Alles zur Versicherung: Private Rente
Lohnt sich eine private Rentenversicherung überhaupt noch?
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Kurz gesagt
Bei einer privat abgeschlossenen Lebensversicherung zahlen Pflichtversicherte in der Rente keine Krankenkassenbeiträge auf die Auszahlung. Anders bei einer Direktversicherung über den Arbeitgeber: Dann wird die Auszahlung auf 120 Monate verteilt, und jeden Monat fallen Beiträge an, nach Abzug eines Freibetrags von 197,75 Euro (2026). Freiwillig Versicherte zahlen oft auch auf private Auszahlungen.
Beitragslast bei einer Direktversicherung nach § 229 und § 226 SGB V, Werte 2026.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Direktversicherung, Auszahlung 30.000 Euro | 250 Euro Versorgungsbezug je Monat, Krankenversicherung auf 52,25 Euro, etwa 9 Euro im Monat |
| Direktversicherung, Auszahlung 60.000 Euro | 500 Euro je Monat, Krankenversicherung auf 302,25 Euro, etwa 53 Euro im Monat |
| Direktversicherung, Auszahlung 100.000 Euro | 833,33 Euro je Monat, Krankenversicherung auf 635,58 Euro, etwa 111 Euro im Monat |
| Private Lebensversicherung, 60.000 Euro, pflichtversichert | 0 Euro Krankenkassenbeitrag |
Gerechnet mit 14,6 Prozent allgemeinem Satz und einem Zusatzbeitrag von 2,9 Prozent als Beispiel,
ohne Pflegeversicherung.
Ihr Zusatzbeitrag hängt von der Kasse ab.
Bezugsgröße 2026: 3.955 Euro.
Rechenbeispiel
Die Auszahlung kommt mit 67 auf einen Schlag. Die Kasse verteilt sie für die Beiträge auf zehn Jahre.
| 60.000 Euro geteilt durch 120 | 500 Euro im Monat |
| Abzüglich Freibetrag 2026 | 302,25 Euro beitragspflichtig |
| Krankenversicherung 17,5 Prozent | etwa 52,89 Euro im Monat |
| Über 120 Monate | etwa 6.347 Euro |
Rund ein Zehntel der Auszahlung geht an die Krankenkasse, dazu kommt die Pflegeversicherung auf die vollen 500 Euro.
Die Krankenkasse fragt nicht, wie der Vertrag heißt, sondern wer ihn abgeschlossen hat. Beitragspflichtig sind nach § 229 SGB V Renten der betrieblichen Altersversorgung, sogenannte Versorgungsbezüge. Eine Lebensversicherung, die Sie privat als Versicherungsnehmer abgeschlossen und bezahlt haben, gehört nicht dazu.
Eine Direktversicherung läuft dagegen über den Arbeitgeber, auch wenn Sie die Beiträge per Gehaltsumwandlung selbst getragen haben. Sie zählt zur betrieblichen Altersversorgung, und die Auszahlung ist für Pflichtversicherte in der Krankenversicherung der Rentner beitragspflichtig.
| Vertrag | Pflichtversichert in der Rente | Freiwillig versichert |
|---|---|---|
| Private Kapitallebensversicherung | beitragsfrei | oft beitragspflichtig, Kasse fragen |
| Private Rentenversicherung | beitragsfrei | oft beitragspflichtig, Kasse fragen |
| Direktversicherung über den Arbeitgeber | beitragspflichtig, 120 Monate | beitragspflichtig |
| Teil nach Ausscheiden selbst als Versicherungsnehmer bezahlt | beitragsfrei | Kasse fragen |
| Riester-Vertrag | beitragsfrei | Kasse fragen |
Wird eine betriebliche Lebensversicherung als Einmalbetrag ausgezahlt, gilt nach § 229 SGB V ein Hundertzwanzigstel davon als monatlicher Versorgungsbezug, längstens für 120 Monate. Aus 60.000 Euro werden so zehn Jahre lang 500 Euro im Monat, auf die Beiträge anfallen.
Für die Krankenversicherung wird ein Freibetrag abgezogen, ein Zwanzigstel der monatlichen Bezugsgröße. 2026 sind das 197,75 Euro. In der Pflegeversicherung gilt dieser Freibetrag nicht.
Wer nicht in der Krankenversicherung der Rentner ist, sondern freiwillig gesetzlich versichert, zahlt Beiträge nach der gesamten wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Dazu kann auch die Auszahlung einer privaten Lebensversicherung zählen.
Fragen Sie Ihre Kasse vor der Auszahlung schriftlich, wie sie die Lebensversicherung bewertet. So vermeiden Sie eine Überraschung im Beitragsbescheid.
Privat Krankenversicherte zahlen keine Krankenkassenbeiträge auf eine Auszahlung, egal ob privat oder betrieblich. Ihr Beitrag hängt nicht vom Einkommen ab.
Auch wer als Pflichtversicherter mit allen Versorgungsbezügen unter einem Zwanzigstel der Bezugsgröße bleibt, zahlt darauf keinen Krankenversicherungsbeitrag. Bei großen Auszahlungen ist das selten.
Fragen und Antworten
Als Pflichtversicherter in der Rente nicht.
Freiwillig Versicherte sollten ihre Kasse fragen, weil dort alle Einnahmen zählen können.
Bei der Direktversicherung nicht.
Auch eine laufende Betriebsrente ist beitragspflichtig,
dann allerdings lebenslang statt zehn Jahre.
Nein.
Der Freibetrag nach § 226 SGB V gilt nur für die Krankenversicherung.
Leistungen aus Altersvorsorgevermögen nach § 92 EStG sind ausdrücklich ausgenommen,
also beitragsfrei.
Wenn alle Versorgungsbezüge zusammen mehr als ein Zwanzigstel der Bezugsgröße ausmachen,
2026 also mehr als 197,75 Euro im Monat.
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