Alles zur Versicherung: Unfallversicherung
Brauche ich eine private Unfallversicherung?
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Kurz gesagt
Welche Unfallversicherung brauchen Sportler? Eine private Unfallversicherung mit mindestens 100.000 Euro Grundsumme, Progression und Bergungskosten, die Ihre Sportart nicht ausschließt. Sie kostet im Büroberuf etwa 60 bis 180 Euro im Jahr. Die Sportversicherung über den Verein zahlt bei 50 Prozent Invalidität je nach Bundesland nur etwa 15.000 bis 50.000 Euro und reicht allein nicht.
Öffentlich genannte Beiträge und Vereinsleistungen, Stand Oktober 2026.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Erwachsene im Büroberuf, 100.000 Euro Grundsumme, 350 Prozent Progression | etwa 60 bis 180 Euro im Jahr |
| Erwachsene im Handwerk, gleiche Summen | etwa 120 bis 260 Euro im Jahr |
| Vereinsschutz über die Sportversicherung, Württembergischer Landessportbund | 2.500 Euro ab 20 Prozent, 20.000 Euro über 50 Prozent Invalidität |
| Vereinsschutz über die Sportversicherung, Landessportbund Sachsen | 5.000 Euro ab 20 Prozent, 50.000 Euro ab 50 Prozent, 200.000 Euro ab 90 Prozent Invalidität |
Die Unfallrente im Rechenbeispiel ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis.
Die Leistungen des Vereinsschutzes unterscheiden sich je Landessportbund;
das genaue Angebot holen wir ein.
Rechenbeispiel
Er will schwere Folgen absichern, auch außerhalb des Vereins.
| Invalidität 100.000 Euro, Progression 350 Prozent | etwa 70 bis 140 Euro im Jahr |
| Bergungskosten 25.000 Euro | oft enthalten |
| Unfallrente 1.000 Euro im Monat ab 50 Prozent | etwa 50 bis 100 Euro im Jahr (Richtwert aus der Angebotspraxis) |
| Vereinsschutz Fußball | zusätzlich, ohne eigenen Beitrag |
Zusammen etwa 120 bis 240 Euro im Jahr, rund 10 bis 20 Euro im Monat.
Sind Sie Mitglied in einem Verein des Landessportbunds, sind Sie beim Training und bei Wettkämpfen meist über eine Sportversicherung unfallversichert. Diese Sportversicherung ist aber ausdrücklich als Beihilfe gedacht und ersetzt keine private Vorsorge.
Ein Beispiel aus einem Bundesland: Bei 20 Prozent Invalidität zahlt die Sportversicherung 2.500 Euro, bei über 50 Prozent 20.000 Euro, erst über 75 Prozent 190.000 Euro. Unter 20 Prozent gibt es nichts. In Sachsen sind es ab 50 Prozent 50.000 Euro, höchstens 200.000 Euro. Beim Joggen allein oder im Fitnessstudio gilt der Vereinsschutz nicht.
| Invaliditätsgrad | Vereinsschutz, Erwachsene | Private Unfallversicherung, 100.000 Euro, 350 Prozent |
|---|---|---|
| unter 20 Prozent | 0 Euro | anteilig, zum Beispiel 10.000 Euro bei 10 Prozent |
| über 25 Prozent | 5.000 Euro | etwa 25.000 Euro und mehr |
| über 50 Prozent | 20.000 Euro | etwa 75.000 Euro und mehr |
| 100 Prozent | 190.000 Euro | 350.000 Euro |
Für Freizeitsportler sind die meisten Sportarten in einer guten Unfallversicherung ohne Aufschlag eingeschlossen, auch Skifahren, Mountainbiken, Klettern oder Tauchen. Viele Tarife fragen die Sportart gar nicht ab.
Ausgeschlossen sind häufig Rennen mit Motorfahrzeugen, bei denen es auf Geschwindigkeit ankommt, und die Teilnahme als Lizenz- oder Berufssportler. Luftsport wie Paragliding ist in manchen Tarifen eingeschränkt. Prüfen Sie die Bedingungen genau, bevor Sie eine neue Sportart beginnen.
Wichtig für Sportler ist eine Unfallversicherung mit Grundsumme ab 100.000 Euro und Progression ab 350 Prozent. Dann zahlt sie bei schweren Folgen genug für Umbau, Hilfsmittel und Einkommensausfall.
Bergungskosten sind beim Sport in den Bergen oder auf dem Wasser wichtig. Ein Hubschraubereinsatz wird nicht in jedem Fall von der Krankenkasse übernommen. Achten Sie auf mindestens 10.000 bis 25.000 Euro.
Sportverletzungen sind oft Bänder, Sehnen und Menisken. Gute Tarife zahlen auch bei Verrenkungen und Zerrungen durch erhöhte Kraftanstrengung. Schlechte Tarife verweisen dann auf Verschleiß.
Wer mit einer Sportlizenz an Wettkämpfen teilnimmt oder für Sport Geld bekommt, ist in normalen Unfallversicherungen oft ausgeschlossen. Für Leistungs- und Berufssportler gibt es eigene Sportinvaliditätsversicherungen, die deutlich teurer sind.
Angestellte Berufssportler sind bei der Arbeit zusätzlich gesetzlich unfallversichert. Für die Freizeit gilt das nicht.
Haben Sie bereits eine gute private Unfallversicherung, brauchen Sie als Freizeitsportler meist keine zweite. Prüfen Sie nur, ob Ihre Sportart eingeschlossen ist.
Wichtiger als jede Unfallversicherung ist für Sportler mit Einkommen oft die Berufsunfähigkeitsversicherung, weil sie auch bei Krankheit zahlt. Die Unfallversicherung ergänzt sie, ersetzt sie aber nicht.
Fragen und Antworten
Ja, bei Training und Wettkämpfen meist über die Sportversicherung des Landessportbunds.
Die Summen sind aber niedrig, und unter 20 Prozent Invalidität gibt es oft nichts.
Nein, außer beim Schulsport, Betriebssport oder wenn Sport Ihr Beruf ist.
Für Freizeitsport meist nicht.
Einschränkungen gibt es vor allem bei Luftsport, Motorsportrennen und Lizenzsport.
In guten Tarifen ja, ohne Aufschlag.
Achten Sie auf Bergungskosten.
Für Lizenz- und Berufssportler gibt es eigene Sportinvaliditätsversicherungen,
normale Tarife schließen sie oft aus.
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