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Was kostet eine Drohnenversicherung?

Kurz gesagt

Eine eigene Drohnenhaftpflicht für private Flüge kostet meist 35 bis 50 Euro im Jahr, wer gewerblich fliegt, zahlt ab etwa 119 bis 150 Euro. Oft geht es sogar ohne Aufpreis, wenn Ihre Privathaftpflicht Drohnen einschließt. Eine Kasko für Schäden an der eigenen Drohne gibt es ab etwa 24 Euro im Jahr, sie lohnt sich aber nur bei teuren Geräten.

Was kostet eine Drohnenversicherung?

Was es kostet

Veröffentlichte Tarifbeispiele für Deutschland, Stand 2026.

BeispielRichtwert
Drohnenhaftpflicht privat, Drohne bis 5 Kilogrammmeist unter 50 Euro im Jahr, einzelne Tarife ab etwa 35 bis 40 Euro
Drohnenhaftpflicht privat, weitere Anbieteretwa 68 bis 95 Euro im Jahr
Drohnenhaftpflicht gewerblichab etwa 119 bis 150 Euro im Jahr
Drohne in der Privathaftpflicht eingeschlossenoft 0 Euro Aufpreis
Drohnenkaskoab etwa 24 Euro im Jahr
Registrierung beim Luftfahrt-Bundesamt20 Euro einmalig, Firmen 50 Euro

Richtwerte, Stand September 2026, aus öffentlich genannten Tarifbeispielen. Der Faktor drei bis vier zwischen privat und gewerblich ist aus diesen Spannen gerechnet, die Kasko für eine Drohne um 1.000 Euro im Rechenbeispiel und die Schwelle von 1.500 Euro sind Richtwert aus der Angebotspraxis. Ihr Beitrag hängt von Nutzung, Gewicht und Deckung ab; das genaue Angebot holen wir ein.

Rechenbeispiel

Kameradrohne für 1.000 Euro, 595 Gramm, privat

Hobbyfotograf, fliegt in Deutschland und im Urlaub in Europa. Zwei Wege, die Pflicht zu erfüllen, und die Frage nach der Kasko.

Weg 1: Privathaftpflicht schließt Drohnen bis 2,5 Kilogramm ein0 Euro Aufpreis
Weg 2: eigene Drohnenhaftpflichtetwa 35 bis 50 Euro im Jahr
Registrierung beim Luftfahrt-Bundesamt20 Euro einmalig
Kasko, freiwillig, mit Selbstbeteiligungetwa 50 bis 100 Euro im Jahr

Pflicht erfüllt für 0 bis 50 Euro im Jahr plus 20 Euro einmalig. Die Kasko verdoppelt die Kosten oder mehr und lohnt sich nur, wenn Sie einen Totalschaden nicht selbst tragen wollen.

Was den Beitrag treibt

Der größte Sprung liegt zwischen privat und gewerblich. Wer Fotos für Kunden fliegt, Dächer inspiziert oder Immobilien filmt, zahlt meist das Drei- bis Vierfache, weil öfter, länger und näher an Menschen geflogen wird.

Danach kommen Gewicht und Deckung. Leichte Drohnen bis etwa 5 Kilogramm sind günstig, schwerere Geräte brauchen Spezialtarife. Weltweiter Schutz mit USA und Kanada kostet Aufschlag. Eine höhere Deckungssumme ist dagegen meist kein großer Preistreiber.

FaktorWirkung auf den Beitrag
Private oder gewerbliche Nutzungstark, gewerblich meist das Drei- bis Vierfache
Gewicht der Drohnebis 5 Kilogramm günstig, darüber Spezialtarif
Deckungssummemeist gering, im Angebot vergleichen
GeltungsbereichEuropa günstiger, weltweit mit USA teurer
Selbstbeteiligungsenkt vor allem die Kasko spürbar
Wert der Drohnenur für die Kasko entscheidend

Haftpflicht: oft schon bezahlt

Bevor Sie eine eigene Drohnenpolice abschließen, lesen Sie Ihre Privathaftpflicht. Viele neuere Tarife schließen Drohnen bis zu einem bestimmten Gewicht ohne Aufpreis ein, gute Tarife bis 2,5 Kilogramm. Dann haben Sie die gesetzliche Pflicht bereits erfüllt und sparen den ganzen Beitrag.

Eine eigene Drohnenhaftpflicht lohnt sich, wenn der Einschluss fehlt, die Drohne zu schwer ist, der Schutz im Ausland nicht reicht oder Sie gewerblich fliegen. Auch wer keine Privathaftpflicht hat, sollte eher diese abschließen: Sie kostet oft kaum mehr und deckt den ganzen Alltag mit ab.

Kasko: nur für teure Drohnen

Die Kasko zahlt Schäden an Ihrer eigenen Drohne, etwa nach Absturz, Wasserlandung oder Diebstahl, je nach Tarif. Der Beitrag richtet sich nach dem Wert der Drohne und der Selbstbeteiligung. Einfache Tarife gibt es ab etwa 24 Euro im Jahr.

Bei einer Drohne für 400 Euro und einer Selbstbeteiligung von 150 Euro bleibt im Schadenfall wenig übrig. Rechnen Sie ehrlich: Können Sie den Verlust selbst tragen, sparen Sie den Beitrag. Bei Geräten ab etwa 1.500 Euro oder für gewerbliche Einsätze, bei denen ein Ausfall Aufträge kostet, sieht es anders aus. Achten Sie darauf, ob der Tarif Neuwert oder Zeitwert zahlt; einzelne Tarife ersetzen bis zu 18 Monate nach Kauf den Neuwert.

Nebenkosten, die dazugehören

Neben der Versicherung kostet die Registrierung beim Luftfahrt-Bundesamt einmalig 20 Euro für Privatpersonen und 50 Euro für Firmen. Sie ist nötig, wenn die Drohne mehr als 249 Gramm wiegt oder eine Kamera trägt.

Ab 250 Gramm brauchen Sie außerdem einen Kompetenznachweis, den Sie online beim Luftfahrt-Bundesamt ablegen. Für gewerbliche Einsätze in der speziellen Kategorie kommen Genehmigungen dazu, die eigene Kosten haben.

Wo Sparen teuer wird

Billige Tarife haben oft niedrige Gewichtsgrenzen, gelten nur in Deutschland oder decken nur schuldhafte Schäden. Für Drohnen brauchen Sie aber Schutz für die Gefährdungshaftung, denn als Halter haften Sie auch ohne eigenes Verschulden.

Auch die Deckungssumme ist kein Sparposten. Die gesetzliche Mindestdeckung liegt bei rund 0,9 Millionen Euro, ein Personenschaden kann weit teurer werden. Eine höhere Summe ist meist kein großer Preistreiber.

Schritt für Schritt

  1. Privathaftpflicht auf Drohneneinschluss, Gewichtsgrenze und Ausland prüfen.
  2. Nutzung klären: nur privat oder auch gegen Geld.
  3. Fehlt der Schutz, Drohnenhaftpflicht mit mindestens 10 Millionen Euro wählen.
  4. Kasko nur erwägen, wenn der Verlust der Drohne Sie wirklich trifft.
  5. Bei der Kasko Neuwert, Diebstahl und Selbstbeteiligung vergleichen.
  6. Registrierung erledigen und Versicherungsnachweis mitführen.

Checkliste

  • Gefährdungshaftung als Halter eingeschlossen
  • Gewichtsgrenze passt zu allen Ihren Drohnen
  • Deckungssumme 10 Millionen Euro oder mehr
  • Geltungsbereich passt zu Ihren Reisezielen
  • Gewerbliche Nutzung versichert, wenn Sie Aufträge fliegen
  • Kasko nur bei teurer Drohne, mit Blick auf die Selbstbeteiligung

Häufige Fehler

  • Eine eigene Drohnenpolice kaufen, obwohl die Privathaftpflicht sie schon deckt
  • Beim Preis die Gewichtsgrenze übersehen
  • Gelegentliche bezahlte Aufnahmen mit einer privaten Police fliegen
  • Eine günstige Drohne teuer kaskoversichern
  • An der Deckungssumme sparen, ohne den Aufpreis für eine höhere Summe zu kennen

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Was kostet eine Drohnenversicherung im Monat?

Für private Flüge meist 3 bis 4 Euro im Monat, oft sogar nichts, wenn die Privathaftpflicht Drohnen einschließt. Gewerblich ab etwa 10 bis 13 Euro im Monat.

Warum ist die gewerbliche Drohnenversicherung so viel teurer?

Wer gewerblich fliegt, fliegt öfter, länger und häufig näher an Menschen und Gebäuden. Das Schadenrisiko ist höher, und die Privathaftpflicht deckt diesen Einsatz nicht.

Lohnt sich eine Kasko für eine Drohne unter 500 Euro?

Meist nicht. Nach Abzug der Selbstbeteiligung bleibt im Schadenfall wenig, und über ein paar Jahre zahlen Sie einen guten Teil des Kaufpreises als Beitrag.

Kostet eine höhere Deckungssumme viel mehr?

Meist nicht viel, aber das schwankt je Tarif. Lassen Sie sich beide Summen anbieten, denn ein Personenschaden kann die Mindestsumme schnell übersteigen.

Kann ich mehrere Drohnen in einem Vertrag versichern?

In der Haftpflicht oft ja, weil der Halter versichert ist und nicht das Gerät. In der Kasko wird meist jede Drohne einzeln mit ihrem Wert versichert.

Ist die Drohnenversicherung steuerlich absetzbar?

Bei gewerblicher Nutzung als Betriebsausgabe. Privat in der Regel nicht, fragen Sie im Einzelfall Ihre Steuerberatung.

Quellen

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