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Wallbox fürs Elektroboot: sicher und bequem zuhause laden
Kurze Antwort
Eine Wallbox lädt das Elektroboot zuhause sicher und bequem, mit eigenem Stromkreis und eigenem Fehlerstromschutz. Ein Elektrofachbetrieb schließt sie an und meldet sie beim Netzbetreiber an und ist mit der Elektroklausel als eigene Ladestation mitversichert.
Viele Elektroboote auf dem Trailer verbringen die Woche und den Winter in der Einfahrt, im Carport oder in der Garage. Dort wird auch geladen. Bei kleinen Booten wandert der Akku mit seinem Ladegerät ins Haus, größere Boote haben fest eingebaute Akkus, manche eine Ladebuchse wie ein Elektroauto. Die Haushaltssteckdose ist dafür nur eine Notlösung: Sie ist für gelegentliche Last gebaut, nicht für viele Stunden unter voller Leistung. Stecker und Leitung werden warm, bei älteren Leitungen und Kabeltrommeln erst recht. Eine Wallbox hängt dagegen an einem eigenen, passend abgesicherten Stromkreis und bringt einen Fehlerstromschutz mit, der auch Gleichfehlerströme erkennt. So lädt das Boot jede Nacht sicher, ohne dass jemand daneben wachen muss.
Die Wallbox ist kein Gerät zum Selbstanschließen. Arbeiten an der Hausinstallation hinter dem Hausanschluss darf nur ein Elektrofachbetrieb ausführen, der beim Netzbetreiber eingetragen ist. Nach § 19 Abs. 2 der Niederspannungsanschlussverordnung ist jede Ladeeinrichtung vor der Inbetriebnahme dem Netzbetreiber mitzuteilen, ab einer Leistung von mehr als 12 kVA braucht sie vorher seine Zustimmung. Eine private Wallbox zählt außerdem zu den steuerbaren Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG: Der Netzbetreiber darf ihre Leistung bei Engpässen begrenzen, dafür sinkt das Netzentgelt. Für den Platz im Freien braucht die Wallbox eine Schutzart für Außenmontage, das Ladekabel gehört nicht quer über den Weg. Geladen wird nur, wenn Buchse und Stecker trocken sind, und immer nach den Vorgaben des Bootsherstellers, denn das Batteriemanagement des Bootes steuert die Ladung.
Für die Versicherung zählt die Elektroklausel. Ist ein Elektro- oder Hybridboot im Versicherungsschein dokumentiert, besteht in der NAMMERT-Kasko für eigene Ladestationen Versicherungsschutz bis 1.500 Euro im Tarif Basis (A-10.1) und bis 3.000 Euro in Basis-Plus und Premium (A-11.1). Gleichzeitig verlangen die Bedingungen, den Akku regelmäßig sachgemäß nachzuladen, besonders im Winterlager. Ausgeschlossen sind Schäden durch nicht sachgemäße Ladung, Tiefentladung, Brand aufgrund von Tiefentladung, Eigenarbeiten am Akku und Verschleiß des Akkus, ebenso Schäden bei nicht CE-zertifizierten Antriebssystemen. Hängt die Wallbox fest am Haus, kann sie auch zum Gebäude gehören; ein Blick in den Wohngebäudevertrag klärt das. Rechnung, Anmeldebestätigung und Prüfprotokoll des Elektrofachbetriebs gehören in die Bordmappe.
Zum Merken
Steckdose
für gelegentliche Last gebaut, nicht für Stunden unter Volllast
Wallbox
eigener Stromkreis, eigener Fehlerstromschutz, angemeldet
Einmal fachgerecht installiert, lädt das Boot jede Nacht ohne Kabeltrommel.
Fragen und Antworten
Häufige Fragen
Reicht die normale Steckdose, um das Elektroboot zu laden?
Für einen kleinen Wechselakku mit Ladegerät gelegentlich ja. Für große Akkus und Ladungen über viele Stunden ist ein eigener Stromkreis mit Wallbox sicherer. Nie über Kabeltrommel oder Mehrfachstecker laden.
Muss die Wallbox beim Netzbetreiber angemeldet werden?
Ja. Jede Ladeeinrichtung ist vor der Inbetriebnahme dem Netzbetreiber mitzuteilen, über 12 kVA braucht sie vorher seine Zustimmung. Meist erledigt das der Elektrofachbetrieb.
Ist die Wallbox zuhause mitversichert?
Mit der Elektroklausel besteht für eigene Ladestationen Versicherungsschutz bis 1.500 Euro im Tarif Basis und bis 3.000 Euro in Basis-Plus und Premium. Schäden durch nicht sachgemäße Ladung sind ausgeschlossen.
NAMMERT Assekuradeur GmbH, Karl-Marx-Straße 4, 15711 Königs Wusterhausen, 03375 / 29 12 77
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