Alles zur Versicherung: Bauherrenversicherung
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Kurz gesagt
Sie zahlen einmal für die ganze Bauzeit, meist rund ein Tausendstel der Bausumme. Für ein Einfamilienhaus mit 250.000 bis 400.000 Euro Baukosten sind das etwa 100 bis 400 Euro, mit viel Eigenleistung auch mehr. Der Vertrag läuft in der Regel bis zu 24 Monate und endet dann von selbst.
Richtwerte aus veröffentlichten Beispielen für Deutschland, einmaliger Beitrag für die Bauzeit, Stand September 2026.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Einfamilienhaus, Bausumme 300.000 Euro | etwa 100 bis 300 Euro einmalig |
| Bausumme 500.000 Euro | ab etwa 350 Euro einmalig |
| Bausumme 800.000 Euro mit 10.000 Euro Eigenleistung | ab etwa 580 Euro einmalig |
| Durchschnittliches Einfamilienhaus laut Marktübersicht | etwa 100 bis 250 Euro für die ganze Bauzeit |
| Veröffentlichte Gesamtspanne | etwa 150 bis 800 Euro für die ganze Bauzeit |
Richtwerte aus öffentlich genannten Tarifbeispielen. Die Zwischenwerte der Tabelle für 150.000, 250.000 und 350.000 Euro sind aus diesen Beispielen abgeleitet und ein Richtwert aus der Angebotspraxis. Ihr Beitrag hängt von Eigenleistung und Deckung ab; das genaue Angebot holen wir ein.
Rechenbeispiel
Das Grundstück gehört der Familie, die Baufirma übernimmt alle Gewerke, innen wird etwas selbst gemacht.
| Bausumme ohne Grundstück | 350.000 Euro |
| Eigenleistung (Malern, Boden) | 15.000 Euro |
| Deckungssumme | 5 Millionen Euro |
| Faustregel ein Promille | etwa 350 Euro |
| Spanne je nach Anbieter | etwa 120 bis 400 Euro |
Einmalig etwa 120 bis 400 Euro für bis zu 24 Monate Bauzeit. Weil die Eigenleistung unter 25.000 Euro liegt, kommt bei vielen Tarifen kein Zuschlag dazu.
Die Bauherrenhaftpflicht wird nicht jährlich bezahlt, sondern einmal zu Beginn für die gesamte Bauzeit. Grundlage ist die Bausumme, also die Kosten für den Bau selbst ohne Grundstück.
Als grobe Regel gilt ein Promille, also 1 Euro je 1.000 Euro Bausumme. In der Praxis liegen günstige Tarife für ein Einfamilienhaus auch unter 100 Euro, umfangreiche Tarife mit hoher Deckung und Eigenleistung über 500 Euro.
| Bausumme | Beitrag einmalig, ohne nennenswerte Eigenleistung |
|---|---|
| 150.000 Euro | etwa 90 bis 200 Euro |
| 250.000 Euro | etwa 100 bis 300 Euro |
| 350.000 Euro | etwa 120 bis 400 Euro |
| 500.000 Euro | etwa 350 bis 550 Euro |
| 800.000 Euro | etwa 580 bis 900 Euro |
Der größte Hebel neben der Bausumme ist die Eigenleistung. Bauen Sie selbst mit oder helfen Freunde, sind Sie nicht nur Auftraggeber, sondern wie ein Bauunternehmer auf der Baustelle tätig. Viele Tarife schließen Eigenleistung nur bis zu einer Grenze ein, häufig 25.000 Euro, darüber kostet es extra.
Weitere Punkte sind die Deckungssumme, die Bauweise, die Dauer und ob Sie Planung oder Bauleitung selbst übernehmen. Ein Fertighaus mit kurzer Bauzeit ist günstiger als ein Umbau im Bestand, der sich über zwei Jahre zieht.
| Faktor | Wirkung auf den Beitrag |
|---|---|
| Bausumme | direkt, der Beitrag wächst mit |
| Eigenleistung über 25.000 Euro | Zuschlag, oft nur mit eigener Angabe versicherbar |
| Deckungssumme 10 statt 5 Millionen Euro | moderat höher |
| Bauzeit über 24 Monate | Verlängerung gegen Aufpreis |
| Eigene Bauleitung ohne Architekt | je nach Anbieter höher |
Viele Privathaftpflichtversicherungen decken kleinere Bauvorhaben mit, etwa einen Carport, einen Wintergarten oder einen Umbau. Die Grenze liegt je nach Tarif bei einer bestimmten Bausumme; bei neueren Tarifen teils sehr hoch, bei älteren oft nur im fünfstelligen Bereich. Prüfen Sie die Zahl in Ihrem Vertrag, bevor Sie etwas dazukaufen.
Kaufen Sie schlüsselfertig vom Bauträger, der auf eigenem Grundstück baut und es Ihnen erst nach Fertigstellung überträgt, sind Sie während des Baus nicht Bauherr. Dann brauchen Sie die Police in der Regel nicht. Anders ist es, wenn das Grundstück schon Ihnen gehört: Dann tragen Sie die Pflichten auf der Baustelle, auch wenn ein Generalunternehmer baut.
Als Bauherr müssen Sie die Baustelle sichern. Fällt ein Kind in die ungesicherte Baugrube oder stürzt ein Gerüstteil auf ein parkendes Auto, haften Sie mit Ihrem Vermögen, auch wenn Sie die Arbeiten an Firmen vergeben haben.
Ein schwerer Personenschaden kann Millionen kosten. Gemessen daran sind ein paar hundert Euro einmalig ein kleiner Preis. Ehrlich gesagt ist die Bauherrenhaftpflicht deshalb eine der wenigen Versicherungen beim Bau, bei der sich die Frage nach dem Nutzen kaum stellt, sofern die Privathaftpflicht das Vorhaben nicht schon abdeckt.
Fragen und Antworten
Nein, meist einmal zu Beginn für die gesamte Bauzeit. Der Vertrag endet mit Bauende oder nach der vereinbarten Laufzeit von selbst.
Dann verlängern Sie gegen Aufpreis. Melden Sie das vor Ablauf, sonst ist die Baustelle ab dem Stichtag ohne Schutz.
Beim selbst genutzten Haus in der Regel nicht. Bei einem Haus zur Vermietung zählt sie meist zu den Kosten, die Sie ansetzen können. Fragen Sie Ihre Steuerberatung.
Oft ja, weil die Bauzeit kurz ist und wenig selbst gemacht wird. Der Beitrag richtet sich aber weiter nach der Bausumme.
Nein. Verletzt sich ein Helfer, ist dafür die gesetzliche Unfallversicherung über die BG BAU zuständig, bei der Sie Helfer anmelden müssen.
Oft nicht, wenn die Privathaftpflicht Bauvorhaben bis zu dieser Summe einschließt. Liegt die Bausumme darüber, schon.
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NAMMERT Assekuradeur GmbH, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO, Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37. Bei Boots- und Yachtversicherungen sind wir Assekuradeur und nicht Makler. Erstinformation lesen · Stand
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