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Foiling-Jolle oder Foiler versichern: geht das?
Kurze Antwort
Eine Foiling-Jolle lässt sich versichern, doch sie ist kein gewöhnliches Jollenrisiko. Die Foils sind teuer und empfindlich, das Tempo ist hoch, und oft wird gesegelt, um zu gewinnen. Geben Sie deshalb im Antrag an, dass es ein Foiler ist, mit vollem Wert und Regattanutzung.
Wer auf eine Foiling-Jolle umsteigt, segelt ein anderes Boot. Bei genug Wind hebt der Rumpf ab und das Boot fliegt auf Tragflächen aus Carbon, mit einem Tempo, das ein Fahrtensegler sonst nur unter Motor kennt. Für die Versicherung ändert das drei Dinge. Der Wert steckt zu einem großen Teil in Foils, Ruder und Mast, nicht im Rumpf. Das Schadenbild ist anders: Treibgut, eine Boje oder eine Grundberührung im flachen Wasser treffen eine Tragfläche, die bei voller Fahrt kaum ausweichen kann. Und die Haftpflicht wiegt schwerer, weil ein Zusammenstoß bei hohem Tempo mehr anrichtet als bei Verdrängerfahrt.
Der erste Prüfpunkt ist deshalb der Antrag. Ein Foiler ist für viele Versicherer eine eigene Frage, weil die Tragflächen ein eigenes Schadenbild haben. Wer ihn als normale Jolle meldet, riskiert Streit über eine falsche Angabe. Der zweite ist der Wert: Versichern Sie das Boot mit Foils, Rigg und Segeln zum Wiederbeschaffungswert, Ersatzfoils und Zubehör eingeschlossen. Der dritte ist die Nutzung. Foiler werden häufig auf der Bahn gesegelt, und die Regatta ist in vielen Bedingungswerken ausgeschlossen oder nur für Vereinsregatten eingeschlossen. Prüfen Sie auch, wie der Vertrag Verschleiß von einem plötzlichen Schaden trennt, denn an einer Tragfläche ist das im Streitfall die entscheidende Frage.
In unserer Vollkasko zählen ab Basis Plus das Kentern, die Kollision mit festen und schwimmenden Gegenständen sowie das Brechen von Masten und das Reißen von Segeln als Unfall (A-3.1.1). Masten, Segel, Zubehör und Inventar sind Teil des versicherten Fahrzeugs (A-1.1). Abnutzung im gewöhnlichen Gebrauch und Materialfehler am betroffenen Teil selbst sind ausgeschlossen, Folgeschäden daraus mitversichert (A-6.2 d). Bei der Regatta gilt: Der Basis-Tarif schließt sie aus (A-5.3 c), Basis Plus versichert Vereinsregatten (A-6.3 c), Premium Regatten jeder Art (A-6.3 a). Nennen Sie uns deshalb Klasse, Wert der Foils und Ihre Regattapläne, dann ist vor dem ersten Flug geklärt, was gilt.
Zum Merken
Rumpf
ist bei der Foiling-Jolle der kleinere Teil des Werts
Foils
tragen Wert, Tempo und das eigene Schadenbild
Melden Sie den Foiler als Foiler, mit vollem Wert und Ihren Regattaplänen.
Fragen und Antworten
Häufige Fragen
Ist eine Foiling-Jolle teurer zu versichern als eine normale Jolle?
Meist ja, weil Wert und Schadenbild anders sind. Maßgeblich sind Wert einschließlich Foils, Revier, Selbstbehalt und Regattanutzung. Eine verlässliche Zahl gibt nur die Berechnung mit Ihren Angaben.
Sind gebrochene Foils versichert?
Bricht eine Tragfläche durch einen Unfall, etwa eine Kollision mit Treibgut oder eine Grundberührung, ist das ein Fall für die Vollkasko. Ermüdung und Verschleiß des Materials sind dagegen in aller Regel nicht versichert.
Brauche ich für den Foiler eine eigene Haftpflicht?
Eine Haftpflicht für das Boot ist sinnvoll, denn bei hohem Tempo richtet ein Zusammenstoß mit einem Schwimmer oder einem anderen Boot schnell großen Schaden an. Viele Vereine und Regattaveranstalter verlangen den Nachweis ohnehin.
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