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Kurz gesagt
Ja, fast immer. Viele Tarife haben Altersstufen: Im Beispiel eines Hundetarifs kostet derselbe Schutz mit 6 Jahren gut doppelt so viel wie beim Welpen, etwa 21 statt 9 Euro im Monat. Dazu kommen jährliche Dynamiken von zum Beispiel 9 Prozent und allgemeine Anpassungen, die 2026 bei Hunden bis 25 Prozent und bei Katzen bis 20 Prozent reichten.
Beiträge aus einer veröffentlichten Tariftabelle für einen gesunden, kastrierten Hund und aus Übersichten zu Katzentarifen und Anpassungen 2026.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Hund, Grundschutz, bis 2 Jahre | etwa 9 Euro im Monat |
| Hund, Grundschutz, 3 bis 5 Jahre | etwa 11 Euro im Monat |
| Hund, Grundschutz, ab 6 Jahren | etwa 21 Euro im Monat |
| Hund, Komfortschutz, bis 2 Jahre und ab 6 Jahren | etwa 23 Euro und etwa 60 Euro im Monat |
| Katze, OP-Schutz, Kitten bis 1 Jahr | etwa 8 bis 12 Euro im Monat |
| Katze, OP-Schutz, 7 bis 10 Jahre | etwa 18 bis 22 Euro im Monat |
| Allgemeine Beitragsanpassungen 2026 | Hunde 0 bis 25 Prozent, Katzen 0 bis 20 Prozent |
| Fest vereinbarte Dynamik in einem Katzentarif | 9 Prozent pro Jahr |
Richtwerte, Stand Oktober 2026, aus öffentlich genannten Tarifbeispielen. Die Rechnung im Beispiel über zehn Jahre ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis, weil Anpassungen der Zukunft niemand kennt. Das genaue Angebot mit allen Altersstufen holen wir für Sie ein.
Rechenbeispiel
So entwickelt sich der Beitrag nur durch die Altersstufen, ohne allgemeine Anpassungen.
| Bis 2 Jahre, 23 Euro mal 12 | etwa 276 Euro im Jahr |
| 3 bis 5 Jahre, 28 Euro mal 12 | etwa 336 Euro im Jahr |
| Ab 6 Jahren, 60 Euro mal 12 | etwa 720 Euro im Jahr |
| Summe über die ersten zehn Lebensjahre | etwa 4.700 Euro |
| Mit allgemeinen Anpassungen von einigen Prozent im Jahr | eher 5.500 bis 6.500 Euro |
Der größte Teil der Beiträge fällt in der letzten Altersstufe an. Fragen Sie deshalb vor dem Abschluss nicht nach dem Einstiegspreis, sondern nach dem Beitrag mit 6 und mit 10 Jahren.
Der erste Weg sind Altersstufen. Der Tarif legt fest, welcher Beitrag in welchem Lebensalter gilt. Hat Ihr Tier Geburtstag und rutscht in die nächste Stufe, zahlen Sie ab dem nächsten Versicherungsjahr den höheren Satz, ohne dass sich am Schutz etwas ändert.
Der zweite Weg ist eine vereinbarte Dynamik. Manche Tarife erhöhen den Beitrag jedes Jahr um einen festen Prozentsatz, unabhängig vom Alter. Das steht im Antrag, wird aber selten beachtet. Der dritte Weg ist die allgemeine Anpassung: Steigen die Tierarztkosten im ganzen Bestand, erhöht der Anbieter die Beiträge für alle Verträge eines Tarifs.
Alle drei Wege können sich addieren. Ein Tier, das in die höchste Altersstufe wechselt, in einem Tarif mit Dynamik und in einem Jahr mit allgemeiner Anpassung, kann innerhalb eines Jahres deutlich mehr als das Doppelte kosten.
| Art der Erhöhung | Wann sie greift | Kündigungsrecht wegen der Erhöhung |
|---|---|---|
| Altersstufe | nach dem Geburtstag, meist zum nächsten Versicherungsjahr | in der Regel nein, weil sie von Anfang an vereinbart war |
| Feste jährliche Dynamik | jedes Jahr zur Hauptfälligkeit | in der Regel nein, sie steht im Vertrag |
| Allgemeine Anpassung durch den Anbieter | nach Ankündigung, wenn die Kosten im Tarif steigen | ja, innerhalb eines Monats nach der Mitteilung |
| Höhere Selbstbeteiligung im Alter | in einzelnen Tarifen ab einem bestimmten Alter | nur, wenn sie nicht schon im Vertrag stand |
Ein veröffentlichter Hundetarif für einen gesunden, kastrierten Jack Russell zeigt das Muster deutlich. Im Grundschutz kostet er bis 2 Jahre etwa 9 Euro, mit 3 bis 5 Jahren etwa 11 Euro und mit 6 Jahren etwa 21 Euro im Monat. Im umfangreicheren Schutz sind es etwa 23, 28 und 60 Euro.
Für einen Labrador sind die Zahlen in diesem Tarif fast gleich. Das zeigt: Das Alter wirkt hier stärker als die Rasse. Bei anderen Anbietern ist es umgekehrt, dort kosten große Rassen und Rassen mit kurzer Schnauze in jeder Stufe deutlich mehr.
Beim älteren Tier ist ein Wechsel oft keine echte Lösung. Viele Anbieter nehmen Hunde und Katzen nur bis etwa 7 bis 10 Jahre neu auf. Ein neuer Vertrag beginnt mit neuen Wartezeiten, und alles, was in der Akte steht, wird in der Regel als Vorerkrankung ausgeschlossen.
Ehrlich gesagt: Wer einen zehnjährigen Hund mit Gelenkbefund hat, wird kaum einen neuen Vertrag finden, der für genau dieses Leiden zahlt. Bevor Sie wegen einer Erhöhung kündigen, prüfen Sie deshalb immer zuerst, ob es eine Alternative gibt, die Ihr Tier noch aufnimmt.
Im bestehenden Vertrag hilft oft eine höhere Selbstbeteiligung oder der Wechsel in einen schlankeren Tarif desselben Anbieters, etwa vom Vollschutz zum reinen Operationsschutz. Dafür gibt es in der Regel keine neue Gesundheitsprüfung, fragen Sie aber vorher nach.
Der wirksamste Hebel liegt vor dem Abschluss: Tarife mit wenigen oder flachen Altersstufen und ohne feste Dynamik wählen und die Beiträge für die späteren Stufen vorher erfragen. Ein Tarif, der beim Welpen 5 Euro günstiger ist, kann mit 8 Jahren 30 Euro teurer sein.
Rechnen Sie nüchtern: Liegt der Jahresbeitrag bei 700 Euro und mehr, die Selbstbeteiligung bei 20 Prozent und das Tier hat keine bekannte Krankheit, die der Vertrag deckt, ist eine eigene Rücklage manchmal die ruhigere Lösung.
Anders sieht es aus, wenn das Tier eine gedeckte chronische Krankheit hat, etwa Nieren oder Schilddrüse, die schon im Vertrag läuft. Diesen Schutz bekommen Sie nirgends wieder. Dann ist es fast immer klüger, den Beitrag zu tragen oder den Umfang zu verkleinern, statt zu kündigen.
Fragen und Antworten
Oft gibt es Stufen bis 2 Jahre, 3 bis 5 Jahre und ab 6 Jahren. Bei vielen Tarifen steigt der Beitrag ab 5 bis 6 Jahren deutlich.
Altersstufen und feste Dynamiken stehen im Vertrag. Eine allgemeine Anpassung muss er mindestens einen Monat vorher mitteilen und auf Ihr Kündigungsrecht hinweisen.
Ja, wenn der Beitrag ohne mehr Leistung steigt, innerhalb eines Monats nach der Mitteilung. Das regelt § 40 VVG. Für die vereinbarten Altersstufen gilt das in der Regel nicht.
Nein, auch beim jungen Abschluss steigt er meist mit den Altersstufen. Sie vermeiden aber Ausschlüsse für Vorerkrankungen und die Altersgrenze für neue Verträge.
Einzelne Tarife rechnen nur mit dem Eintrittsalter. Sie können trotzdem durch allgemeine Anpassungen teurer werden. Fragen Sie nach beidem.
Das Muster ist gleich. Im OP-Schutz für Katzen liegen ältere Tiere etwa doppelt so hoch wie Kitten, die Sprünge sind aber in Euro meist kleiner.
Wenn sie schon läuft und Krankheiten deckt, die das Tier hat, meist ja. Ein Neuabschluss in diesem Alter ist teuer, oft nur mit Ausschlüssen möglich und lohnt sich seltener.
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