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Automatik-Rettungsweste warten: Was gilt, wenn sie im Ernstfall versagt?
Kurze Antwort
Eine Automatik-Rettungsweste braucht regelmäßige Prüfung nach Herstellerangabe: Gaspatrone, Auslöser und Schwimmkörper. Versagt sie im Ernstfall, zahlt die Unfallversicherung ohne Schuldfrage, der Skipper kann aber für ungewartete Westen haften.
Die Automatik-Rettungsweste liegt meist monatelang in der Backskiste, feucht, salzig und gedrückt, und soll im Ernstfall in Sekunden auslösen. Ob sie das tut, hängt an drei Teilen: der Gaspatrone, die fest eingeschraubt und unbeschädigt sein muss, dem Auslöser, dessen Tablette oder Patrone ein Ablaufdatum hat, und dem Schwimmkörper, der dicht sein muss. Der Hersteller gibt vor, in welchen Abständen die Weste geprüft oder bei einer Wartungsstation durchgesehen wird. Die Angabe steht auf dem Etikett und in der Anleitung.
Selbst prüfen können Sie viel: Patrone fest und ohne Rost, Anzeige am Auslöser grün, Ablaufdatum nicht überschritten, Gewebe und Gurte ohne Scheuerstellen. Die Dichtigkeit prüfen Sie, indem Sie die Weste über das Mundventil aufblasen und über Nacht liegen lassen. Nach jeder Auslösung brauchen Sie einen passenden Ersatzsatz aus Patrone und Auslöser. Für Kinder gehören Westen mit Schrittgurt an Bord, für Gäste passende Größen. Wer als Skipper die Crew einweist, zeigt auch, wie man die Weste von Hand auslöst, falls die Automatik versagt.
Versagt die Weste, kommen zwei Versicherungen ins Spiel. Die Unfallversicherung zahlt nach den Folgen der Verletzung, ohne dass jemand schuld sein muss. Die Haftpflicht wird wichtig, wenn ein Verletzter dem Skipper vorwirft, ungewartete Westen ausgegeben zu haben. Bei NAMMERT sind Gesundheitsschäden durch unfreiwilliges Ertrinken in der Wassersport-Unfallversicherung Basis-Plus und Premium ausdrücklich mitversichert, Ziffer A-1.4.2.2; wer versicherte Person ist, hängt vom Tarif ab. Die Westen selbst gehören in der Kasko zum Bootsinventar, versichert gegen die benannten Gefahren, nicht gegen Alterung oder fehlende Wartung (A-6.2 f).
Zum Merken
Geprüfte Weste
löst aus, trägt, Patrone und Auslöser frisch
Vergessene Weste
ungewiss im Wasser, Frage an den Skipper
Eine Rettungsweste rettet nur, wenn sie zuletzt jemand geprüft hat.
Fragen und Antworten
Häufige Fragen
Wie oft muss eine Automatik-Rettungsweste gewartet werden?
So oft, wie der Hersteller für das Modell vorgibt. Die Frist steht auf dem Etikett oder in der Anleitung. Patrone, Auslöser und Ablaufdatum prüfen Sie zusätzlich vor jeder Saison selbst.
Haftet der Skipper, wenn eine ungewartete Weste versagt?
Das kann passieren. Der Skipper ist für die Sicherheitsausrüstung und die Einweisung der Crew verantwortlich. Beim eigenen Boot sind Ansprüche von Mitseglern in der Bootshaftpflicht in aller Regel eingeschlossen, und eine dokumentierte Prüfung ist im Streit der beste Beleg.
Zahlt die Unfallversicherung, wenn die Weste nicht ausgelöst hat?
Die Unfallversicherung fragt nicht nach Schuld, sondern nach den Folgen. Bei uns ist unfreiwilliges Ertrinken in Basis-Plus und Premium ausdrücklich mitversichert (A-1.4.2.2), versichert sind die im Tarif genannten Personen.
NAMMERT Assekuradeur GmbH, Karl-Marx-Straße 4, 15711 Königs Wusterhausen, 03375 / 29 12 77
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