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Ein Blitz schlägt dicht hinter einer ankernden Segelyacht ein, der Mast im Gegenlicht

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Blitzschlag und Überspannung

Kurze Antwort

Blitzschlag ist in jedem Kaskotarif eine benannte Gefahr. In der Basis steht ausdrücklich, dass auch Überspannungs-, Überstrom- und Kurzschlussschäden an elektrischen Geräten Blitzschlagschäden sein können.

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In der Basis sagen es die Bedingungen in zwei Sätzen (A-3.1.2 c): Blitzschlag ist der unmittelbare Übergang eines Blitzes auf Sachen. Auch Überspannungs-, Überstrom- oder Kurzschlussschäden an elektrischen Einrichtungen und Geräten können Blitzschlagschäden sein. Der zweite Satz ist der wichtigere, denn so gehen Boote in der Praxis kaputt. In Basis-Plus und Premium steht dieser Satz nicht ausdrücklich; unmittelbare Kurzschlussschäden gelten dort als Betriebsschaden und sind ausgeschlossen (A-6.2 e).

Ein Mast zieht den Blitz nicht zwingend an, aber er steht als höchster Punkt weit oben. Der direkte Treffer ist der seltenere Fall. Häufiger ist die Spannungsspitze aus einem Einschlag in der Nähe, die über Rigg, Erdung oder Landstromkabel in die Anlage geht. Sie hinterlässt kein Loch, sondern tote Geräte: Plotter, Funk, Autopilot, Ladegerät, Motorsteuerung.

Deshalb prüfen Sie nach einem Gewitter alles, auch das, was noch läuft. Vorgeschädigte Elektronik fällt oft erst Wochen später aus, und dann ist der Zusammenhang schwer zu belegen. Lassen Sie die Anlage nach einem Einschlag in der Nähe durchmessen und heben Sie das Prüfprotokoll auf.

Ohne Gewitter gibt es die Überspannung ebenfalls, nämlich aus dem Hafennetz. Mit der Elektroklausel für Elektro- und Hybridboote ist die eigene Ladestation eingeschlossen, in der Basis bis 1.500 Euro, und Folgeschäden durch Kurzschluss sind bis zu festen Grenzen gedeckt. Schäden durch falsches Laden sind ausgeschlossen.

Was die Regulierung beschleunigt: eine Geräteliste mit Typ, Seriennummer und Kaufbeleg, im Bordordner oder als Foto in der Cloud. Nach einem Blitzschaden ist das der Unterschied zwischen einer Woche und drei Monaten.

Was die Regulierung beschleunigt: eine Geräteliste mit Typ, Seriennummer und Kaufbeleg, im Bordordner oder als Foto in der Cloud. Nach einem Blitzschaden ist das der Unterschied zwischen einer Woche und drei Monaten.

Einschlag in der Nähe: Die Spannungsspitze läuft über das Landstromkabel in die Bordgeräte.

Blitzschutz an Bord: was eine Anlage leisten kann

Ein Blitzschutz an Bord soll den Strom eines Einschlags auf möglichst kurzem Weg vom Masttop ins Wasser leiten, über leitende Verbindungen mit großem Querschnitt und eine Erdung, die unter Wasser liegt, etwa über eine Erdungsplatte oder den Kiel. Er verhindert keinen Einschlag und garantiert nicht, dass die Elektronik überlebt. Er senkt aber das Risiko, dass der Strom sich seinen Weg durch Rumpf, Seeventile oder Menschen sucht.

Ein Blitzschutz gehört in die Hand eines Fachbetriebs, der Anlage und Boot zusammen betrachtet, ein Kabel vom Want ins Wasser ist kein Ersatz. Lassen Sie den Einbau dokumentieren.

Blitzeinschlag auf der Segelyacht: Schäden an Rumpf und Rigg

Nach einem Blitzeinschlag auf einer Segelyacht sind die sichtbaren Schäden oft klein, die wichtigen liegen an Stellen, die man nicht sofort sieht. Der Strom sucht sich am Ende den Weg ins Wasser, und dabei können an Seeventilen, Bolzen des Kiels oder Durchbrüchen im Laminat kleine Löcher oder Risse entstehen. Ein Boot, das nach dem Gewitter langsam Wasser macht, hat diesen Weg oft schon hinter sich.

Im Rigg trifft es häufig das Masttop: Windgeber, Antennen und Lichter sind die ersten Opfer, Terminals und Wanten können durch die Hitze geschwächt sein. Auch der Magnetkompass kann nach einem Einschlag eine Ablenkung zeigen. Lassen Sie das Boot deshalb kranen oder tauchen, das Unterwasserschiff prüfen, das Rigg von einem Rigger ansehen und den Kompass kontrollieren.

Elektronik nach Blitzeinschlag prüfen lassen: was dazugehört

Eine gründliche Prüfung nach einem Einschlag geht über das Einschalten hinaus. Dazu gehören die Funkanlage samt Antenne und Kabel, der Kartenplotter, AIS, Autopilot, Echolot, die Ladegeräte und Laderegler, die Batterien, die Motorsteuerung und die Instrumente am Motor. Bei der Funkanlage zeigt erst eine Messung der Antennenanlage, ob sie noch sauber sendet.

Lassen Sie sich die Ergebnisse als Protokoll mit Datum geben, auch für Geräte, die in Ordnung sind. Fällt ein Gerät Wochen später aus, zeigt das Protokoll, was nach dem Sturm geprüft wurde, und eine Geräteliste mit Seriennummern macht die Zuordnung einfach. Einen Überblick, wie Sie sich während eines Gewitters auf dem Wasser verhalten, gibt unsere eigene Seite zum Gewitter an Bord.

Blitz am Liegeplatz und im Winterlager

Auch ein Boot, das im Hafen oder an Land steht, ist einem Gewitter ausgesetzt. Am Liegeplatz kommt die Spannung oft nicht über den Mast, sondern über das Landstromkabel aus dem Hafennetz. Wer das Boot länger allein lässt, zieht deshalb den Landstromstecker oder nutzt einen Überspannungsschutz am Anschluss, und schaltet die Bordelektronik über den Hauptschalter ab.

Im Winterlager an Land steht der Mast oft mit anderen Masten in einer Reihe, ein Einschlag in der Nähe kann mehrere Boote betreffen. Nach einem Gewitter über dem Lager lohnt ein Blick auf Lichter, Instrumente und Ladegerät, bevor das Boot im Frühjahr zu Wasser geht. Wer im Herbst eine Geräteliste anlegt, hat sie im Frühjahr zur Hand.

Zum Merken

Kein Loch

hinterlässt ein typischer Blitzschaden

Alles tot

ist die Elektronik trotzdem

Nicht der Treffer zerstört die Geräte, sondern die Spannungsspitze aus einem Einschlag nebenan.

Fragen und Antworten

Häufige Fragen

Ist ein Blitzschaden am Boot versichert?

Ja. Blitzschlag ist in unseren Bedingungen ausdrücklich als Naturgewalt benannt und in jedem Kaskotarif enthalten.

Ist die Elektronik nach einem Blitz mitversichert?

In der Basis steht ausdrücklich, dass auch Überspannungs-, Überstrom- oder Kurzschlussschäden an elektrischen Einrichtungen und Geräten Blitzschlagschäden sein können. In Basis-Plus und Premium fehlt dieser Satz, unmittelbare Kurzschlussschäden sind dort als Betriebsschaden ausgeschlossen. Wichtig ist der belegte Zusammenhang mit dem Sturm.

Muss der Blitz mein Boot direkt treffen?

Nein, das ist sogar der seltenere Fall. Häufiger ist die Spannungsspitze aus einem Einschlag in der Nähe, die über Rigg, Erdung oder Landstrom in die Anlage geht.

Und Überspannung ohne Gewitter, etwa am Landstrom?

Mit der Elektroklausel ist die eigene Ladestation eingeschlossen, in der Basis bis 1.500 Euro, Folgeschäden durch Kurzschluss bis zu festen Grenzen. Ohne diese Klausel ist ein Kurzschluss als Betriebsschaden ausgeschlossen.

Was tue ich nach einem Gewitter?

Alles prüfen, auch was noch läuft, die Anlage durchmessen lassen und das Prüfprotokoll aufheben. Vorgeschädigte Geräte fallen oft erst Wochen später aus.

Verhindert ein Blitzschutz den Einschlag?

Nein. Er leitet den Strom eines Einschlags auf einem möglichst kurzen Weg ins Wasser und senkt damit das Risiko für Rumpf und Crew. Eine Garantie für die Elektronik ist er nicht.

Muss ich nach einem Blitzeinschlag das Boot aus dem Wasser holen?

Es ist sinnvoll, das Unterwasserschiff prüfen zu lassen, durch Kranen oder einen Taucher. Der Strom kann an Seeventilen oder am Kiel kleine Durchbrüche hinterlassen, die erst später Wasser ziehen.

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