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Toilette an Bord verstopft: wer zahlt beim Charter die Reparatur?
Kurze Antwort
Verstopft die Toilette durch Papier, Hygieneartikel oder Essensreste, gilt das in aller Regel als Bedienfehler der Crew und geht zu Lasten der Kaution. Eine verschlissene Pumpe oder ein festes Ventil ist dagegen Sache der Basis. Den Unterschied belegt eine gute Übergabe.
Eine Bordtoilette funktioniert anders als die zu Hause. Sie pumpt durch einen dünnen Schlauch über ein Seeventil nach außen oder in einen Fäkaltank, und alles, was sich nicht auflöst, bleibt irgendwo in Pumpe, Ventil oder Schlauch hängen. Feuchttücher, Hygieneartikel, zu viel Papier oder Speisereste reichen dafür aus. Das Ergebnis ist eine Toilette, die nicht mehr pumpt, ein Schlauch, der ausgebaut werden muss, und eine Rechnung, die Charterbasen in aller Regel von der Kaution abziehen. Unter den Posten, über die nach dem Törn gestritten wird, ist das ein typischer.
Ob die Crew zahlt, hängt davon ab, woran es liegt. Ist die Verstopfung durch etwas entstanden, das nicht in die Toilette gehört, sieht der Vertrag das in aller Regel als Bedienfehler. Ist dagegen eine Pumpe verschlissen, ein Ventil festgegangen oder ein Schlauch über die Jahre durch Ablagerungen zugewachsen, liegt die Ursache im Zustand des Bootes, und das ist Sache der Basis. Den Streit darüber gewinnt, wer belegen kann, dass die Toilette bei der Übergabe einwandfrei lief und die Crew eingewiesen wurde, und wer den Defekt sofort gemeldet hat, statt tagelang weiterzupumpen.
Lassen Sie sich die Toilette deshalb bei der Übergabe zeigen und probieren Sie jede an Bord aus, und lassen Sie eintragen, wenn eine schwer geht. Erklären Sie der Crew am ersten Abend, was hinein darf und was nicht, und stellen Sie einen Eimer mit Deckel für alles andere dazu. Bedienen Sie Seeventil und Umschaltung zum Fäkaltank so, wie es die Basis erklärt, denn in vielen Buchten und Häfen ist das Abpumpen ins Wasser nicht erlaubt. Streikt die Toilette doch, rufen Sie die Basis sofort an, fotografieren Sie und bauen Sie nicht selbst am Schlauch herum: Wer bei offenem Seeventil einen Schlauch löst, hat ein Leck.
Zum Merken
Bedienfehler
Papier, Tücher, Reste: meist Sache der Crew
Verschleiß
alte Pumpe oder festes Ventil: Sache der Basis
Probieren Sie jede Toilette bei der Übergabe aus, dann lässt sich später belegen, wer zahlt.
Fragen und Antworten
Häufige Fragen
Darf die Basis die Reparatur einfach von der Kaution abziehen?
Sie darf verlangen, was der Vertrag für Schäden durch die Crew vorsieht, und muss die Kosten belegen. Fragen Sie nach Rechnung und Befund. Lag die Ursache im Verschleiß des Bootes, gehört der Abzug nicht zu Ihren Lasten.
Was darf in eine Bordtoilette?
Nur, was sich schnell auflöst: menschliche Ausscheidungen und wenig dünnes Papier. Feuchttücher, Hygieneartikel, Küchenpapier und Essensreste gehören in den Müll. Manche Basen bitten, auch das Papier in einen Eimer zu geben.
Wie beweise ich, dass die Toilette schon vorher schlecht lief?
Mit dem Übergabeprotokoll. Probieren Sie jede Toilette beim Check-in aus und lassen Sie eintragen, wenn eine schwer pumpt oder Wasser nachläuft. Melden Sie Probleme unterwegs sofort und schriftlich, dann steht der Zeitpunkt fest.
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