Startseite / Themen / Schaden & Risiko
Ruderbruch auf See: Was prüft die Versicherung?
Kurze Antwort
Nach einem Ruderbruch prüft die Kasko vor allem die Ursache. Treibgut oder Grundberührung ist ein plötzlicher Schaden, ein über Jahre ausgeschlagenes Lager oder ein korrodierter Ruderschaft gilt oft als Verschleiß. Wer das Ruder pflegt und die Wartung belegt, steht besser da.
Ein Ruderbruch gehört zu den ernsten Schäden auf einer Segelyacht. Das Boot lässt sich nicht mehr steuern, bei Seegang dreht es quer zur Welle, und danach folgen oft Schlepphilfe, Hafenaufenthalt, Kran und eine teure Reparatur in einer fremden Werft. Die Ursachen sind vielfältig: ein Baumstamm oder ein treibender Gegenstand im Wasser, eine Grundberührung, ein Anleger mit zu viel Fahrt rückwärts gegen die Pier, aber auch ein Ruderschaft, der von innen korrodiert ist, oder Lager, die über Jahre ausgeschlagen sind.
Diese Ursachen trennt die Versicherung. Eine Kasko trägt in aller Regel plötzliche Schäden durch ein Ereignis von außen, also Kollision, Treibgut oder Grundberührung. Abnutzung, Alterung und Korrosion schließen viele Bedingungen dagegen aus, und dann hängt viel an der Frage, ob ein Mangel zum Bruch geführt hat, der bei ordentlicher Pflege erkennbar gewesen wäre. Der Gutachter sieht sich deshalb die Bruchstelle an, das Material, den Zustand der Lager und die Wartungsunterlagen. Wie Folgeschäden eines Verschleißschadens behandelt werden, regeln Verträge unterschiedlich; lesen Sie diese Stelle in Ihren Bedingungen nach, bevor es darauf ankommt.
Auf See geht die Sicherheit vor: Crew sichern, den Ruderkoker auf Wassereinbruch prüfen, ein Notruder oder das Steuern mit einer nachgeschleppten Trosse versuchen und rechtzeitig Hilfe rufen. Heben Sie gebrochene Teile auf, statt sie über Bord zu werfen, denn die Bruchstelle ist der wichtigste Beleg. Fotografieren Sie, notieren Sie Position, Wetter und Hergang im Logbuch und melden Sie den Schaden, bevor Sie Reparatur oder Schlepp beauftragen, soweit die Lage es zulässt. Vorbeugend lohnt der Blick bei jedem Kranen: Lagerspiel, Risse am Ruderblatt, Wasser im Blatt, Korrosion am Schaft, und eine Rechnung, die die Prüfung belegt.
Zum Merken
Treibgut und Grund
plötzlicher Schaden, ein Fall für die Kasko
Korrosion und Lagerspiel
Verschleiß, oft ausgeschlossen
Die Bruchstelle entscheidet. Heben Sie gebrochene Teile auf, statt sie über Bord zu werfen.
Fragen und Antworten
Häufige Fragen
Ist ein Ruderbruch durch Treibgut versichert?
Mit Kasko in aller Regel ja, denn es ist ein plötzlicher Schaden von außen. Halten Sie Position, Zeit und Hergang im Logbuch fest und heben Sie die gebrochenen Teile auf.
Was gilt, wenn der Ruderschaft korrodiert war?
Dann prüft der Versicherer, ob Verschleiß den Bruch verursacht hat. Viele Bedingungen schließen Abnutzung und Korrosion aus. Belegte Wartung und Inspektionen helfen, den Hergang zu klären.
Wer zahlt das Schleppen in den Hafen?
Das hängt vom Vertrag ab. Viele Kaskoverträge tragen Schlepp- und Bergungskosten nach einem versicherten Schaden. Melden Sie sich, wenn möglich, vor dem Auftrag bei Ihrem Versicherer.
Beratung deutschlandweit: NAMMERT Assekuradeur GmbH, Karl-Marx-Straße 4, 15711 Königs Wusterhausen bei Berlin, telefonisch unter 03375 / 29 12 77, per E-Mail an info@nammert.com und über WhatsApp. Wir betreuen Bootseigner in Deutschland, Österreich und Spanien.
Passender Schutz
Weitere Themen
Schaden & Risiko, 58 Themen
In 5 Minuten versichert.
Beitrag online berechnen, Police am selben Tag, oder rufen Sie uns an: 03375 / 29 12 77.
War das hilfreich?