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EPIRB und PLB: Registrieren, testen, und wer zahlt einen Fehlalarm?
Kurze Antwort
Eine EPIRB oder PLB alarmiert im Notfall über Satellit die Seenotleitung. Sie muss registriert sein, damit die Retter wissen, wen sie suchen. Löst sie versehentlich aus, melden Sie den Fehlalarm sofort, denn auch eine Suche nach einem Fehlalarm kostet Geld.
Ein Notsender gehört auf jede Yacht, die küstenfern unterwegs ist. Die EPIRB ist fest dem Boot zugeordnet und löst bei vielen Modellen beim Sinken selbst aus, die PLB ist ein persönlicher Notsender, den ein Crewmitglied am Körper trägt. Beide senden über das Satellitensystem Cospas-Sarsat an die Seenotleitstellen, die moderne Generation dazu die Position über GPS. Damit die Retter wissen, wem der Sender gehört, welches Boot sie suchen und wen sie anrufen können, muss er registriert sein.
Registrieren Sie den Notsender bei der zuständigen Stelle des Flaggenstaats und halten Sie die Angaben aktuell, besonders Bootsname, Rufzeichen, MMSI und Notfallkontakte zu Hause. Testen Sie ihn nur mit der Selbsttestfunktion des Herstellers, nie mit einem echten Alarm, und achten Sie auf das Ablaufdatum von Batterie und Wasserdrucklöser. Bei einem Wechsel des Bootes oder des Eigners muss auch die Registrierung umgeschrieben werden, sonst sucht die Seenotleitung beim falschen Menschen.
Löst der Sender versehentlich aus, etwa beim Ausbau, bei Wassereinbruch in die Halterung oder durch einen Bedienfehler, schalten Sie ihn nicht einfach ab, sondern melden Sie den Fehlalarm sofort der nächsten Seenotleitstelle, über Funk oder Telefon. Je früher die Meldung, desto geringer der Einsatz. Eine Suche wegen eines Fehlalarms kann Kosten verursachen, die je nach Land dem Verursacher in Rechnung gestellt werden.
In unserer Wassersport-Haftpflicht sind Such- und Hilfekosten nach einem Fehlalarm von EPIRB oder DSC ab Basis PLUS mitversichert, bis 20.000 Euro je Sturm und 40.000 Euro im Jahr, mit einer Selbstbeteiligung von 10 Prozent, mindestens 500 Euro. Die Basis enthält diese Kosten nicht. Die Suche nach Menschen in echter Seenot zahlt unsere Wassersport-Unfallversicherung Premium bis 50.000 Euro.
Zum Merken
Registrierung
sagt den Rettern, wen sie suchen
Fehlalarm
sofort melden, nicht nur abschalten
Ein Notsender hilft nur, wenn seine Daten stimmen.
Fragen und Antworten
Häufige Fragen
Muss ich meine EPIRB registrieren?
Ja, bei der zuständigen Stelle des Flaggenstaats. Ohne Registrierung wissen die Retter nicht, welches Boot sie suchen und wen sie anrufen können.
Was tue ich bei einem Fehlalarm der EPIRB?
Den Fehlalarm sofort der nächsten Seenotleitstelle über Funk oder Telefon melden, nicht nur den Sender abschalten. Je früher die Meldung, desto geringer der Einsatz.
Wer zahlt die Suchkosten nach einem Fehlalarm?
Je nach Land der Verursacher. In unserer Haftpflicht sind sie ab Basis PLUS mitversichert, bis 20.000 Euro je Sturm und 40.000 Euro im Jahr.
NAMMERT Assekuradeur GmbH, Karl-Marx-Straße 4, 15711 Königs Wusterhausen, 03375 / 29 12 77
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