zwischen Gerät und Trailer (A-6.8, im Premium A-6.7).
Am Liegeplatz verlangt die Jetski-Klausel die Sicherung gegen unbefugte Nutzung, in Basis und Basis-Plus nachts von 22 bis 8 Uhr und bei dauerhafter Abwesenheit, im Premium bei dauerhafter Abwesenheit. Als Beispiele nennt sie einen abgeschlossenen Raum oder ein abgeschlossenes Grundstück, einen Jetski-Ponton mit Sicherungsseil oder eine geschützte Unterbringung in einer Marina. Das Winterlager zählt ausdrücklich als dauerhafte Abwesenheit. Wichtig ist auch die Laufzeit: Mit einer Saisonpolice besteht vom 1. November bis 31. März kein Schutz, auch nicht im Winterlager. Frost ist als Witterungseinfluss ausgeschlossen, wenn er nicht Folge von Sturm ist (A-5.2 i, A-6.2 i); das Einwintern des Antriebs bleibt Sache des Eigners.
Im Urlaub braucht der Jetski das passende Fahrtgebiet, wie im ersten Teil beschrieben. Im Premium deckt die Kasko eine kurzfristige Erweiterung des Fahrtgebiets um bis zu sechs Wochen im Versicherungsjahr. Im Gastland gelten dessen Regeln für Zonen, Abstände und Befähigungsnachweis; fehlt der vorgeschriebene Schein, greift der Ausschluss nach A-5.2 b oder A-6.2 b auch im Urlaub. Bleibt der Jetski am Strand vor offener Küste unbemannt liegen, ist nach 24 Stunden in der Basis und 48 Stunden in Basis-Plus Schluss, wenn nicht sichergestellt ist, dass er bei drohender Gefahr verholt werden kann (A-5.3 a, A-6.3 a). In Basis und Basis-Plus gilt nachts am Strand zusätzlich die Sicherungspflicht der Jetski-Klausel.
Zuletzt Rennen und Training. Ohne eigene Vereinbarung sind Schäden bei Motorbootrennen, auch Jetskirennen, und bei den zugehörigen Übungsfahrten in der Kasko ausgeschlossen (A-5.3 b in Basis, A-6.3 b in Basis-Plus, A-6.3 a im Premium) und ebenso in der Haftpflicht. Ist der Baustein vereinbart, besteht ab Basis-Plus Schutz in der Kasko nach A-15 und in der Haftpflicht, jeweils nachrangig gegenüber einer anderen Versicherung, etwa der des Veranstalters. Voraussetzung ist eine gültige Fahrerlizenz, und Training ist nur auf den dafür abgesteckten Flächen versichert. Wer Vertrag, Wert und typische Schäden aus den ersten drei Teilen kennt, hat mit diesem Teil den ganzen Check beisammen.
Versicherungs-CheckTeil 4 von 4
Sea-Doo RXT X 260 RS im Versicherungs-Check
Alle Teile im Überblick
- Sea-Doo RXT X 260 RS im Versicherungs-Check (Vertrag)
- Sea-Doo RXT X 260 RS im Versicherungs-Check (Wert)
- Sea-Doo RXT X 260 RS im Versicherungs-Check (Schäden)
- Sea-Doo RXT X 260 RS im Versicherungs-Check (Unterwegs)
- Der Satz am Steg, der später teuer wird
- Nur gefangen, nicht gefallen
Zum Abhaken
Häufige Fragen
Ist der Jetski beim Slippen und auf der Straße versichert?
Der Geltungsbereich umfasst nach A-2.1 auch das Zu-Wasser-Lassen und Transporte. Ein Unfallschaden dabei ist ab Basis-Plus versichert, in der Basis nur bei Naturgewalten, Brand, Explosion oder Diebstahl. Schäden durch falsches Verladen sind ausgeschlossen.
Was gilt im Winterlager mit einer Saisonpolice?
Mit einer Saisonpolice besteht vom 1. November bis 31. März kein Schutz, auch nicht im Winterlager. Mit einer Ganzjahrespolice ist das Winterlager im Rahmen des Tarifs versichert, der Jetski muss dort gegen unbefugte Nutzung gesichert sein.
Darf der Jetski im Urlaub über Nacht am Strand liegen?
Unbemannt vor offener Küste nur begrenzt: In der Basis gibt es nach 24 Stunden, in Basis-Plus nach 48 Stunden keinen Ersatz, wenn nicht sichergestellt ist, dass er bei drohender Gefahr verholt wird. In Basis und Basis-Plus muss er nachts außerdem gesichert sein.
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