Alles zur Versicherung: Private Krankenversicherung
Wer darf in die private Krankenversicherung wechseln?
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Kurz gesagt
Was ist der Basistarif? Ein Tarif, den jede private Krankenversicherung anbieten muss, mit Leistungen ähnlich wie in der gesetzlichen Kasse. Niemand darf abgelehnt werden, Risikozuschläge gibt es nicht. Der Beitrag ist 2026 auf 1.017,18 Euro im Monat begrenzt und halbiert sich bei Bedürftigkeit auf 508,59 Euro. Er ist ein Rettungsanker in der privaten Krankenversicherung, kein Spartarif.
Gesetzlich festgelegte Höchstbeiträge 2026, abgeleitet aus Beitragsbemessungsgrenze und Beitragssatz der gesetzlichen Kasse.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Basistarif, Höchstbeitrag | bis 1.017,18 Euro im Monat |
| Basistarif bei Hilfebedürftigkeit | bis 508,59 Euro im Monat |
| Pflegepflichtversicherung dazu, Höchstbeitrag | bis 209,26 Euro im Monat, bei Hilfebedürftigkeit im Basistarif bis 104,63 Euro |
| Standardtarif zum Vergleich, Höchstbeitrag | bis 848,62 Euro im Monat |
Stand Oktober 2026.
Der tatsächliche Beitrag hängt von Alter und Selbstbehalt ab und kann unter dem Höchstbeitrag liegen;
das genaue Angebot holen wir ein.
Rechenbeispiel
Sie zahlt in ihrem alten Tarif 980 Euro und kann das nicht mehr tragen. Ihr Vertrag stammt von 2010.
| Bisheriger Beitrag | 980 Euro im Monat |
| Basistarif, Höchstbeitrag | 1.017,18 Euro im Monat |
| Halbiert bei Hilfebedürftigkeit | 508,59 Euro im Monat |
| Pflegepflichtversicherung im Basistarif | bis 104,63 Euro im Monat |
Ohne Hilfebedürftigkeit spart der Wechsel kaum etwas und kann sogar mehr kosten. Erst mit Bedürftigkeit sinkt die Last auf rund 613 Euro, und das Amt kann den Rest übernehmen. Vorher lohnt der Blick auf einen günstigeren Tarif beim selben Anbieter.
Seit 2009 muss in Deutschland jeder krankenversichert sein. Damit auch Menschen mit Vorerkrankungen oder ohne Versicherung einen privaten Schutz bekommen, muss jede private Krankenversicherung den Basistarif anbieten. Der Anbieter darf niemanden ablehnen und keine Zuschläge für Vorerkrankungen verlangen.
Der Basistarif richtet sich an Menschen, die der privaten Seite zugeordnet sind, etwa früher Privatversicherte ohne Schutz, Selbstständige oder Privatversicherte, die ihren Beitrag nicht mehr tragen können.
| Punkt | Basistarif | Normaler Privattarif |
|---|---|---|
| Leistungen | etwa wie bei der Kasse | frei vereinbart, oft mehr |
| Gesundheitsprüfung | keine Ablehnung, kein Zuschlag | Zuschlag oder Ablehnung möglich |
| Beitrag | höchstens 1.017,18 Euro im Monat | nach Alter und Tarif, ohne festen Deckel |
| Arzthonorar | niedrigere Gebührensätze | übliche Gebührensätze |
| Selbstbehalt | wählbar in festen Stufen | frei nach Tarif |
Wer seinen privaten Vertrag ab 2009 abgeschlossen hat, kann innerhalb seines Unternehmens in den Basistarif wechseln. Bei älteren Verträgen geht das in der Regel erst ab 55 Jahren, mit Bezug einer Rente oder bei Hilfebedürftigkeit.
Prüfen Sie vorher, ob Sie stattdessen in den Standardtarif dürfen. Er steht vor allem Versicherten mit Verträgen von vor 2009 offen und ist mit höchstens 848,62 Euro oft günstiger.
Der Basistarif ist teuer für das, was er leistet. Viele landen beim Höchstbeitrag, und die Leistungen sind nicht besser als in der gesetzlichen Kasse. Wer sich wegen hoher Beiträge davon eine Ersparnis erhofft, wird oft enttäuscht.
Ärzte bekommen für Behandlungen im Basistarif geringere Honorare. In der Praxis kann es deshalb vorkommen, dass Sie länger auf einen Termin warten oder erklären müssen, wie Sie versichert sind.
Ist Ihr Beitrag nur gestiegen, hilft oft schon ein Wechsel in einen anderen Tarif desselben Anbieters, mit gleichen Leistungen zu geringerem Preis. Ihre Alterungsrückstellungen bleiben dabei erhalten.
Sinnvoll wird der Basistarif vor allem, wenn Sie hilfebedürftig sind. Dann halbiert sich der Beitrag, und den Rest kann das Sozialamt oder Jobcenter übernehmen. Wer Beiträge schuldet, landet übrigens zunächst im Notlagentarif, nicht im Basistarif.
Fragen und Antworten
Etwa das, was die gesetzliche Kasse zahlt: ambulante und stationäre Behandlung, Arzneimittel und Vorsorge. Chefarzt oder Einbettzimmer sind nicht dabei.
Ärzte mit Kassenzulassung müssen auch Versicherte im Basistarif behandeln. Rein private Praxen sind dazu nicht verpflichtet.
Ja, Angestellte bekommen den Arbeitgeberzuschuss auch hier, höchstens die Hälfte des Beitrags und 2026 nicht mehr als 508,59 Euro.
Das hängt vom Anbieter und von einer erneuten Gesundheitsprüfung ab. Klären Sie das vor dem Wechsel schriftlich.
Nein. Im Notlagentarif landet, wer Beiträge schuldet. Er deckt nur akute Behandlungen und Schmerzen und endet, wenn die Schulden bezahlt sind.
Nein, anders als in der gesetzlichen Kasse zahlt jedes Kind einen eigenen Beitrag.
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