Alles zur Versicherung: Private Krankenversicherung
Wer darf in die private Krankenversicherung wechseln?
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Kurz gesagt
Wie stark die PKV-Beiträge 2027 steigen, steht Stand 14. Oktober 2026 nicht fest: Jeder Versicherer prüft jeden Tarif einzeln. Zum Vergleich stieg der Durchschnittsbeitrag 2026 laut PKV-Verband um rund 13 Prozent, betroffen waren etwa 60 Prozent der Versicherten. Für eine Erhöhung zum 1. Januar muss Ihr Brief spätestens Ende November da sein.
Amtliche und vom Verband veröffentlichte Werte, Stand 14. Oktober 2026.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Anpassung zum 1. Januar 2026, Durchschnittsbeitrag laut PKV-Verband | rund 13 Prozent, etwa 60 Prozent der Versicherten betroffen |
| Höchstzuschuss des Arbeitgebers 2026 | 508,59 Euro im Monat |
| Beitragsbemessungsgrenze Kranken 2027, Kabinettsbeschluss | 6.375 Euro im Monat statt 5.812,50 Euro |
| Versicherungspflichtgrenze 2027, Kabinettsbeschluss | 84.150 Euro im Jahr statt 77.400 Euro |
Die Rechengrößen 2027 sind ein Kabinettsbeschluss vom 7.
Oktober 2026, der Bundesrat muss noch zustimmen.
Den durchschnittlichen Zusatzbeitrag und damit den Höchstzuschuss 2027 legt das
Gesundheitsministerium bis 1.
November 2026 fest.
Ihre eigene Erhöhung erfahren Sie nur aus dem Brief Ihres Versicherers.
Rechenbeispiel
Rechenbeispiel, keine Prognose: Angenommen, der Tarif wird 2027 um 50 Euro teurer. So verteilt sich die Erhöhung zwischen Ihnen und dem Arbeitgeber.
| Beitrag 2026 | 650 Euro |
| Beitrag 2027 mit 50 Euro mehr | 700 Euro |
| Arbeitgeber zahlt die Hälfte, unter der Höchstgrenze | 350 Euro |
| Ihr Anteil vorher und nachher | 325 Euro auf 350 Euro |
Sie zahlen 25 Euro im Monat mehr. Selbstständige ohne Zuschuss tragen die vollen 50 Euro.
Fest steht bislang nur der Rahmen. Das Kabinett hat am 7. Oktober 2026 die Rechengrößen für 2027 beschlossen: Beitragsbemessungsgrenze 76.500 Euro, Versicherungspflichtgrenze 84.150 Euro. Der Bundesrat muss noch zustimmen.
Wie stark die Beiträge der einzelnen PKV-Tarife 2027 steigen, entscheidet jeder Versicherer selbst, Tarif für Tarif. Eine Durchschnittszahl der Branche gibt es erst, wenn die Briefe verschickt sind. Prozentzahlen, die vorher kursieren, sind keine Angaben der Versicherer.
Ein Versicherer muss jeden Tarif jährlich prüfen. Weichen die Leistungsausgaben um mehr als 10 Prozent von der Kalkulation ab, muss er neu rechnen; manche Bedingungen sehen schon 5 Prozent vor. Ein unabhängiger Treuhänder muss zustimmen.
Deshalb steigen die Beiträge in Sprüngen. Ein Tarif, der 2026 stark angehoben wurde, bleibt 2027 oft stabil, ein anderer, der lange ruhig war, kann deutlich zulegen. Ihr Nachbar mit gleichem Alter kann eine ganz andere Erhöhung bekommen.
Die Erhöhung wird erst zu Beginn des zweiten Monats nach der Mitteilung wirksam. Soll sie ab 1. Januar 2027 gelten, muss der Brief bis Ende November 2026 bei Ihnen sein.
Im Schreiben müssen die maßgeblichen Gründe stehen. Fehlen sie oder bleiben sie ganz allgemein, kann die Erhöhung angreifbar sein. Bewahren Sie die Briefe aller Jahre auf.
Angestellte bekommen die Hälfte ihres Beitrags vom Arbeitgeber, aber nur bis zu einer Höchstgrenze. Die Grenze ist die Hälfte von allgemeinem Beitragssatz und durchschnittlichem Zusatzbeitrag, gerechnet auf die Beitragsbemessungsgrenze. 2026 sind das 508,59 Euro im Monat.
Die Beitragsbemessungsgrenze 2027 steigt nach dem Kabinettsbeschluss auf 6.375 Euro im Monat. Den durchschnittlichen Zusatzbeitrag für 2027 gibt das Gesundheitsministerium nach Paragraf 242a SGB V bis 1. November 2026 bekannt. Erst dann steht der Höchstzuschuss 2027 fest.
| Wert | 2026 | 2027 |
|---|---|---|
| Beitragsbemessungsgrenze Kranken im Monat | 5.812,50 Euro | 6.375 Euro (Kabinettsbeschluss) |
| Versicherungspflichtgrenze im Jahr | 77.400 Euro | 84.150 Euro (Kabinettsbeschluss) |
| Durchschnittlicher Zusatzbeitrag | 2,9 Prozent | wird bis 1. November 2026 festgelegt |
| Höchstzuschuss Arbeitgeber Kranken im Monat | 508,59 Euro | steht nach dem 1. November 2026 fest |
Fragen Sie beim eigenen Versicherer nach gleichwertigen Tarifen. Das Recht auf einen Tarifwechsel innerhalb des Hauses bleibt mit allen Rückstellungen erhalten; eine neue Gesundheitsprüfung gibt es nur für Mehrleistungen.
Ein höherer Selbstbehalt oder der Verzicht auf einzelne Wahlleistungen senkt den Beitrag ebenfalls. Kündigen und zu einem anderen Versicherer gehen lohnt sich nach einigen Jahren selten, weil ein großer Teil der Alterungsrückstellung verloren geht.
Ist die Erhöhung 2027 klein und Ihr Tarif leistungsstark, kostet ein Wechsel in einen schwächeren Tarif oft mehr, als er spart. Gerade bei Vorerkrankungen sollten Sie Leistungen nicht leichtfertig aufgeben, denn zurück geht es nur mit Gesundheitsprüfung.
Fragen und Antworten
Mit dem Brief Ihres Versicherers.
Für eine Erhöhung zum 1.
Januar muss er spätestens Ende November kommen.
Nein.
Jeder Tarif wird einzeln geprüft, viele bleiben gleich, andere steigen deutlich.
Stand 14.
Oktober 2026 nicht.
Für 2026 nannte der Verband seine Zahl Anfang Dezember 2025.
Zur Hälfte, solange Sie unter dem Höchstzuschuss bleiben.
Dieser steigt 2027 mit der Beitragsbemessungsgrenze.
Ablehnen können Sie sie nicht, wenn sie korrekt begründet ist.
Ist die Begründung unzureichend, kann sie unwirksam sein; dann lohnt eine Prüfung.
Nicht wegen des Alters allein.
Erhöhungen kommen aus steigenden Kosten oder längerer Lebenserwartung im Tarif.
NAMMERT Versicherungsmakler
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