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Stahlrumpf am Hausboot: Wann sind Dickenmessung und Unterwasserprüfung fällig?
Kurze Antwort
Ein fester Termin für private Hausboote ist nicht vorgeschrieben, aber ein älterer Stahlrumpf sollte regelmäßig aus dem Wasser und mit Ultraschall gemessen werden. Vor dem Kauf, vor einer neuen Deckung und bei Auffälligkeiten an Anoden oder Anstrich ist es fällig.
Viele Hausboote haben einen Stahlrumpf, und Stahl ist robust, solange die Beschichtung hält. Anders als bei einem Boot, das jeden Winter an Land steht, liegt ein Hausboot oft jahrelang ohne Unterbrechung im Wasser. Was unterhalb der Wasserlinie passiert, sieht dann niemand. Rost frisst sich unter Blasen im Anstrich weiter, Streuströme vom Landstrom oder von Nachbarbooten zehren die Opferanoden auf und greifen danach den Rumpf an, und von innen rostet es in der Bilge unter Ballast oder Bodenaufbauten. Oft fällt ein dünner Rumpf erst auf, wenn er an einer Stelle nachgibt.
Eine gesetzliche Frist für private Hausboote gibt es in aller Regel nicht. Versicherer und Gutachter erwarten aber bei älteren Stahlrümpfen, dass der Zustand belegt ist: durch ein Gutachten mit Ultraschall-Dickenmessung an vielen Punkten, vor allem an Wasserlinie, Kimm, Boden und rund um Seeventile. Fällig ist so eine Prüfung vor dem Kauf eines gebrauchten Hausboots, vor dem Wechsel der Versicherung, wenn Anoden auffällig schnell verbraucht sind, der Anstrich Blasen wirft oder Rostfahnen austreten. Viele Eigner lassen den Rumpf außerdem in festen Abständen slippen oder ins Schwimmdock nehmen, reinigen und neu beschichten; ein Taucher kann dazwischen Anoden und Anstrich ansehen.
Planen Sie die Prüfung deshalb ein, bevor ein Schaden sie erzwingt. Lassen Sie sich im Gutachten die gemessenen Wandstärken mit den Messpunkten geben, nicht nur ein Gesamturteil, dann sehen Sie beim nächsten Mal, wie schnell der Rumpf abnimmt. Achten Sie am Liegeplatz auf die Landstromanlage: ein Trenntrafo oder ein galvanischer Trenner hilft gegen Streuströme. Und heben Sie Rechnungen für Anoden, Beschichtung und Messung auf. Wer im Schadenfall zeigen kann, dass der Rumpf gepflegt wurde, steht besser da als jemand, bei dem die Frage offen bleibt, ob Rost oder ein Unfall das Leck verursacht hat.
Zum Merken
Anstrich
Blasen, Rostfahnen, schnell verbrauchte Anoden zeigen das Problem an
Wandstärke
nur eine Ultraschallmessung zeigt, wie viel Stahl noch da ist
Lassen Sie den Rumpf messen, bevor ein Leck die Frage beantwortet.
Fragen und Antworten
Häufige Fragen
Wie oft muss ein Stahlrumpf gemessen werden?
Für private Hausboote gibt es in aller Regel keine feste Frist. Sinnvoll ist eine Messung vor dem Kauf, vor einer neuen Deckung und bei Auffälligkeiten wie schnell verbrauchten Anoden oder Blasen im Anstrich. Ältere Rümpfe sollten in festen Abständen aus dem Wasser.
Was prüft der Gutachter an einem Stahlrumpf?
Er misst mit Ultraschall die Wandstärke an vielen Punkten, sieht sich Anstrich, Schweißnähte, Anoden und Seeventile an und prüft von innen die Bilge. Lassen Sie sich die Messwerte mit Messpunkten geben.
Was hat der Landstrom mit Rost am Rumpf zu tun?
Über die Schutzleitung des Landstroms können Streuströme fließen, die Anoden und danach den Rumpf angreifen. Ein Trenntrafo oder ein galvanischer Trenner in der Landstromleitung verringert dieses Risiko.
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