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Hausboot im Winter im Wasser: Was hilft gegen Eis?
Kurze Antwort
Ein Hausboot bleibt meist auch im Winter im Wasser. Friert das Becken zu, drückt das Eis auf den Rumpf, und treibende Schollen zerren an Leinen und Steg. Eine offene Rinne rund um den Rumpf und lose genug geführte Festmacher sind der wirksamste Schutz.
Anders als die meisten Boote kommt ein Hausboot selten ins Winterlager. Es bleibt am Liegeplatz, wird bewohnt oder zumindest beheizt, und genau das macht den Winter zu seiner eigenen Gefahr. Wenn ein stilles Hafenbecken zufriert, dehnt sich das Eis aus und drückt seitlich gegen den Rumpf. Auf Flüssen kommt der Eisgang dazu: Schollen treiben mit der Strömung, stauen sich am Rumpf und an den Dalben und zerren an allem, was festgemacht ist.
Der wirksamste Schutz ist, das Eis gar nicht erst an den Rumpf zu lassen. Dafür gibt es Eisfreihalter, die mit Luftblasen oder einer kleinen Strömung wärmeres Wasser vom Grund nach oben holen und so eine offene Rinne um den Rumpf halten. Sie brauchen Strom und regelmäßige Kontrolle, denn eine Anlage, die in einer Frostnacht ausfällt, schützt nicht. Dazu gehören Festmacher, die dem Boot Spielraum lassen, und eine Kontrolle, ob Fender und Leinen nicht festfrieren. Auf Flüssen lohnt ein Blick in die Hafenordnung: manche Häfen verlangen im Winter besondere Sicherungen oder einen geschützten Platz.
Versicherungsseitig lohnt ein Blick vor dem ersten Frost. Prüfen Sie, ob Ihre Police Eisdruck und Eisgang überhaupt erwähnt, als versicherte Gefahr oder als Ausschluss, und welche Sicherungen sie von Ihnen im Winter erwartet. Wer im Schadenfall zeigen kann, dass die Eisfreihaltung lief und jemand regelmäßig nach dem Boot gesehen hat, steht deutlich besser da. Führen Sie dazu ein kurzes Winterprotokoll mit Datum, Kontrollgang und Fotos.
Zum Merken
Eis am Rumpf
drückt, zerrt an Leinen und Steg
Offene Rinne
hält den Druck vom Rumpf fern
Eine Eisfreihaltung schützt nur, solange sie läuft. Wer regelmäßig nachsieht und es festhält, ist im Schadenfall im Vorteil.
Fragen und Antworten
Häufige Fragen
Muss ich mein Hausboot im Winter aus dem Wasser holen?
In aller Regel nicht, die meisten Hausboote überwintern im Wasser. Dann brauchen Sie aber einen Plan gegen Eis, eine regelmäßige Kontrolle und Festmacher, die dem Boot Spielraum lassen.
Was bringt ein Eisfreihalter?
Er hält mit Luftblasen oder einer kleinen Strömung eine offene Rinne um den Rumpf, sodass das Eis nicht direkt drückt. Er wirkt nur, solange er läuft, deshalb gehören Strom und Kontrolle dazu.
Ist ein Schaden durch Eisdruck versichert?
Das hängt vom Vertrag ab. Viele Bedingungen erwähnen Eisdruck gar nicht. Prüfen Sie vor dem Winter, ob er gedeckt oder ausgeschlossen ist und welche Sicherungen verlangt werden.
Beratung deutschlandweit: NAMMERT Assekuradeur GmbH, Karl-Marx-Straße 4, 15711 Königs Wusterhausen bei Berlin, telefonisch unter 03375 / 29 12 77, per E-Mail an info@nammert.com und über WhatsApp. Wir betreuen Bootseigner in Deutschland, Österreich und Spanien.
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