Alles zur Versicherung: Fahrrad und E-Bike
Brauche ich für mein E-Bike eine eigene Versicherung?
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Kurz gesagt
Beim Dienstrad-Leasing ist eine Vollkasko für das Rad fast immer Pflicht und steckt in der Leasingrate, bei Rädern bis 1.500 Euro ab etwa 5,90 Euro netto im Monat. Sie zahlt Diebstahl, Unfall und Vandalismus. Nicht gedeckt sind Schäden, die Sie anderen zufügen: dafür brauchen Sie Ihre private Haftpflicht, beim S-Pedelec ein Versicherungskennzeichen.
Veröffentlichte Beiträge der Leasingpolicen und Zusatzpakete, Stand 2026.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Pflicht-Vollkasko, Dienstrad bis 1.500 Euro | ab etwa 5,90 Euro netto im Monat |
| Zusatz Inspektionspaket | ab etwa 4 Euro netto im Monat |
| Zusatz Haftpflicht und Rechtsschutz für das Dienstrad | etwa 1 Euro netto im Monat |
| Übernahme nach 36 Monaten | Restwert meist um 18 Prozent des Listenpreises |
Richtwerte, Stand September 2026, aus veröffentlichten Beiträgen einzelner Leasinganbieter. Bei teureren Rädern steigt der Anteil für die Versicherung mit dem Listenpreis; der genaue Betrag steht im Angebot Ihres Arbeitgebers. Haftpflicht- und Verschleißkosten im Beispiel sind Richtwerte aus der Angebotspraxis.
Rechenbeispiel
Was ist im Leasing versichert, was muss sie selbst regeln, und was kommt nach drei Jahren?
| Pflicht-Vollkasko in der Leasingrate | Diebstahl, Sturz, Vandalismus, Akku |
| Schäden an Dritten | über die eigene private Haftpflicht, etwa 50 bis 100 Euro im Jahr |
| Verschleiß ohne Servicepaket | selbst zahlen, bei Vielfahrern schnell 100 bis 200 Euro im Jahr |
| Übernahme nach 36 Monaten (18 Prozent) | etwa 630 Euro |
| Eigene Fahrradversicherung danach | nötig, sobald das Rad ihr gehört |
Während der Laufzeit braucht sie keine zweite Fahrradversicherung, aber eine Haftpflicht, die Pedelecs einschließt. Ab der Übernahme versichert sie das Rad selbst. Rechenbeispiel mit Richtwerten; Haftpflicht- und Verschleißkosten sind Richtwerte aus der Angebotspraxis.
Beim Dienstrad gibt es drei Beteiligte: Die Leasinggesellschaft ist Eigentümerin, Ihr Arbeitgeber ist Leasingnehmer, und Sie fahren das Rad. Weil das Rad nicht Ihnen gehört, verlangt die Leasinggesellschaft eine Versicherung, die ihr Eigentum schützt. Diese Vollkasko ist in der Regel Pflicht und wird mit der Leasingrate über Ihr Gehalt bezahlt.
Die Vollkasko schützt das Rad selbst. Sie schützt nicht Sie als Fahrer und nicht die Menschen, die Sie verletzen oder deren Sachen Sie beschädigen. Für diese drei Fragen gibt es drei verschiedene Versicherungen, und nur eine davon steckt im Leasing.
| Risiko | Wer zahlt | Was Sie tun müssen |
|---|---|---|
| Rad gestohlen | Vollkasko aus dem Leasing | Schlossregeln einhalten, Diebstahl sofort bei der Polizei anzeigen |
| Rad nach Sturz beschädigt | Vollkasko aus dem Leasing | Schaden über das Portal der Leasinggesellschaft melden |
| Sie verursachen einen Unfall mit Pedelec bis 25 km/h | Ihre private Haftpflicht | prüfen, dass Pedelecs dort eingeschlossen sind |
| Sie verursachen einen Unfall mit S-Pedelec bis 45 km/h | Kfz-Haftpflicht mit Versicherungskennzeichen | Kennzeichen besorgen, sonst fahren Sie ohne Pflichtversicherung |
| Sie verletzen sich auf dem Arbeitsweg | gesetzliche Unfallversicherung | Unfall dem Arbeitgeber melden |
| Sie verletzen sich in der Freizeit | nur eine private Unfallversicherung, falls vorhanden | eigene Absicherung prüfen |
| Kette, Bremsen und Reifen verschlissen | nur mit Verschleiß- oder Servicepaket | Paket beim Vertragsschluss wählen oder selbst zahlen |
Übliche Leasingpolicen zahlen bei Diebstahl des Rads und von fest verbauten Teilen, bei Raub, bei Unfall- und Sturzschäden, bei Vandalismus und bei Bedienfehlern. Viele schließen Akku, Motor und Steuergerät ein. Häufig gibt es keine Selbstbeteiligung.
Nicht enthalten ist in der Grundversicherung meist der Verschleiß: Kette, Ritzel, Bremsbeläge und Reifen zahlen Sie selbst, wenn Ihr Arbeitgeber kein Service- oder Verschleißpaket vorsieht. Auch Zubehör wie Helm, Taschen oder ein abnehmbares Navi ist in der Regel nicht versichert.
Wird das Dienstrad gestohlen, zahlt die Versicherung an die Leasinggesellschaft, und der Leasingvertrag endet in der Regel. Ein Ersatzrad bekommen Sie nicht automatisch. Manche Anbieter rechnen die Hälfte der bereits gezahlten Raten auf ein neues Rad an, wenn Sie innerhalb einer Frist neu leasen, andere geben einen Zuschuss, wenige stellen ein Ersatzrad bis zum Laufzeitende.
Die bis dahin gezahlten Raten bekommen Sie nicht zurück, denn sie waren das Entgelt für die Nutzung. Lesen Sie deshalb vor dem Abschluss, welche der drei Regeln für Ihren Vertrag gilt.
Die Leasingpolicen verlangen fast immer ein Markenschloss mit einem Mindestpreis, oft um 48 bis 49 Euro, und dass Sie das Rad mit dem Rahmen an einem fest verankerten Gegenstand anschließen. Ein Rahmenschloss allein, das nur das Hinterrad blockiert, reicht dafür meist nicht.
Wer das Rad vor dem Supermarkt nur kurz ohne Anschließen abstellt, verliert im Diebstahlfall schnell den Schutz. Dann haften Sie gegenüber der Leasinggesellschaft für den Schaden, im schlimmsten Fall für den offenen Restwert.
Eine eigene Fahrradversicherung neben der Leasingpolice ist während der Laufzeit überflüssig. Sie würden dasselbe Rad doppelt versichern und im Schadenfall trotzdem nur einmal Geld bekommen. Auch der Fahrradbaustein Ihrer Hausrat hilft beim Dienstrad nicht, weil das Rad nicht Ihnen gehört.
Was Sie prüfen sollten, ist Ihre private Haftpflicht. Sie ist beim normalen Pedelec der einzige Schutz, wenn Sie jemanden anfahren. Und nach 36 Monaten, wenn Sie das Rad für einen Restwert von oft rund 18 Prozent des Listenpreises übernehmen, endet die Leasingpolice. Ab dann ist das Rad Ihr Eigentum und braucht eigenen Schutz.
Fragen und Antworten
In aller Regel ja. Die Leasinggesellschaft verlangt eine Vollkasko für das Rad, die Sie über die Leasingrate mitbezahlen.
Meist nicht, denn das Rad gehört der Leasinggesellschaft. Den Diebstahl deckt die Leasingpolice.
Für ein Pedelec bis 25 km/h reicht Ihre private Haftpflicht, wenn sie Pedelecs einschließt. Ein S-Pedelec braucht ein Versicherungskennzeichen.
Viele Leasingpolicen haben keine. Prüfen Sie das in den Unterlagen, einzelne Tarife sehen eine vor.
Die Versicherung zahlt an die Leasinggesellschaft, der Vertrag endet meist. Je nach Anbieter bekommen Sie einen Teil der gezahlten Raten auf ein neues Rad angerechnet.
Nur mit Service- oder Verschleißpaket. Ohne Paket zahlen Sie Kette, Bremsen und Reifen selbst.
Ihre eigenen Verletzungen auf dem direkten Arbeitsweg deckt die gesetzliche Unfallversicherung. Das gilt unabhängig davon, ob Sie ein Dienstrad fahren.
Die Leasingpolice endet mit dem Vertrag. Übernehmen Sie das Rad, müssen Sie es ab diesem Tag selbst versichern.
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