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Orange Notfalltasche mit Handfunkgerät, Notsender, Lampe und Handfackeln im Cockpit

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Grab-Bag an Bord: Was gehört in die Notfalltasche?

Kurze Antwort

Die Grab-Bag ist die Notfalltasche, die beim Verlassen des Bootes mit in die Rettungsinsel geht. Hinein gehören Notsender, Handfunkgerät, Signalmittel, Wasser, Medikamente, Lampe, Wärmeschutz und Kopien der Bordpapiere mit der Notrufnummer Ihres Versicherers.

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Wer ein Boot verlassen muss, hat dafür oft nur Sekunden. Was dann nicht griffbereit in einer Tasche steckt, bleibt an Bord. Die Grab-Bag, zu Deutsch Notfalltasche, ist deshalb fester Teil der Sicherheitsausrüstung auf jeder Yacht, die über Küstennähe hinausfährt. Sie ist wasserdicht, schwimmfähig, auffällig gefärbt und steht an einem festen Platz nahe dem Niedergang, wo jeder an Bord sie kennt.

In die Grab-Bag gehören die Dinge, die Sie finden lassen und die ersten Stunden überstehen helfen. Zuerst die Alarmierung: ein Notsender, also EPIRB oder PLB, ein wasserdichtes Handfunkgerät und Ersatzbatterien. Dann Signalmittel wie Handfackeln, Rauchsignal und Signalspiegel. Dazu Trinkwasser, Energieriegel, Medikamente gegen Seekrankheit und die eigenen Dauermedikamente, eine kleine Erste-Hilfe-Ausrüstung, eine wasserdichte Lampe, Rettungsdecken, eine Ersatzbrille und Sonnenschutz.

Oft vergessen werden die Papiere. Legen Sie Kopien von Reisepässen, Bootspapieren und Versicherungsschein in eine wasserdichte Hülle, zusammen mit einer Liste der wichtigsten Rufnummern: Seenotleitung, Schadenservice Ihres Versicherers und Angehörige. Ein geladenes Mobiltelefon in einer wasserdichten Hülle gehört ebenfalls hinein. Prüfen Sie den Inhalt vor jeder Saison und vor jedem großen Törn, denn Batterien, Signalmittel und Medikamente haben ein Ablaufdatum.

Für Ihren Versicherungsfall ist die Grab-Bag mehr als Sicherheitsausrüstung. Wer nach einem Totalverlust Bordpapiere, Versicherungsschein und Fotos der Ausrüstung vorlegen kann, kommt deutlich schneller zur Entschädigung. Legen Sie deshalb auch eine Speicherkarte oder einen Stick mit Fotos von Boot und Inventar hinein. Bei NAMMERT melden Sie einen Schaden rund um die Uhr online, telefonisch zu den Bürozeiten; Adresse und Nummer gehören auf die Liste in Ihrer Tasche.

Grab Bag auf Deutsch: Notfalltasche, Seenottasche, Rettungsinseltasche

Grab Bag heißt wörtlich Greiftasche, gemeint ist die Tasche, die man im Notfall greift, bevor man in die Rettungsinsel steigt. Auf Deutsch sagt man Notfalltasche, Seenottasche oder Rettungsinseltasche, unter Seglern ist das englische Wort, oft auch zusammengeschrieben als Grabbag, am gebräuchlichsten. Gemeint ist immer dasselbe: eine vorbereitete, wasserdichte Tasche mit allem, was die Crew in den ersten Stunden und Tagen braucht.

Die Grab Bag ersetzt nicht das Notpaket in der Rettungsinsel, sie ergänzt es. Je nach Ausführung der Insel ist darin nur eine Grundausstattung verpackt, bei manchen Inseln für den küstennahen Einsatz kaum mehr als Paddel, Pumpe und Signalmittel. Schauen Sie in die Unterlagen Ihrer Insel, was eingepackt ist, und packen Sie die Grab Bag so, dass sie die Lücken schließt, statt Dinge doppelt zu tragen.

Grab Bag beim Segeln: Tasche, Platz und wer sie nimmt

Für die Grab Bag beim Segeln eignet sich eine Tasche mit Rollverschluss aus kräftigem, wasserdichtem Material, in Signalfarbe, mit Reflexstreifen, Tragegurt und einer Leine mit Karabiner, mit der sie an der Rettungsinsel festgemacht wird. Sie muss gepackt noch schwimmen; Auftriebskörper oder eingeschlossene Luft in den Innenbeuteln helfen dabei. Zu schwer darf sie nicht werden: Eine Person muss sie mit einer Hand übers Süll heben können.

Der Platz ist so wichtig wie der Inhalt. Die Tasche steht nahe dem Niedergang, festgezurrt, aber mit einem Griff zu lösen, nicht ganz unten in einer Backskiste. Legen Sie vor dem Törn fest, wer im Notfall die Grab Bag nimmt und wer den Notsender und die Wasserkanister, und sagen Sie es der Crew bei der Sicherheitseinweisung. Wie man solche Aufgaben an Bord verteilt, zeigt das Thema zur Notrolle.

Grab Bag Anleitung: so packen Sie die Notfalltasche

Die Anleitung für eine Grab Bag beginnt mit einer Liste, die zu Revier, Crew und Törnlänge passt, nicht mit einer fertigen Packliste aus dem Netz. Verpacken Sie dann alles in kleine, wasserdichte Einzelbeutel, damit nicht der ganze Inhalt nass wird, wenn einer aufgeht. Schweres wie Wasser kommt nach unten, was zuerst gebraucht wird, nach oben: Handfunkgerät, Signalmittel, Lampe. Ein Notsender gehört in eine Außentasche oder an den Tragegurt, damit er sofort greifbar ist.

Schreiben Sie das Packdatum und die Ablaufdaten von Signalmitteln, Batterien und Medikamenten außen auf die Tasche oder auf eine Inhaltsliste, die oben liegt. Legen Sie einen kleinen Zettel mit den ersten Schritten in die Tasche: Notsender auslösen, Notruf über Funk, Signalmittel nur bei Sichtkontakt. Im Ernstfall denkt niemand klar, und eine Anleitung zum Ablesen hilft dann mehr als jedes Training, das lange zurückliegt.

Grab Bag für Küste, Ostsee und Langfahrt

Für Tagestörns an der Küste und auf der Ostsee, wo Hilfe in Reichweite von Funk und Mobiltelefon ist, reicht eine kleinere Grab Bag: Handfunkgerät, Notsender, Signalmittel, Wasser, Wärmeschutz, Lampe und Papiere. Wichtig ist hier vor allem, gefunden zu werden, und das schnell. Ein wasserdicht verpacktes Mobiltelefon mit vollem Akku ist an der Küste oft das schnellste Mittel, Hilfe zu holen.

Auf Langfahrt und bei Atlantiküberquerungen kann es Tage dauern, bis Hilfe kommt. Dann gehören mehr Trinkwasser, ein Handentsalzer, Nahrung für mehrere Tage, ein Satelliten-Messenger oder Satellitentelefon, Angelzeug und ein Ersatz für Brille und Dauermedikamente für die ganze Crew dazu. Viele Blauwassersegler verteilen das auf zwei Taschen und zusätzliche, nur teilweise gefüllte Wasserkanister, die von selbst schwimmen und mit in die Insel kommen.

Zum Merken

Sekunden

bleiben zum Verlassen des Bootes

Eine Tasche

mit allem, was Sie finden lässt

Was nicht in der Grab-Bag ist, bleibt an Bord.

Fragen und Antworten

Häufige Fragen

Was ist eine Grab-Bag?

Eine wasserdichte, schwimmfähige Notfalltasche, die beim Verlassen des Bootes mit in die Rettungsinsel geht. Sie enthält Notsender, Funk, Signalmittel, Wasser, Medikamente und Kopien der Papiere.

Welche Papiere gehören in die Notfalltasche?

Kopien von Reisepässen, Bootspapieren und Versicherungsschein in einer wasserdichten Hülle, dazu eine Liste mit Seenotleitung, Schadenservice und Angehörigen.

Wie oft sollte ich die Grab-Bag prüfen?

Vor jeder Saison und vor jedem großen Törn. Batterien, Signalmittel und Medikamente laufen ab und müssen rechtzeitig ersetzt werden.

Gehört die EPIRB in die Grab-Bag?

Eine fest montierte EPIRB mit Wasserauslöser löst beim Sinken selbst aus und bleibt an ihrem Platz. Eine EPIRB ohne Auslöser oder eine PLB gehört griffbereit in die Grab-Bag oder an den Mann, damit sie mit in die Rettungsinsel kommt.

Wie schwer darf eine Grab-Bag sein?

So schwer, dass eine Person sie mit einer Hand übers Süll heben kann und sie gepackt noch schwimmt. Wird es mehr, verteilen Sie den Inhalt auf zwei Taschen und Wasser auf eigene Kanister.

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